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JP 2002
Originaltitel:Drive
Länge:100:52 Minuten (ungekürzt)
Freigabe:ab 16 Jahre
Regie:Hiroyuki Tanaka
Buch:Hiroyuki Tanaka
Kamera:Kazuto Sato
Musik:Toshihide Bando, Yasuhisa Murase
Darsteller:Shin'ichi Tsutsumi, Ren Osugi, Kou Shibasaki, Masanobu Ando, Toshio Kakei, Susumu Terajima, Yasuko Matsuyuki, Kanji Tsuda
Vertrieb:I-On
Norm:PAL
Regionalcode:0



Inhalt
Asakura ist ein gestresster Angestellter, der weder eine glückliche Vergangenheit noch eine verheißungsvolle Gegenwart besitzt. Doch sein Leben ändert sich schlagartig, als drei maskierte Gangster sein Auto kapern, deren Fluchtwagenfahrer sich mit der Beute aus dem Staub gemacht hat. So zwingt man den überkorrekten und nichts aus der Ruhe zu bringenden Asakura zu einer Verfolgungsjagd - unter Beachtung sämtlicher Verkehrsregeln. Als plötzlich ein weiterer Gauner auftaucht und die Bande erpressen will, nehmen die Dinge endgültig ihren schicksalhaften Lauf - und Asakura ist wohl oder übel mit von der Partie ...

