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JP 1973
Originaltitel:Furyô anego den: Inoshika Ochô
Alternativtitel:Sex And Fury
Länge:88:30 Minuten (ungekürzt)
Freigabe:R-Rated
Regie:Norifumi Suzuki
Buch:Tarô Bonten, Masahiro Kakefuda, Norifumi Suzuki
Kamera:Motoya Washyo
Musik:Ichirô Araki
Darsteller:Reiko Ike, Christina Lindberg, Akemi Negishi, Ryôko Ema, Yôko Hori, Naomi Oka, Rena Ichinose, Hachirô Oka, Rie Saotome, Shin'ichirô Hayashi, Takashi Shirai
Vertrieb:Panik House
Norm:NTSC
Regionalcode:1



Inhalt
Als die hübsche Diebin und Glücksspielerin Ocho (Reiko Ike) einem fliehenden Attentäter Unterschlupf gewährt, beginnt sie, ihre dunkle Vergangenheit aufzurollen, denn im Kindesalter wurde ihr Vater heimtückisch von Unbekannten in ihrem Beisein ermordet, konnte ihr m Angesicht des Todes aber noch einen letzten Hinweis auf die Identität seiner Mörder geben. Sie begibt sich auf die Suche nach den Mördern und steht bald den drei Verantwortlichen gegenüber. Doch ihre Pläne werden durchkreuzt von einem geheimnisvollen europäischen Spion (Christina Lindberg), so dass sie nicht lang unentdeckt bleibt und man schon bald versucht, sie zu töten. Doch Ocho weiß die Waffen einer Frau ebenso gut zu handhaben wie ihre Klinge und schneidet sich regelrecht durch die Reihen ihrer Widersacher.

Bild
Format2.35:1 (anamorph)
NormNTSC
 Wow! In der natürlich anamorphen Abtastung des Bildes steckt eine Menge Restaurationsarbeit, die man natürlich nicht sieht (das ist ja der Sinn der Sache), aber bestens erahnen kann. Denn wer mit der üblich rassligen Videoqualität des klassischen japanischen Kinos auf DVD vertraut ist, wird hier erstmal staunen, wie klar und filigran das Bild doch ist, gleichzeitig aber rauscharm erscheint und auch keinerlei nennenswerte Verschmutzungen mehr trägt. Besonders Letzteres sorgt doch sonst immer für stark nostalgische Abwandlungen eines J-Films - um es mal vornehm auszudrücken. Davon keine Spur in der wunderschön aussehenden DVD von Panik House, die noch dazu sehr angenehme, aussagekräftige Farben vorweisen kann, die trotzdem nicht verfälscht oder zu überzogen erscheinen. Dass dabei kein Farbflackern auftritt und die Kompression keine Anzeichen von sich gibt, zeugt ebenfalls vom sehr guten Gesamteindruck. Die Schärfe ist dabei nicht immer ganz perfekt, aber auf sehr hohem Niveau, so dass Gesichter stets einen hohen Detailgrad mit sich führen und den guten Konturen gegenüber gleichwertig erscheinen. Sogar in Bewegungen, die hier keinesfalls verziehen oder Qualitätseinbußen mit sich bringen, setzt sich dies fort. Manchmal sind Teilbereiche des Bildes etwas unscharf, hier würde ich aber noch getrost von einem passenden Stilmittel sprechen, denn ganz hochgestochen soll es einfach nicht aussehen. Ein wenig weicher Schimmer verbreitet schließlich umso mehr das Flair des Filmes. Wenn auch etwas knapp, sind das 5 Punkte wert.
 +++++-

Ton
FormateDolby Digital 2.0 Mono
SpracheJapanisch
UntertitelEnglisch
 Beim Ton kann man das Alter des Materials nicht ganz so gut überdecken, aber insgesamt gibt es auch hier Positives zu berichten. Man entgeht der Schande einer selbst im Englischen meist bescheidenen Synchro, indem man diese gar nicht erst auf die DVD bringt, vielleicht weil sie gar nicht existiert. Die englischen Untertitel in Kombination mit dem japanischen Originalton sind dafür eine passable Angelegenheit, da selbst die Credits übersetzt werden und man das Gefühl vermittelt bekommt, wirklich die Übersetzung der Originaldialoge zu erhalten. Während der Musik ist das Klangbild weitestgehend klar, die Dialoge verhalten sich aber spitz und zischen leise. Trotz zu dünnem Klang bekommt man für diesen Bereich (japanische Sexploitation Baujahr 1973) aber immer noch einen überdurchschnittlichen Klang geboten. Man merkt hier auch, dass ein wenig bereinigt wurde, denn mit den Stimmen setzen hintergründig Störgeräusche ein, die während Sprechpausen urplötzlich versiegen. Grobe Ausfälle konnte ich nicht verzeichnen und im Schnitt ist der Ton doch sehr ordentlich.
 ++----

