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USA 1987
Originaltitel:Psychos in Love
Länge:82:37 Minuten (ungekürzt)
Freigabe:ungeprüft
Regie:Gorman Bechard
Buch:Gorman Bechard, Carmine Capobianco
Kamera:Gorman Bechard
Musik:Carmine Capobianco
SFX:Jennifer Aspinall, Matt Brooks, Carmine Capobianco, Shaun Cashman, Tom Molinelli u.a.
Darsteller:Carmine Capobianco, Debi Thibeault, Cecelia Wilde, Patti Chambers, Frank Stewart, Carla Bragoli, Carrie Gordon, Robert Suttile,Lum Chang Pang, Danny Noyes, Herb Klinger, Wally Gribauskas, Peach Gribauskas, Frank Christopher, LeeAnne Baker
Vertrieb:CMV-Laservision
Norm:PAL
Regionalcode:0



Inhalt
Serienkiller Joe, Inhaber einer Striptease-Bar, trifft die Serienkillerin und Kosmetikerin Kate. Beide finden schnell heraus, dass sie sehr viel gemeinsam haben - vor allem das Morden. Sie verlieben sich und sind eine glückliche Familie, die zusammen meuchelt, was das Zeug hält. Bis sie eines Tages auf Herman den Klempner treffen, der nebenbei noch Kannibale ist.

Bild
Format1.33:1 (Vollbild)
NormPAL
 Am Anfang ist der Verschmutzungsgrad des Filmes unglaublich hoch. Es hagelt förmlich schwarze Kratzer und Dropouts. Später scheint das Vollbild bedeutend sauberer, aber es gibt immer wieder deutliche Rückfälle. Irgendwo schade, denn ansonsten ist das Bild ganz brauchbar. Man würde es wegen der etwas zu dunklen Farben und des billigen Looks wahrscheinlich auf die 60er bzw. 70er zurückdatieren, sowas bleibt bei Lowest Budget-Klamotten aber nicht aus. Das Bild ist insgesamt weich, aber nicht zu matschig. Man sieht kein Rauschen und hat nicht mal das Gefühl, dass hier wieder eine US-DVD zur Vorlage genommen wurde, die sonst für Kompressionsartefakte en masse und Ghosting sorgte. Die Kompression ist sogar sehr ordentlich geraten. Da gegen Ende hin die Szenen mit kräftigeren Farben und weniger Verschmutzungen überwiegen, gibt es noch 3 Punkte. Aber bitte nicht eine Columbia-DVD zum Vergleich ranziehen, wenn es um die Bewertung geht, da hält diese DVD garantiert nicht stand.
 +++---

Ton
FormateDolby Digital 2.0
SpracheEnglisch
UntertitelDeutsch
 Wie schon auf der Hülle erwähnt gibt es nur englischen Ton und dazu optionale deutsche Untertitel, die manchmal offensichtliche Übersetzungsfehler enthalten, ansonsten aber ganz gut passen. Mit der Qualität des Mono ähnlichen Tons ist es nicht weit her, zu viele Kratz- und Ploppgeräusche kommen vor und die Sprache ist nicht allzu deutlich. Klingt also ziemlich nach dumpfer Kelleraufnahme, es ist aber nicht so, dass man die Dialoge nicht mehr verstehen könnte. Auch die Musik verkratzt nicht so sehr, leidet aber ebenfalls unter dem ausdruckslosen Klang.
 ++----

