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IT 1969
Originaltitel:Camille 2000
Länge:95:49 Minuten (ungekürzt)
Freigabe:ab 16 Jahre
Regie:Radley Metzger
Buch:Michael DeForrest, Alexandre Dumas fils
Kamera:Ennio Guarnieri
Musik:Piero Piccioni
Darsteller:Danièle Gaubert, Nino Castelnuovo, Eleonora Rossi Drago, Roberto Bisacco, Massimo Serato, Silvana Venturelli, Zachary Adams, Dominique Badou, Peter Chatel, Virginia Rodin
Vertrieb:e-m-s
Norm:PAL
Regionalcode:2



Inhalt
Armand Duval reist aus beruflichen Gründen nach Rom. Dort lernt er über einen Bekannten die attraktive und verwöhnte Marguerite Gautier kennen, von der er sofort fasziniert ist. Als Armand von ihr eingeladen wird, gesteht er Marguerite seine Liebe. Nach einer kurzen Liaison trennt sie sich jedoch wieder von ihm. Um sie zu provozieren, schläft Armand auf einer ausschweifenden Party vor ihren Augen mit einer anderen Frau ...

Bild
Format2.35:1 (anamorph)
NormPAL
 Mit der Vorlage des 1969er Films ist e-m-s nur eine halbwegs ordentliche DVD gelungen. Gegenüber aufwendig restaurierten Filmen merkt man hier zu deutlich das Alter an, denn ein starkes Rauschen durchzieht jede Sekunde und jede Stelle des Films, was auf ein sehr körniges Ausgangsmaterial schließen lässt. Ein wenig, also noch im normalen Rahmen, wurde dies eingedämmt, was man in langsam ausgeführten Schwenks als etwas schleppenden Bildaufbau wahrnimmt. Der Grund, warum trotz des Alters keine 4 Punkte mehr drin sind, liegt in der Unstetigkeit des Bildes begründet. Die anamorphe Abtastung bietet zwar meist eine angenehme Schärfe, das ändert sich aber manchmal zum Schlechteren hin, und auch die etwas angeschlagenen, aber immer noch gut ausgeprägten Farben können urplötzlich ausgewaschen aussehen. Auch die ab und an auftauchenden, meist größeren Verunreinigungen bedürfen noch einer Aufarbeitung.
 +++---

Ton
FormateDolby Digital 2.0 Mono
SpracheDeutsch, Englisch
Untertitel
 Man muss hier die ganze Zeit mit einem rauschenden, aber letztlich doch gut verständlichen Monoton auskommen, der keine allzu deutlichen Verzerrungen offenbart und gegenüber dem englischen Track sogar noch etwas klarer und direkter rüberkommt. Feinere Unreinheiten sind kaum zu vermeiden, insgesamt werden die zugegeben nicht sehr hohen Erwartungen mit der durchgängig deutschen Tonspur aber erfüllt. Nur Untertitel sind nicht dabei. Da die hier aufgespielte Fassung des Films der europäischen entspricht, die von der US-Version abweicht, schalten die englischen Dialoge stellenweise auf den deutschen Ton zurück, weil dort wohl schlicht keine Dialoge für diese Sprachfassung existierten.
 ++----

Extras
Extras
  • Alternatives Ende (3:50 Min.)
  • Originaltrailer (2:15 Min.)
  • Weitere DVDs:
    • Ein perfektes Verbrechen (1:04 Min.)
    • Santa's Slay (1:51 Min.)
    • Dumplings (2:05 Min.)
    • Der Dämon und die Jungfrau (3:26 Min.)
    • Evil (2:14 Min.)
    • Bad Guy (2:06 Min.)
 Das alternative Ende muss wohl erst noch verstanden werden, denn es ist seltsam gehalten. Lohnenswert ist der ebenfalls eigenwillige Trailer bestehend aus Standbildern, die wie eine Modenschau aneinandergereiht wurden.
 +-----

Fazit
Basierend auf "Die Kameliendame" von Alexandre Dumas ist die "Kameliendame 2000" aus heutiger Sicht zwar nur noch eine dramatische Liebesgeschichte mit starkem sozialen Unterton, aber auch ein echter Hingucker - in vielerlei Hinsicht. Die Kulisse Roms allein schafft ein einmaliges Ambiente, bei der Ausstattung und dem Setdesign wurde aber wirklich viel herausgeholt, um edelste Szenerien in teurer Umgebung zu kreieren. So ist der Zuschauer Gast unzähliger ausschweifender Festlichkeiten, mit denen sich die Jungen und Reichen der oberen Zehntausend ihre reichliche Zeit vertreiben. Regisseur Metzger legt Wert darauf, die möglichst authentisch die dekadente, freizügige, aber auch depressive Situation zu schildern, in der sich die von ihren Gönnern finanziell abhängige Marguerite befindet. Seine Softsex-Szenen zelebriert "Kameliendame 2000" ausführlichst und kann dabei durchweg auf knackige Schönheiten seiner Zeit zurückgreifen, wobei die Art und Weise der Fotografie hier zwischen "künstlerisch" und "langatmig" schwankt, nie aber in sleazige Gefilde abdriftet. Obwohl sich die Beziehung zwischen dem ungleichen Pärchen auch durch äußere Einwirkung bald die Unbeschwertheit der "swinging 60ies" vorangegangener Szenen vergessen lässt, so wird doch insgesamt keine sonderlich schwere Kost geboten. Für sein Entstehungsjahr kann ich mir aber vorstellen, dass "Kameliendame 2000" wegen der offenen Darstellung von Sex und Drogenkonsum innerhalb der Oberschicht als "enfant terrible" galt.



Bilder der DVD




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