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FR, USA 1994
Originaltitel:Léon
Alternativtitel:Leon
aka. Cleaner, The
aka. Professional, The
aka. Leon - Der Profi
Länge:127:30 Minuten (ungekürzt)
Freigabe:ab 16 Jahre
Regie:Luc Besson
Buch:Luc Besson
Kamera:Thierry Arbogast
Musik:Eric Serra
SFX:Al Griswold
Darsteller:Jean Reno, Natalie Portman, Gary Oldman, Danny Aiello, Peter Appel, Willi One Blood, Don Creech, Michael Badalucco, Keith A. Glascoe, Randolph Scott, Ellen Greene, Elizabeth Regen, Carl J. Matusovich, Frank Senger, Lucius Wyatt Cherokee, George Martin
Vertrieb:Kinowelt
Norm:PAL
Regionalcode:2



Inhalt
Léon (Jean Reno) ist ein zurückgezogen lebender Profikiller, der seine Aufträge mit unglaublicher Präzision erledigt. Eines Tages wird in seiner Nachbarwohnung eine ganze Familie von korrupten Polizisten, unter ihnen der fiese Stansfield (Gary Oldman), ausgelöscht. Nur die kleine Mathilda (Natalie Portman) kann entkommen und landet unfreiwillig bei Léon. Langsam entwickelt sich Freundschaft zwischen den beiden und Mathilda kennt nur ein Ziel: Rache für ihren kleinen Bruder. Zu diesem Zweck lässt sie sich von Léon zum Killer ausbilden ...

