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AUS 1984
Originaltitel:Razorback
Länge:88:21 Minuten (gekürzt)
Freigabe:ab 16 Jahre
Regie:Russell Mulcahy
Buch:Peter Brennan, Everett De Roche
Kamera:Dean Semler
Musik:Iva Davies
SFX:Chris Murray
Darsteller:Gregory Harrison, Arkie Whiteley, Bill Kerr, Chris Haywood, David Argue, Judy Morris, John Howard, John Ewart, Don Smith, Mervyn Drake, Redmond Phillips, Alan Becher, Peter Schwarz, Beth Child
Vertrieb:e-m-s
Norm:PAL
Regionalcode:2



Inhalt
Ein gigantisches Wildschwein terrorisiert eine kleine Ortschaft in der endlosen Wüste Australiens. Das erste Opfer ist ein kleiner Junge. Er wird von dem Koloss nachts verschleppt. Einziger Zeuge des Wahnsinns ist der Großvater, dem jedoch vor Gericht niemand glaubt. Zwei Jahre später will eine amerikanische Reporterin über illegale Kängurujagd berichten. Sie stößt dabei nicht nur auf den Widerstand von Einheimischen, sondern auch auf die todbringende Kreatur.

Bild
Format2.35:1 (anamorph)
NormPAL
 Das Format des Filmes stimmt, die Farben sind selbst in dunklen Szenen noch sehr kräftig und der Kontrast ist ebenfalls mehr als ausreichend, so dass dunkle Szenen eigentlich immer bestens erkennbar sind. Für einen Film der frühen 80er kann man also damit schon sehr zufrieden sein, denn auch Kratzer sind selten und das hin und wieder kräftigere Rauschen durchaus ertragbar. Das alles hätte für eine gute Wertung gereicht, beim Punkt Schärfe stürzt der Eindruck aber jäh ein. Helle Aufnahmen sind noch ganz angenehm, aber schon hier sind die Bemühungen, das Bild wieder plastisch zu gestalten, in Form von überzeichneten Kanten und undeutlichen Details sichtbar. Mit den stehenden Rauschmustern macht das oft einen leicht schwammigen Eindruck. Die Kompression dafür arbeitet ordentlich.
 +++---

Ton
FormateDolby Digital 2.0
SpracheDeutsch, Englisch
Untertitel-
 Der englische, gut verständliche Ton ist wenigstens noch in Stereo gehalten, im Deutschen muss man sich da mit einem doppelt aufgespielten Monoton begnügen. Die Qualität ist fragwürdig, weil durch den dumpfen Charakter ein fast schon dröhnendes Lautbild entsteht, bei dem die Dialoge zu dick klingen und so fast alles überstimmen. Es fehlt deutlich an Klarheit wegen ausbleibender Hochtonwiedergabe und das Rauschen des Windes scheint blechern zu verzerren. Die DVD muss auch ohne Untertitel auskommen.
 ++----

Extras
Extras
  • Bio- und Filmografie zu Russell Mulcahy (7 Seiten)
  • originaltrailer (2:13 Min.)
  • Weitere DVDs:
    • R-Point (1:49 Min.)
    • Tales From The Darkside (2:03 Min.)
    • The Last Tunnel (1:19 Min.)
    • The Lost Battalion (3:06 Min.)
    • Rats (1:42 Min.)
    • Shark Hunter (1:37 Min.)
VerpackungKeepCase
 Zwar nur wenig, aber immerhin etwas: Der Trailer zum Film ist drauf und eine Biografie des Regisseurs Mulcahy mit anschließender Filmografie. Natürlich wird uns auch eine 6teilige Trailershow geboten.
 +-----

Fazit
"Highlander"-Regisseur Russell Mulcahy zeigt mit seinem früh entstandenen Outback-Tierhorror "Razorback", dass es keines besonders eng gefassten Genres Bedarf, um Atmosphäre und Gefallen beim Zuschauer auszulösen. Inhaltlich wildert die aufs Wesentlichste konzentrierte Produktion in den damals noch nicht erkundeten Gefilden eines "Der Geist und die Dunkelheit" und addiert die blutig-rohe Hillbilly-Komponente eines Interner Link"Texas Chainsaw Massacre 2", ohne dessen splattrig-überdrehten Humor aufzubereiten. Bei dem erst gar nicht abzusehenden Nebenstrang um äußerst brutal vorgehende Kängurujäger, die ihre erbärmliche Existenz eigentlich nur mit Fraß aus Innereien und immerwährenden Zügen aus der Flasche Selbstgebrannten am Leben erhalten, dreht sich einen sicherlich eher der Magen um als beim Anblick des riesigen mechanischen Wildschweins, welches doch lieber in der Silhouette abgebildet wird, weil es dann beeindruckendere Wirkung entfaltet als während einer direkten Konfrontation, von denen es gegen Ende zuhauf gibt. Mulcahy weiß uns nicht nur mit der eklig modrigen, völlig versifften Fleischfabrik und den überall aufgehängten, gehäuteten Kadavern zu ekeln, sondern entwickelt immer mehr einen Blick für extrem aufreizend ausgeleuchtete Sets in der Nacht, die zwischen gotischer Schauermär und surrealer Traumebene angeordnet sind und in meinen Augen die eigentliche Stärke des Filmes sind. Unser Held darf erst eine Nacht in der Wildnis erleben, wird von einer Horde Wildschweine gehetzt, steht schließlich entfernt, aber längst nicht sicher dem Monstrum gegenüber und irrt am nächsten Tag durch die Einöde. Da er der prasselnden Sonne ausgesetzt ist, beginnt uns seine Phantasie in einige wirklich wirre und aufregende Szenen zu verwickeln. Ein Vergleich mit der Optik eines Argento ist sicherlich nicht von der Hand zu weisen. Davor und danach ist "Razorback" ein handwerklich guter, sicherlich aber nicht allzu hervorstechender Tierhorrorfilm um die Riesensau, der ähnlich eines Interner Link"Mad Max" die Stimmung durch kurze Gewaltspitzen und die Gewissheit, man befindet sich ganz auf sich gestellt im Niemandsland, hoch hält. Damit wird dieser leicht geskriptete B-Movie sicherlich nicht zur Legende, kann den Genre-Freund aber bestimmt in seinen Bann schlagen.
Von der deutschen DVD sollte man tunlichst die Finger lassen, denn diese ist abermals gekürzt und zwar an Stellen, die selbst Filmfremden auffallen müssen. So ist der Ansatz der Vergewaltigung der Reporterin durch die Rednecks sehr plump aus dem Film entfernt worden und auch später scheint es einige male so, als ob uns hier blutige Details erspart bleiben würden, die einfach zu solch einem Film dazugehören. Sehr schade für den Film!



Bilder der DVD




Druckbare Version
Razorback - Kampfkoloss der Hölle (2 DVD Uncut Special Edition)
News"Razorback" - ungekürzte Special Edition
Razorback - Kampfkoloss der Hölle
IMDb.com OFDb.de



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