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CN, HK 1986
Originaltitel:Jung wa ying hung
Alternativtitel:Final Fight
aka. Born to Defense
aka. Born to Defend
aka. Zhong hua ying xiong
Länge:87:36 Minuten (gekürzt)
Freigabe:Keine Jugenfreigabe
Regie:Jet Li, Yeung-Ping Sze, Wong Kwain Ping
Buch:Jia Er-Ge, Yeung-Ping Sze
SFX:Cheuk Wing Sun, Pang Sheung Dong
Darsteller:Jet Li, Kurt Roland Petersson, Jia Song, Paulo Tocha, Zhao Erkang Sze Yeung Ping, Tony Yuen, Biu Law Do, Peter D. Lago
Vertrieb:UfA / Universum Film
Norm:PAL
Regionalcode:2



Inhalt
China 1945: Der junge Soldat Jet (Jet Li) kehrt nach dem zweiten Weltkrieg in seine Heimat zurück. Bald muss er entsetzt feststellen, dass sich trotz des Sieges nichts geändert hat. Die amerikanischen Soldaten behandeln ihre einstigen Verbündeten wie den letzten Abschaum. In seiner Heimatstadt herrscht Not und Armut, auf den Straßen bieten sich die Frauen und Kinder zum Verkauf an. Als ein amerikanischer Captain einen Freund von Jet bei einem Unfall verletzt, gerät er mit dem Amerikaner heftig aneinander. Wenig später lässt er sich zu einem Boxkampf gegen den großmäuligen Bailey herausfordern, den er dank seiner Schlagfertigkeit mühelos gewinnt. Im Gegenzug schlägt der Amerikaner Jets Freund Zhang zusammen und entführt dessen Tochter, deren Rettungsversuch tragisch endet. Jet schwört den Amerikanern nun bittere Rache: In einer Lagerhalle kommt es schließlich zum letzten erbitterten Kampf gegen Bailey und den Captain ...

Bild
Format1.85:1 (anamorph)
NormPAL
 Basierend auf dem US-Master von Miramax/Dimension Film, liegt uns somit die bis dato beste Version des Filmes vor und überzeugt durch eine recht natürliche, obgleich stellenweise etwas zu blass wirkende Farbgebung. Der Kontrast macht ebenfalls einen durchweg guten Eindruck und zeigt einen angenehmen Schwarzwert. Leider werden in einigen Sequenzen Details leicht verschluckt, was meist aber nicht wirklich störend wirkt. Unangenehm wirkt hier jedoch das teilweise extreme Bildrauschen, welches sich über den ganzen anamorphen Transfer über verteilt und dem Bild einiges an Detailschärfe raubt. Die hätte hierbei nämlich angenehm ausfallen können und stellenweise wirkt das Bild angenehm scharf und detailliert. Zudem ist es der guten Kantenschärfe zu verdanken, dass das Bild trotz einigen Mängeln wie z.B. stehenden Rauschmustern überwiegend plastisch wirkt. Defekte und Verschmutzungen wurden weitestgehend aus der Vorlage entfernt, dafür zeigen die Kompressionen des Öfteren leichtes Blockrauschen und Artefaktebilung im Hintergrund, welche dann vor allem in Sequenzen mit viel Nebel unangenehm zu Geltung kommen.
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Ton
FormateDolby Digital 5.1
SpracheDeutsch, Englisch
Untertitel-
 Um mit einem Dolby Digital 5.1-Mix aufwarten zu können, ließ Universum Film "Final Fight" komplett neu synchronisieren. Dies klingt grundsätzlich gar nicht mal so schlecht, bleibt insgesamt aber recht kraftlos und klebt überwiegend im Frontbereich fest. Musik und dezente Umgebungsgeräuschen verlaufen sich dabei zwar hin und wieder in den Effektbereich, aber im Vergleich mit der deutlich kraftvolleren und hörbar weiträumigeren englischen Synchronfassung, welche von Miramax restauriert wurde, hat die deutsche Tonspur, welche mit einer ansprechenden Synchronisation aufwartet, nur bedingt eine Chance. Hier wird etwas mehr Wert auf Umgebungsgeräusche und Effekte gelegt, welche etwas besser und kraftvoller zur Geltung kommen. Für Upmixe sind beide Spuren aber nicht schlecht, können allerdings nicht mit aktuellen Produktionen verglichen werden. Auf deutsche Untertitel wurde hierbei gänzlich verzichtet, genauso wie auf die japanische Sprachfassung.
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Extras
Extras
  • Biografie von Jet Li (Texttafeln)
  • US Videotrailer (0:33 Min.)
  • Trailershow:
    • Transporter: The Mission (1:55 Min.)
    • Das Imperium der Wölfe (1:45 Min.)
    • Hellraiser VIII - Hellworld (0:51 Min.)
    • Elektra (1:49 Min.)
    • Der Clown (2:01 Mn.)
 Neben einer Trailershow gibt es nur noch eine Biografie von Jet Li und den US-Originaltrailer zum Film. Reichlich mager das Ganze.
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Fazit
Den harten und gut choreographierten Kampfszenen steht eine etwas zähe und nicht sonderlich einfallsreiche Geschichte gegenüber, welche in Jet Lis erster und bisher einziger Regiearbeit zwar für solide Unterhaltung sorgt, aber nie wirklich zu fesseln vermag. "Born to Defence" kränkelt in erster Linie daran, dass Li versucht, verstärkt auf die Tränendrüse zu drücken und haut uns ein Martial-Arts-Drama vor den Latz, welches leider mit allzu klischeebehaftete Charakteren aufwartet und vor allem die nervtötende Beziehungskiste macht den Film nicht viel interessanter. Zudem beweißt Li eine sehr kurzsichtige Denkweise und stellt den Amerikaner als ultrabösen Gegner und die Chinesen als aufrechtes Volk dar. Aber Aufgrund der Ernsthaftigkeit und Plumpheit der Story, darf "Born to Defence" nicht einmal als gesellschaftskritisch angesehen werden. Die Macher meine es so, wie sie es rüberbringen und beweisen somit kein Deut mehr Intelligenz als die Amerikaner, welche in den 80er Jahren die Russen als Feinbild in ihren Filmen verheizten. Zum Glück reißen die guten Kampfszenen einiges wieder raus und lassen Lis Debüt zumindest recht kurzweilig erscheinen.
Die DVD bietet zwar eine überraschend solide Bild- und Tonqualität, dafür aber keine Extras und die Tatsache, dass die deutsche Fassung auf der geschnittenen Miramax-DVD basiert, lädt nicht unbedingt zum Kauf ein.



Bilder der DVD




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Final Fight
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