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USA 1972
Originaltitel:Blood Orgy of the She Devils
Alternativtitel:Female Plasma Suckers
aka. In den Krallen der Satanstöchter
Länge:75:40 Minuten (ungekürzt)
Freigabe:ungeprüft
Regie:Ted V. Mikels
Buch:Ted V. Mikels
Kamera:Anthony Salinas
Musik:Ted V. Mikels
SFX:Lee James
Darsteller:Lila Zaborin, Victor Izay, Tom Pace, Leslie McRae, William Bagdad, Ray Myles, Kebrina Kincade, Paul Wilmoth, Annik Borel, Curt Matson, Lin Henson, Erica Campbell, John Nicolai, Sherri Vernon
Vertrieb:CMV-Laservision
Norm:PAL
Regionalcode:0



Inhalt
Die geheimnisvolle Mara, die Königin der schwarzen Hexen ist ein todbringendes Bündnis mit den bösen Mächten eingegangen, um Angst und Schrecken zu verbreiten. Sie beherrscht die Kunst, über weite Entfernung hinweg töten zu können - und sie versteht es, ihre Macht über Leben und Tod für harte Dollar einzusetzen. Ihre Auftraggeber kommen aus allen wohlhabenden Schichten, sogar Vertreter aus den Vereinten Nationen, die unliebsame diplomatische Gegner von ihr beseitigen lassen. Die junge Lorraine und ihr Freund Mark geraten in den Bann ihres Zauberzirkels. Nach und nach kommen sie hinter das Geheimnis der spirituellen Sitzungen mit ihrem grausamen, todbringenden Okkultismus und dem Voodoozauber. Nicht wissend, dass es für manche Dinge dieses Lebens keine Erklärungen gibt, keine Erklärungen geben darf ...

Bild
Format1.33:1 (Vollbild)
NormPAL
 So schwarz wie die Magie von Mara ist leider auch das ansonsten angenehme Vollbild, will heißen: Zwar ist der Schwarzwert bestens, das Bild aber oftmals übermäßig dunkel bzw. stark schattiert. Ich denke, dass insbesondere hierbei noch eine ganze Menge mehr möglich ist, sollte sich ein kontrastreicheres Master finden lassen. Ansonsten ist die Qualität mit ein paar Verschmutzungen, sehr kräftigen Farben und einem etwas unscharfen, aber gut definierten, also schaubaren Bild ziemlich gut, geht man doch mit geringen Erwartungen an die Sache ran. Da wahrscheinlich von einer US-Vorlage gemastert wurde, sind zarte Ghosting-Effekte sichtbar und die Kompression ist nicht sonderlich hervorstechend, produziert aber mehr als genug Muster auf dem Bild. Knapp 3 Punkte gibt es für diesen gealterten Trash noch.
 +++---

Ton
FormateDolby Digital 2.0 Mono
SpracheDeutsch, Englisch
Untertitel-
 Schön, dass man die alte deutsche Synchro auf die DVD gepackt hat. Z.B. während der langen Seance sind die einfallsreichen Effekte auf den deutschen Stimmen ein Zugewinn gegenüber dem O-Ton. Die Vorlage des deutschen Tons ist etwas verbraucht, wie man anhand etwas schnarrender Stimmen hören kann. Der Klang ist dann aber ganz ok, also trotz dumpfen Abschlüssen und sich anpassenden Surrgeräuschen (je nach Lautstärke des Tons auch etwas lauter) im Großen und Ganzen angenehm. Zwar wird rein gar nichts geboten, was das Anschalten der Anlage rechtfertigen dürfte, Verzerrungen während der Musik oder unverständliches Genuschel halten sich aber angenehm zurück. Im O-Ton ist das schon etwas schwieriger, da sind besonders die Dialoge weitaus weniger klar, das Rauschen nimmt zu und die Musik wirkt zerbrechlicher.
 ++----

