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USA 1985
Originaltitel:Once bitten
Länge:89:00 Minuten (ungekürzt)
Freigabe:ab 16 Jahre
Regie:Howard Storm
Buch:Dimitri Villard, David Hines, Jeffrey Hause, Jonathan Roberts
Kamera:Adam Greenberg
Musik:John Du Prez
SFX:John Eggett
Darsteller:Lauren Hutton, Jim Carrey, Karen Kopins, Cleavon Little, Thomas Ballatore, Skip Lackey, Jeb Stuart Adams, Joseph Brutsman, Stuart Charno, Robin Klein
Vertrieb:MGM / Sony Pictures
Norm:PAL
Regionalcode:2



Inhalt
Mark Kendall ist ein ganz normaler Mann - mit ganz normalen Problemen. Seit Jahren probiert er bei seiner Freundin Robin alle möglichen Tricks aus, um sie flach zu legen - vergeblich. Frustriert startet er mit seinen Freunden einen Streifzug durch das sündige Hollywood. Doch die Jungs reißen die falsche Braut auf ... denn diese Lady ist ein Vamp(ir)! Nach dem ersten Biss ist es um Mark geschehen, er kann das Sonnenlicht nicht mehr ertragen, schläft mit Vorliebe in der Spielzeugkiste und hat unstillbaren Hunger auf rohe Hamburger. Doch Robin ist nicht gewillt, ihren Mark in den Fängen dieser unheilvollen Frau zu lassen ...

Bild
Format1.85:1 (anamorph)
NormPAL
 Leider ist anamorph nicht alles und so leidet dieser Transfer an deutlichen Mängeln in der Bildqualität, welche man hätte besser in den Griff bekommen müssen. Zu allererst sei hier die schwache Schärfe erwähnt, welche vor allem im Detailbereich keine sonderlich guten Werte erzielt und durchweg weich und stellenweise sogar matschig wirkt. Zudem fallen die Kompressionen hin und wieder sehr deutlich auf und neben stehenden Rauschmustern und Blockrauschen, lassen sich auch immer wieder leichte Kompressionsartefakte ausmachen. Der Kontrast ist ebenfalls im Höchstfall als ausreichend zu bezeichnen und wartet weder mit einem guten Schwarzwert auf, welcher meist ins Gräuliche tendiert, noch weiß er in dunklen Sequenzen zu überzeugen und verschluckt nötige Details. Dabei wirken helle Flächen immer etwas überstrahlt und steil und auch der Rauschfaktor fällt in einigen Szenen recht negativ ins Auge. Schlussendlich weiß wirklich nur die Farbgebung zu überzeugen und liefert recht ordentliche Werte ab. Mehr als 3 Punkte aufgrund eines wirklich sehr weichen Bildes und dem schwachen Kontrast sind hier schon geschenkt.
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Ton
FormateDolby Digital 1.0 (Mono)
SpracheDeutsch, Englisch, Französisch, Italienisch, Polnisch
UntertitelDeutsch, Englisch, Französisch, Italienisch, Niederländisch
 Der deutsche Monoton ist schlechtweg eine Katastrophe und klingt dumpf und neigt deutlich zu Verzerrungen. Weiterhin fallen immer wieder Tonschwankungen auf und weder die Dialoge noch der Score erhallt angenehm verständlich aus dem Center, so dass man immer wieder das Gefühl hat, man würde ein Kissen vor den Lautsprecher drücken. Die englische Monospur hingegen bietet eine etwas klarere Front, welche nicht so drückend und dumpf klingt, jedoch ist auch hier die Sprachverständlichkeit nicht optimal und Verzerrungen, sowie blecherne Musikeinstreuungen fallen immer wieder auf. Zumindest verzichtet man hier nicht auf deutsche Untertitel.
 +-----