Bild
Format2.35:1 (anamorph)
NormPAL
 Kinowelt bringt den Film mit dieser DVD endlich im Originalformat heraus und macht damit die alte DVD in 1.78:1 ziemlich überflüssig. Die Vorlage, die eigentlich für so ziemlich jede Neuauflage des Films im Ausland verwendet wurde und die grundlegend sauber und ordentlich aussieht, macht einen deutlich besseren Eindruck als die alte VCL-DVD. Wobei man sicherlich noch etwas mehr hätte erreichen können, wenn man das Rauschen nicht bis aufs Letzte weggefiltert hätte. Zwar schön, dass das Bild nun keine unnötige Partikelbewegung mehr zeigt, dafür senkt sich aber auch die Detailschärfe, so dass die DVD letztlich doch ein wenig hinter den hohen Erwartungen zurückbleibt. Dabei ist aber auch immer ein wenig von der jeweiligen Szene abhängig, wie gut das Bild jeweils ist, denn an einigen Stellen sind die Details einfach zu schwach ausgeprägt. Z.B. ist das Attentatstraining auf den Dächern über der Stadt nur dank Nachschärfung inkl. sichtbarer Heiligenscheine so gut konturiert. Trotz allem ist das Ergebnis aber doch noch gut, schließlich sind Farben und Kontrast gut ausgearbeitet und die Kompression arbeitet verdeckt.
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Ton
FormateDolby Digital 5.1 (Deu, En), DTS 5.1 (En)
SpracheDeutsch, Englisch
UntertitelDeutsch
 Die Dolby Digital 5.1-Version entsteht zwar aus einem Upmix, den man aber doch ganz gut hinbekommen hat. Das Fundament des Klanges ist der wuchtige Score, der auch für den Raumklang sorgt und insgesamt eine präzise Akustik aufbaut. Man hat auch ein paar Effekte eingebaut, die den Klang auffrischen, die man mit ein wenig Aufmerksamkeit aber auch heraushören kann, obwohl sie durchaus passend integriert worden. Ein wenig steht der Qualität an sich die deutsche Synchro im Wege, denn der schon etwas ältere Kinoton ist nicht mehr ganz so klar. Besonders in der zweiten Filmhälfte dämpft sich die Akustik, die Stimmen werden unsauberer und der Ton ist dann nur noch knapp über Durchschnitt. Im Englischen, der die ganze Zeit etwas heller ertönt und noch eine etwas voluminösere DTS-Spur hat, bleibt der Ton konstant auf hohem Niveau und ist mit den Surround-Fähigkeiten in etwa vergleichbar. Wer möchte, hat hierfür deutsche Untertitel, die vom deutsch Gesprochenen immer wieder abweichen. Für eine kurze Szene existiert keine deutsche Synchro, weswegen sich hier automatisch der Originalton mit deutschen Untertitel einschaltet. Trotz der schlechteren zweiten Hälfte noch 4 Punkte.
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Extras
Extras
  • 20seitiges Booklet
Film-DVD
  • Facts Track
  • Isolierter Score
  • Trailer dt. (1:33 Min.)
  • Trailer engl. (2:44 Min.)
Bonus-DVD
  • Leon - A Ten Year Retrospective (25:09 Min.)
  • Jean Reno - The Road To Leon (12:24 Min.)
  • Natalie Portman - Starting Young (13:49 Min.)
  • Filmografien:
    • Luc Besson (4 Seiten)
    • Jean Reno (5 Seiten)
    • Natalie Portman (4 Seiten)
    • Gary Oldman (5 Seiten)
    • Danny Aiello (4 Seiten)
  • Internationale Werbekampagne (13 Bilder)
  • Fotogalerie (45 Seiten)
  • Weitere Trailer:
    • True Lies (1:27 Min.)
    • Jaguar (1:59 Min.)
    • Saw (1:54 Min.)
    • Million Dollar Baby (2:22 Min.)
    • The Football Factory (1:43 Min.)
    • Control (1:58 Min.)
    • Nikita (1:38 Min.)
    • Utopia (1:48 Min.)
    • Mr. und Mrs. Smith (1:19 Min.)
VerpackungSteelbook
 Wenn es eins gibt, was die Fans zur Zeit richtig aus der Reserve lockt, dann sind es Steelbooks. Als ob sich nach der Hartbox die nächste Evolutionsstufe in Sachen aufwendiger Verpackung herauskristallisierte hätte, ist der Beliebtheitsgrad dieser metallischen Verpackungen grad enorm. Die Box von Kinowelt ist in matt lackiertem Metall außen und einem edel verarbeiteten Plastik-Tray innen gefasst. Im Innenteil der Hülle gibt es auch noch ein 20seitiges Booklet mit Informationen zum damaligen Dreh, zu den Darstellern und natürlich Linernotes von Luc Besson, der darin auf die Bedeutung der erweiterten Fassung eingeht.
Auf der Film-DVD bekommen wir zwar keinen Audiokommentar geboten, dafür aber den sehr interessanten Facts Track, der als Untertitel Wissenswertes zum Film einblendet, und die ausgegliederte Filmmusik, wobei diese leider nur in Dolby Digital 2.0 drauf ist. Außerdem sind hier noch der deutsche Trailer (im falschen Bildformat) und der englische Trailer vertreten.
Mehr Extras dann auf der Bonus-DVD: Gestartet wird mit drei Features. In der Retrospektive kommen verschiedenste Mitwirkende zusammen und erzählen über die damaligen Drehs und während der zwei Darsteller-Specials zu Reno und Portman bekommt jeder von ihnen eine kleine, filmische Biografie mit allerlei Aufnahmen aus der damaligen Zeit, u.a. Alternativmaterial oder Casting-Aufnahmen. Noch ein wenig mehr Informationen bekommt man in den fünf mitgelieferten Bio- und Filmografien, wobei die Biografie mit nur einer Seite sehr kurz ausgefallen ist. Zuletzt enthält die DVD neben 9 Trailern noch eine Galerie mit Plakatmotiven aus 13 verschiedenen Ländern und eine umfangreiche Galerie mit Stills.
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Fazit
Wer ein zweistündiges Actionfeuerwerk erwartet, ist hier sicher falsch. "Léon" ist ein ungewohnt tiefgehender und ansprechender Thriller. Von der ersten Minute an wird man förmlich ins Geschehen hineingezogen. Der Film beginnt mit einem Auftrag Léons. Schon hier werden seine Fähigkeiten und seine Coolness deutlich. Anschließend geht es recht schnell über zum Massaker an Mathildas Familie, welches ziemlich schockierend wirkt. Die Kaltblütigkeit, mit der die Killer vorgehen, ist schon angsterregend, nicht einmal ein kleiner Junge wird verschont. Die Hinrichtung von Mathildas Vater ist dann die gewalttätigste Szene im ganzen Film und geht durch die Brutalität Stanfields ganz schön an die Nieren.
Doch gleich darauf wird der Film ruhiger und offenbart damit auch seine wahren Stärken. Fast eine Stunde gibt es nun gar keine Action mehr, trotzdem schaffte es Luc Besson die Spannung aufrechtzuerhalten. Immer wieder gibt es auch Witziges zu sehen, etwa das "Persönlichkeitenraten"-Spiel und andere Sachen, welche Léon und Mathilda näher zusammenrücken lassen. Allein durch die interessante Thematik "kleines Mädchen trifft Auftragskiller und wird von diesem ausgebildet" ist Langeweile ein Fremdwort. Der Einblick in das Leben eines Profikillers ist in "Léon" sehr intim und wirkt auch recht realistisch, man hat das Gefühl, nach dem Film wirklich mehr über diesen Beruf zu wissen.
Auf was das Ganze hinausläuft, lässt sich schon ahnen, allerdings rechnet man nicht damit, wie perfekt inszeniert und tragisch das Ende wirklich sein wird. Nach ein paar coolen Shootouts, in denen Léon durch gewiefte Tricks immer wieder die Oberhand behält, geht der Film seinem Finale entgegen, das für Mainstream-Gewohnte ganz und gar nicht zufriedenstellend verläuft. Von einem Happy End keine Spur, sogar den abgebrühtesten Filmfreaks werden Tränen in den Augen stehen, wenn Stings Song "Shape of my Heart" im Abspann erklingt.
Dieser Film machte Jean Reno auch in Hollywood endgültig zu einem Topstar. Allerdings war er danach nie mehr so cool wie in der Rolle des Léon, welche ihm wie auf den Leib geschneidert zu sein scheint. Natalie Portmans Stern ging ebenfalls hier auf. Heute, eine der Großen, damals noch eine unbekannte, ganz junge Schauspielerin, die durch ihre natürliche Art auf sich aufmerksam machte. Alle Achtung, was für ein Leistung hier sie trotz ihres jungen Alters brachte. Außerdem gibt es noch zwei bekannte Gesichter zu sehen: Gary Oldman als herrlich fieser und schleimiger Oberbösewicht und Danny Aiello als Léons Chef und Vertrauensperson.

Diesen Film muss man auf jeden Fall gesehen haben. Fernab aller Profikiller-Klischees drehte Luc Besson einen gefühlvollen und spannungsgeladenen Thriller mit großartigen Darstellern, der das Zeug zum Klassiker hat.



Bilder der DVD




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Leon - Der Profi
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