Extras
Extras
  • Audiokommentar von Ted V. Mikels
  • Kinotrailer (2:27 Min.)
  • The Making Of "Cauldron: Baptism Of Blood" (14:42 Min.)
  • Bildergalerie (2:24 Min.)
  • Weitere Trailer:
    • Das Kommando der Frauen (3:10 Min.)
    • Die Leichenmühle (2:10 Min.)
VerpackungKleine Hartbox
 Die kleine Buchbox mit dem großen Covermotiv wird sicherlich wieder jede Menge Trash-Fans anziehen und ist zumindest auf der Vorderseite sehr schön gestaltet. Auf der Rückseite herrscht zwar Übersichtlichkeit, aber andere Labels bekommen da ein weitaus aufregenderes Design hin. Halb so schlimm, der Inhalt der DVD zählt hier vor allem.
Das Hauptmenu erwartet uns mit Sounds aus dem Film und natürlich dem Titeldesign und ist herrlich bunt geworden. Zu den Extras darf man den Trailer und zwei weitere Mikels-Filmvorstellungen zählen, sowie eine Galerie mit internationalem Material und ein Making Of. Dieses gehört nicht zu "Die Blutorgie der Satanstöchter", sondern zu einer neueren Produktion, die als Quasi-Fortsetzung zu diesem Film hier, ebenfalls unter der Leitung von Ted V. Mikels erstellt wurde. Es gibt aber gute Einblicke in die Arbeit von Ted V. Mikels und stellt die Darstellerinnen zu "Cauldron: Baptism Of Blood" vor. Auch ein Audiokommentar ist an Bord und gestaltet sich sehr interessant und ernsthaft, ist aber auch lückenhaft. Hier hätte eine zweite Person mit her gemusst, die die Diskussion etwas anregt, denn besonders im letzten Drittel wird Mikels genauso zum stummen Zuschauer wie wir. Großes Problem wieder der Extras: Es gibt keine deutschen Untertitel. Wenn eine DVD schon für den deutschen Markt bestimmt ist und sie schon Zusatzmaterial bietet, dann sollte man dies zumindest übersetzen.
 ++----

Fazit
Trash mal anders betrachtet: "Die Blutorgie der Satanstöchter" (meine Fresse, was für ein großartiger Titel!) schien durchaus als ernsthafter Film über schwarze Magie, Geister und Beschwörungen konzipiert gewesen zu sein, ist nun, 30 Jahre später, aber sicherlich mehr denn je in die Trash-Ecke zu schieben. Die Hokuspokus-Show um eine mächtige Hexe namens Mara (man schaue zu gleichen Teilen schläfrig, zornig und dominant!) ist nicht nur der schablonenartigen Flammeneffekte und des psychedelischen, spacigen Elektro-Scores mit seinen betörenden LSD-Rythmen wegen ein Kuriosum, sondern auch ein sleazig angehauchter Okkult-Thriller, der sich glücklich schätzen darf, wenn das Publikum naiv genug ist, um die pseudo-wissenschaftlich vorgetragenen Ausführungen zu glauben. Mit anderen Worten: Wer sich gern auf charmante Weise vom Skript für beschränkt verkaufen lässt, darf sich die theatralische, mitunter beeindruckend atmosphärische Geistershow, die leicht bekleideten Girls während der heißen Opfertänze und natürlich die unglaublichen Seancen nicht entgehen lassen. Von Aberglauben, besonders Leichtgläubigkeit und dem mittelalterlichen Hexendenken geprägt, wird die an sich dünne Geschichte durch hervorragend überdrehte Darsteller in stets fotoreifen Gebärden und fast schon an Bauernweisheiten grenzenden Dialogen aufgebauscht und vorangetrieben. Zwar ist das Tempo durchaus langsam, die Rückblicke einiger Protagonisten durch den Spiegel der Dämonen auf eine ihrer früheren Existenzen fordert aber brutale Folterungen und eindringliche Szenen voller Nervenflattern (mehr bei den Darstellern als beim Zuschauer) zu Tage, die den bemüht mystischen Teilen etwas Feuer verleihen, auch wenn die der Scheiterhaufen nur ein projiziertes Feuerchen ist und die Schandtaten mangels Budgets irgendwo außerhalb der Sichtweite passieren. So rustikal und einfältig der Film ist, so sehr möchte ich ihn euch auch empfehlen, falls euch etwas an handgemachter Low Budget-Kunst mit charismatisch-katastrophalem Setting und starkem Hang zur fast schon lächerlichen Übertreibung liegt. Ted V. Mikels zeigt also, dass der amerikanische Untergrund der 70er mehr hervorgebracht hat als Gore-Übungen im Stile eines Lewis, auch wenn ein wenig mehr Einsatz von dynamischen Elementen sichtlich gut getan hätte. In einer kurzen Nebenrolle wird Annik Borel (Interner Link"Blutmond") als Hexe gesteinigt.