Extras
Extras
  • Durchsichtiger Schuber
  • Aufkleber
  • Audiokommentar
  • Original Theatrical Trailer (3:15 min.)
  • Poster & Still Galleries:
    • Promotional Art (2 Bilder)
    • Production Stills (10 Bilder)
  • Director & Star Bios:
    • Norifumi Suzuki (7 Seiten)
    • Reiko Ike (5 Seiten)
    • Christian Lindberg (7 Seiten)
  • Production Notes (8 Seiten)
  • Toei's Bad Girl Cinema (6 Seiten)
  • Hidden Feature
 Eine überzeugende DVD-Veröffentlichung beginnt bereits mit der Verpackung, die in diesem Fall etwas ganz Besonderes geworden ist: Die ersten 10000 Stück der Auflage werden im durchsichtigen Amaray geliefert, das von einem farbig bedruckten, durchsichtigen Folienschuber umhüllt ist. Gefällt mir sehr! Innerhalb der Hülle liegt dann noch ein Aufkleber bereit, der das Covermotiv zeigt und ebenfalls chic aussieht. Der Audiokommentar mag wegen der sehr zerbrechlichen Stimme von Chris D., der nach Angaben der DVD gerade ein Buch über den japanischen Film veröffentlicht hat, nicht gerade das unterhaltsamste Feature der DVD sein, er kann dem Geschehen von Zeit zu Zeit aber durch seine Ausführungen einige interessante Details hinzufügen, die nur ein echter Fan weiß. Vergleichbar ist dieser Kommentar mit denen einiger Hong Kong Legends-DVDs nur dass Chris D. wesentlich seltener Dinge anspricht. Fraglich ist nur, warum man nie seinen kompletten Nachnamen mitbekommt. Auch das Essay über das überschaubare Subgenre des "pinky violence", also den sehr brutalen, aber auch freizügigen japanischen Thrillern mit vornehmlich weiblichen Hauptdarstellern, stammt von ihm und ist ein wirklich guter Einstieg in das Thema, denn anders als bei vielen anderen Specials auf Texttafeln wurde hier relativ viel Text pro Seite untergebracht und im Hintergrund wurden verschiedene Motive wie Cover und Fotos untergebracht. Mehr davon, wenn auch nicht wirklich viel, gibt es unter den zwei Bildergalerien zu bestaunen. Auch die ausführlichen Filmo- und Biografien und die Produktionsnotizen sind sowohl optisch als auch inhaltlich ansprechend aufbereit und beweisen echte Fan-Arbeit. Insgesamt vielleicht nicht die riesige Auswahl an Bonus, vor allem weil Featurettes fehlen, dafür aber durch sehr gut selbst produzierte Extras jede Minute Aufmerksamkeit wert!
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Fazit
Wunderschön photographierter, mit grandioser Musik unterlegter Bilderrausch um Reiko Ike, die 20 Jahre nach dem brutalen Mord an ihrem Vater Jagd auf dessen Mörder macht. Und der Titel ist in diesem Sexploitation-Meisterwerk von 1973 Programm: viel Sex aber ebenso viel Fury. Schon in den ersten fünfzehn Minuten kommt man aus dem Staunen nicht mehr heraus, als Reiko völlig nackt im Schee mit einem knappen dutzend Männer kämpft und sie alle niedermetzelt! Eine Hand wird abgetrennt, eine Blutfontäne spritzt aus einem durchtrennten Hals, und mittendrin Reiko mit Schwert, nackt wie Gott sie schuf. Und sie hat eine Mordsausstrahlung! Wie gesagt, nach fünfzehn Minuten kam ich schon zum Ergebnis, dass es sich hier um einen absoluten Klassiker handelt. Und da war die atemberaubende Christina Lindberg (Interner Link"Thriller - A Cruel Picture" aka. "They Call Her One Eye") noch gar nicht mit dabei. Sie steigt erst später ins Geschehen ein, welches in einem tollen, blutdurchtränkten, kompromisslosen Showdown endet. Der Beginn eines Stückes des wunderbaren Scores erinnert übrigens verdächtig an ein Stück aus Q. T.s Interner Link"Kill Bill", was sicher kein Zufall ist. Es gibt auch sonst noch ein paar Gemeinsamkeiten. Wer den Film noch nicht sein Eigen nennen darf, dem kann ich nur raten, rasch den Online-Händler seines Vertrauens zwecks dieser superben DVD zu kontaktieren ...
Aber Achtung: So eine Überdosis aus Sex & Gewalt kann eine nicht wieder gut zu machende Auswirkung auf unverdorbene Gemüter haben. Obwohl ich mir schlimmere Dinge vorstellen kann, als von Christina Lindberg ausgepeitscht zu werden ...



Bilder der DVD




Druckbare Version
Female Yakuza Tale (The Pinky Violence Collection)
Sex & Fury (The Pinky Violence Collection)
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