Bild
Format1.85:1 (anamorph)
NormPAL
 Das ziemlich starke Rauschen dürfte das auffälligste am Bild sein und vielleicht auch der störendste Faktor. Ansonsten kann man aber auch nicht von einem guten Bild sprechen, denn allen Bereichen fehlt es Qualität. Die Schärfe ist, stellt man keine höheren Ansprüche, ganz in Ordnung, aber nicht vergleichbar aktuellen Produktionen, die weitaus detaillierter sind, weil Feinheiten hierbei etwas untergehen und auch keine gute Abgrenzung der Konturen vorgenommen wurde. Die Farben sind durch zu dunkle Bilder ohnehin nicht besonders ausgeprägt, etwas mehr Intensität wäre bei den nächtlich blassen Szenen also angebracht. Zumal der Kontrast dunkle Szenen nicht wirklich toll herausarbeitet. Damit reiht sich auch "Drive" in die Reihe der mittelmäßigen, aber nicht überzeugenden DVD-Umsetzungen japanischer Filme ein.
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Ton
FormateDolby Digital 5.1
SpracheDeutsch, Japanisch
UntertitelDeutsch
 Im Bereich des Raumklangs nehmen sich die beiden Tonspuren nicht viel. Man kreiert eigentlich einen akzeptablen Klang, kann auch die Rear Speaker mit einbeziehen und ein paar Effekte platzieren, aber bitte nichts Großartiges dabei erwarten! Zumindest lassen die hinteren Lautsprecher etwas mehr von sich hören als ein simpler Stereo-Upmix. Bei den Stimmen gefällt mir die Originalversion besser, die unter den Dialogen die Hintergrundgeräusche besser durchdringen lässt, also weniger steril ist. So klingt es dort während eines Dialogs im Auto tatsächlich so, als ob sich die Darsteller dort drin befinden würden, während die deutsche Synchro immer die gleiche Akustik und Lautstärke nutzt. Die deutschen Untertitel orientieren sich vermutlich am O-Ton, denn einige kurze Ausdrücke kommen im Deutschen gar nicht vor und jene Szene, in der einer der Gangster eine bettlägerige Frau im Krankenhaus besucht, wird einmal so übersetzt, dass sie die Ehefrau ist und einmal als Tochter.
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Extras
Extras
  • Pappschuber
  • Wendecover
  • Trailer 1 (2:00 Min.)
  • Trailer 2 (0:17 Min.)
  • Trailer 2 (0:15 Min.)
  • Making Of (12:55 Min.)
  • Interviews:
    • Ko Shibasaki (1:49 Min.)
    • Susumu Terajima (1:49 Min.)
    • Masanobu Ando (2:02 Min.)
    • Ren Osagi (2:12 Min.)
    • Toshio Kakei (1:53 Min.)
    • Suzuki Matsuo (1:11 Min.)
    • Akemi Kobayashi (1:10 Min.)
    • Hiroyuki Tanaka und Ren Osagi (10:22 Min.)
    • Ikumi Kimura (1:05 Min.)
    • Hiroyuki Tanaka (3:47 Min.)
  • Filmpremiere (4:31 Min.)
  • Trailershow:
    • Black Angel (1:08 Min.)
    • Casshern (2:03 Min.)
    • Cutie Honey (2:01 Min.)
    • Deadly Outlaw Rekka (1:23 Min.)
    • Freeze Me (2:02 Min.)
    • Hellavator (2:10 Min.)
    • Memories Of Murder (2:01 Min.)
    • No Blood No Tears (1:56 Min.)
    • Paradise Villa (1:39 Min.)
    • Save The Green Planet (2:18 Min.)
    • Sakuya: The Slayer Of Demons (2:58 Min.)
    • Six Ways To Sunday (1:57 Min.)
    • Steal It If You Can (1:54 Min.)
    • Survive Style 5+ (1:40 Min.)
    • The Happiness Of The Katakuris (2:10 Min.)
    • Triggermen (2:16 Min.)
    • Zebraman (1:37 Min.)
 Die DVD besitzt neben den für I-On fast schon üblichen Pappschuber ein zusätzliches Wendecover mit Zweitmotiv, welches mir aber genauso wenig wie das Original zusagt. Für das Menu hat man sich wieder einiges einfallen lassen und die Übergänge spritzig animiert. Neben dem Trailer und zwei kurzen Spots, die wie alle Bonusmaterialien deutsch untertitelt wurden, wird uns ein Making Of mit direkten Einblicken an den Drehort gezeigt. Wie üblich besteht dieses aus längeren Nebenaufnahmen, die während der Produktion entstanden und nicht kommentiert sind. Die zehn Interviews sind meist recht kurz, dafür aber schon sehr aufschlussreich. Zuletzt, bevor uns viele Trailer gezeigt werden, gibt es noch ein wenig Gezappel von der Premierenfeier, was sich wie gewohnt zu einer Vorstellung der Mitwirkenden nach der Vorführung entwickelt, die hier aber mal sehr lustig ausfällt.
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Fazit
"Drive", zunächst scheinbar ein charakterbasierter Gangster-Film, zeigt auf, wie innovativ sich doch eine Geschichte entwickeln kann. Zunächst glaubt man, dass der zufällige Umstand, dass der eher schüchterne Asakura in den Fängen der Bankräuber ist, die Handlung und Spannung ausmacht, irgendwie entwickelt sich aber bald alles völlig anders - eben wie auch der Coup ziemlich schief ging und die drei Gangster nun dem Geld hinterherjagen. Doch jeder der vier Männer scheint schicksalhaft durch diese Begegnung einen Neuanfang beginnen zu können. Den moralischen Zeigefinger stets hoch erhoben, trichtert man uns auf eine sehr unterhaltsame, eindringliche, aber nicht penetrante Art und Weise ein, unser Leben nicht zu vergeuden und dass Geld allein wenig wert ist. So springt nach kurzer Zeit der Kopf der Bande, der "Priester" während eines Punkkonzerts vom Quartett ab, um seiner neuen Bestimmung, mit Musik seine Botschaften zu verkünden, nachzugehen. Das Schöne an "Drive" ist, dass uns Sabu selbst die seltsamsten Szenenabläufe glaubhaft machen kann, weil uns das Absondere langsam vertraut gemacht wird - eben nicht ein Sprung ins kalte Wasser wie bei einem Takashi Miike, sondern ein gut ausgearbeitetes Konzept über die Bedeutung von Schicksal und Selbstbestimmung, das besonders durch hervorragende Darsteller, ideenreiche Umschwünge und ein wenig seichter Humor an den richtigen Stellen überzeugt, was mich von Anfang bis Ende fesseln konnte. Das Ganze wurde auf einfachem Wege auf Film gebracht, ist also nicht vergleichbar mit den optischen Orgien vieler aktueller Produktionen, dafür aber auch sehr effektiv, weil man stets sehr nah an den Figuren dran ist. Stellenweise verlässt das Skript auch die Realität, wenn beispielsweise auf einem Feld des Nachts japanische Truppen des Weltkriegs und der Kaiserzeit auftreten, die, wie eigentlich jede Szene, Unmengen an Symbolen mit sich führen. Diese lösen sich bis zum Ende auf recht leicht verständliche Art und Weise auf und egal, ob man nun die Charakterentwicklung verfolgt oder einfach nur am einfallsreichen Ablauf der Geschichte interessiert ist, man wird in jedem Fall bestens unterhalten.



Bilder der DVD




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Details zu "Final Destination 3"
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