Bilder der DVD




Druckbare Version
Blutorgie der Satanstöchter, Die
IMDb.com OFDb.de







 
 
Marc Schulz am 11.06.2006
Bewertung:

Blutorgie mit den Krallen der Satanstöchter
Ted V. Mikels, man liebt seine Filme oder man hasst sie. Es gibt wohl nur diese beiden Möglichkeiten. Jeder seiner Filme ist ein kleines Meisterwerk. Aber Meisterwerk im Bereich des Trashfilms. Nicht umsonst wird Mikels auch der König des Trash genannt. Jede seiner Produktionen wird bzw. wurde mit wenig Geld realisiert, was man den Filmen auch deutlich ansieht. Schlechte Effekte (Plastiktiere und Plastikwaffen), miserable Schauspieler und Kulissen aber auch eine allgemein schlechte Technik (z.B. das Ausleuchten von Räumen). Jedoch aufgrund dieser ganzen Tatsachen, was nach nichts Halben und nichts Ganzen schreit, ergibt sich dann doch etwas Rundes, genannt purer Trash. Und mit "Die Blutorgie der Satanstöchter" beweist Mikels wieder deutlich was er am besten kann. Die Hauptgeschichte, die uns der Film erzählen will, wäre in knapp 25 Minuten abgehandelt gewesen, damit man aber auf eine Laufzeit von knapp 75 Minuten kommt, mussten noch einige Zwischenplots in der Geschichte untergebracht werden. Als da wäre der Mord an einem Abgeordneten oder die Rückblicke ins Mittelalter (gab es damals schon Jeanshosen?) zurzeit der Hexenverfolgung.
Da es auch nie ein Geheimnis von Mikels war, dass seine Filme mit wenig Budget realisiert wurden, ging er den Weg seine Filme nicht ins Lächerliche zu ziehen und drehte sie todernst. Dies ist es, was aus heutiger Sicht jedoch lächerlich wirkt, aber zu 100% Trash ist. "Die Blutorgie der Satanstöchter", der Titel klingt reißerischer als der Film selbst ist, gehört zu Mikels weniger aufregenden Produktionen. Die Freigabe ab 18 Jahren ist nicht nachzuvollziehen da er gut mit einer Freigabe ab 16 hätte leben können. Jedoch wird die optische Aufmachung der DVD wieder schön von Seiten CMV präsentiert. Als Bonus gibt es im übrigen einen 15 Minuten langes Making of zu dem Film "Couldron", welcher als zweiter Teil zu "Die Blutorgie der Satanstöchter" konzipiert war, jedoch bis zum heutigen Tage nicht fertig gestellt wurde. Uncut ist die DVD genauso wie die alte deutsche VHS von VMP.
Auf der einen Seite kann ich dem Film einen gewissen Reiz nicht absprechen, allerdings ist er mir etwas zu lahm und die ganzen Zwischenplots wirken deplaziert. Daher ist "Die Blutorgie ..." kein wirklicher Meilenstein, aber zum einmaligen Ansehen durchaus geeignet.



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