Extras
Extras
  • Audiokommentar
  • Trailer (1:41 Min.)
  • Making Of (13:02 Min.)
  • Bildergalerie (10:40 Min.)
  • Rohschnittfassung (90:26 Min.)
  • Alternativer Titelvorspann (1:14 Min.)
  • Kurzfilm: The Only Take (2:28 Min.)
  • Biografien:
    • Gorman Bechard (2 Seiten)
    • Carmine Capobianco (2 Seiten)
  • Weitere Titel:
    • Cleaner (1:21 Min.)
    • Lord Of The Undead (2:07 Min.)
VerpackungKleine Hartbox
 Das einfache aber effektive Menu rekrutiert sich mit Sounds aus dem Film und baut sich ähnlich der DVDs der Herrschel Gordon Lewis-Collection auf. Zwar hat man eine ganze Menge Bonusmaterial für die DVD in der schicken kleinen Buchbox angesammelt, aber nichts davon übersetzt oder zumindest deutsch untertitelt. Wer also kein Englisch kann, steht ziemlich im Regen und kann sich höchstens die umfangreiche, animierte Bildergalerie und die zwei zusätzlichen Trailer anschauen. Dabei verpasst man einen spaßigen Audiokommentar mit dem Regisseur und seinem Hauptdarsteller, bei dem sich beide herrlich amüsieren und fröhlich über ihr frühes Werk und die anderen Darsteller ablästern. Macht Spaß zuzuhören! Auch ein Making Of, damals schon entstand, ist dabei, aber nicht mehr im besten Zustand. Hier sind Szenen aus dem Film ebenso wie Interviews und Behind-The-Scenes-Material vertreten, wobei ich nicht gedacht hätte, dass dies tatsächlich existiert, geschweige denn sich jemand findet, dies zu einem viertelstündigen Featurette zusammenzuschneiden. Auch die Rohschnittfassung ist auf DVD vertreten, wobei ich mich weniger mit dieser beschäftigt habe. Natürlich gibt es auch einen Trailer und ebenso einen alternativen Vorspann, der aber nur Texteinblendung der Stabangaben enthält. Zuletzt kann man sich noch einen Kurzfilm anschauen, bei dem man sich an einem Set befindet und die Aufnahme der aktuellen Szene ziemlich in die Hose geht, oder aber die zwei kurzen Biografien durchlesen. Alles ganz schön, wegen fehlender Eindeutschung aber mit Punktabzug.
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Fazit
"Psychos In Love" ist eine wirklich sehenswerte Slasher-Comedy, aufbauend auf der verrückten Idee, dass sich zwei gleichgesinnte Triebtäter finden, lieben lernen und eine schwierige Beziehung durchleben. Das führt zu seltsamen Unterhaltungen wie dem gegenseitigen euphorischen Schildern der Taten, Diskussion über Entsorgung von Leichen und später sogar zur gemeinsamen Teilnahme am völlig verrückten Hobby, Fremde in die eigene Wohnung zu locken und sie dort zu meucheln. Das Schöne an "Psychos In Love" ist, dass es eine komplette Parodie geworden ist, die sich selbst herzlich wenig ernst nimmt, in mehreren Szenen sogar die Schwierigkeiten des Filmemachens und die Crew ins Geschehen mit einbezieht und Genre-Gepflogenheit bis aufs Letzte durch den Kakao zieht. Wo sonst kehrt das Opfer fünf mal totgeglaubt mit Racheansinnen zurück und wird wieder und wieder getötet (mit Messer, Schnaps, Bratpfanne und zuletzt sogar Schrotflinte)? Der Film etabliert nach und nach eine Menge Eigenheiten und Running Gags wie die Abneigung gegenüber Weintrauben oder der Nebenplot des Klempners, der seine Opfer zurechtmacht und dann verspeist. Eindringlich wird all dies immer wieder wiederholt, aber bewusst zur Karikatur und weniger aus Materialmangel. So bekommt man zu Beginn gleich zweimal die selbe 1:1-Interner Link"Psycho"-Duschszene gezeigt - glaubt man zumindest, nur eben mit zwei unterschiedlichen Opfern und unterschiedlichem Ausgang. Der großartigste Moment des sehr trashigen, billigen und gleichwegs einzigartigen Werks dürfte wohl sein, wenn die beiden Hauptdarsteller mehr schlecht als recht das Titelstück anstimmen und als verliebtes Pärchen herumtollen - der komplette Wahnsinn! Erzählt wird dokumentarisch durch die beiden Titelfiguren, was die ohnehin überspitzten Situationen nur noch grotesker wirken lässt. So richtig gorig wird es zwar nicht, Interner Link"Blood Feast"-Ansätze (Pappgliedmaßen) und Blutpumpeneinsätze setzen aber ein Verständnis für freakige Filme voraus. Mir hat der bitterböse Humor, die schrille Grundidee, die völlig neben der Spur laufende Musik und letztlich die Umsetzung, die zwar in den Tiefen des No Budget-Films gefangen ist, aber was Interessantes draus zaubert, bestens gefallen. Wohl eine Spaßproduktion durch und durch, die bestens in die Trash Collection passt. Anzumerken sei auch, dass Gorman Bechard Regieleistung seiner Zeit in der Hinsicht voraus war, dass 1987 die Horror-Parodien doch noch etwas spärlich gesät waren und deswegen hier alles ganz locker und unbefangen zugeht.



Bilder der DVD




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