Extras
Extras-
 Ist es nicht schon schlimm genug, dass MGM hier auf ein ordentliches Menü verzichtet und es stattdessen den alten Ägyptern gleichmacht, so hält man uns jegliche Art von Extras vor. Nicht einmal ein Trailer schaffte es auf den Silberling.
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Fazit
Vampirkomödie trifft Teenager-Sex-Plot, das klingt schon von Anfang an wie eine Katastrophe und das wird es letztendlich aus. Die Macher haben sich wohl vom Horrortrend wie auch von Interner Link"Weird Science" und "Risky Business" inspirieren lassen und rausgekommen ist ein Bastard, den man wegen seines Kuriositätenwertes einmal gesehen haben sollte.
Hauptgrund: Hier haben wir Jim Carrey in einer seiner ersten Hauptrollen. Er mimt hier, sichtlich zu alt für die Rolle, einen jungfräulichen Mann, der seine Unschuld mal schnellstens verlieren möchte, weil man ja schlecht dabei aussieht. Die Freundin will nicht so recht, vor allem nicht auf dem Parkplatz und deswegen macht er sich mit seinen grenzdebilen Imbissbudenfreunden auf eine Aufreißtour in eine Telefonbar. Das wäre an sich noch nicht grauenhaft genug, doch rotiert gleichzeitig Lauren Hutton, Ex-Model und allmählich in den Jahren in ihrer Holzkiste, weil sie als Gräfin vor dem nächsten Halloween (diese Konstruktion!) dringend dreimal ein Jungmännchen ansaugen muss, damit ihr Mascara nicht abblättert, womit sie aber deutlich in der falschen Stadt gelandet ist. Ihr Kammerdiener ist good old Cleavon Little, der einstmals den schwarzen Sheriff in "Der wilde, wilde Westen" von Mel Brooks gab und hier als tuntiger Vampirdiener gar unterirdisch rüberkommt. Was folgt, ist klar. Einmal beißen, zweimal beißen. Jung-Carrey trägt bald Sonnenbrille und sieht anämisch aus, nuckelt Mami den Bratensaft weg und gewinnt mit seinem neuen Look den Schulball als Vampir, wobei sein Spiegelbild inzwischen Auszeiten nimmt. An Halloween bläst die Gräfin zur Attacke, doch Jimmys Freundin ist auch nicht ohne und so schreit alles nach einer Entjungferung vor Mitternacht.
Wer jetzt dankbar fragt, warum man sich diesen mies ausgestatteten und noch blöder getexteten Schrott antun muss, kann beruhigt werden. Erstmal ist der Einfluss von 80er-Jahre-Rocksongs der plakativen (und teilweise ohrwurmhaften) Art geradezu inflationär, womit der Film gut rüberbringt, was so gnadenlos schräg an dieser Dekade war. Und dann ist da natürlich noch Carrey, der hier acht Jahre vor "Ace Ventura" in einer frühen Form schon all die Mimik zeigt, für die er später berühmt und reich werden sollte. Als Teenie bleibt er blass, doch unter vampirischen Einfluss ist sein Talent schon deutlich zu erkennen. Geradezu sensationell allerdings das Tanz-Duell, dass die Gräfin und seine Freundin mit ihm auf dem Schulball aufführen, teilweise atemberaubend getanzt, bietet Carrey eine kurze, aber wunderbar exakte Michael-Jackson-Tanzparodie, die man gesehen haben sollte. Trashfans sind sowieso heimisch.
Unter dem Strich ein Film, der vermutlich niemandem weitergeholfen hat - aber trotzdem ein schräges, wenn auch qualitativ minderwertiges Denkmal aus einer Zeit als die Stars "Flash and the Pan", Rick Springfield und Nik Kershaw hießen.

Leider ist die DVD-Veröffentlichung technisch gesehen alles andere als ansprechend und weder Bild, Ton noch die fehlenden Extras wissen zu gefallen und machen die ohnehin schon schwache Vampir-Klamotte nicht erträglicher.



Bilder der DVD




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