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USA 1995
Originaltitel:Ice Cream Man
Länge:83:41 Minuten (ungekürzt)
Freigabe:R-Rated
Regie:Paul Norman
Buch:Sven Davison, David Dobkin
Kamera:Garrett Griffin
Musik:Richard Lyons
SFX:Mark Garbarino's Funhouse Make-Up Efx
Darsteller:Clint Howard, Justin Isfeld, Anndi McAfee, JoJo Adams, Mikey LeBeau, Sandahl Bergman, Andrea Evans, Steve Garvey, Olivia Hussey, Doug Llewelyn, Lee Majors II, David Naughton, Jan-Michael Vincent, David Warner, Zachary Benjamin, Karl Makinen, Tom Reilly, Steven Fiacchi, Matthew McCurley, Edwin T. Morgan, Cole S. McKay
Vertrieb:Ardustry
Norm:NTSC
Regionalcode:0



Inhalt
Das fröhliche Klingeln des Eisverkäufers verwandelt sich im friedlichen Viertel alsbald in ein unheilvolles Läuten der Totenglocken, denn Gregory Tudor (Clint Howard) liefert nicht nur die süße, kühle Speise aus, sondern vor allem Qual, Tod und Verstümmelungen. Als Zeuge des Todes seines besten Freundes, dem "Ice Cream King" in ein tiefes Trauma gerissen, das ihm eine psychiatrische Spezialbehandlung einbrachte, ist er mittlerweile zu einem wahnsinnigen Eisverkäufer herangewachsen, der mit jeder Kelle seiner kalten Süßigkeiten seinem Klientel einen grausamen Tod beschert.

Bild
Format1.33:1 (Vollbild)
NormNTSC
 Mit dem Bild kann man eigentlich zufrieden sein. Zwar ist das Vollbild etwas ungewöhnlich, dafür aber die Schärfe ohne Ausnahme gut gelungen. Kontrast und Farben sind ebenfalls ganz pässlich, hier offenbaren sich aber schon die ersten kleineren Probleme wie etwas zu dunkles Bild, daher nicht ganz frische Farben und ein etwas überleuchtetes Bild in hellen Aufnahmen, was beim zuckersüßen Thema aber teilweise angebracht ist. Ein wenig schade ist das stets präsente Rauschen und ein paar Verschmutzungen, wobei nichts davon wirklich stört. Mein Verdacht auf ein zwielichtiges Master (vielleicht Kinorolle oder auch Video) verstärkt sich aber, weil im oberen Drittel immer wieder ein horizontaler Streifen erscheint, was im späteren Verlauf sehr oft auftritt und die Punktevergabe von nur drei Punkten bestärkt. Sehen wir schließlich der Tatsache ins Auge: Die DVD ist selbst in den USA eher eine Billigauswertung und daher nicht unbedingt an aktuellen Maßstäben anzulegen.
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Ton
FormateDolby Digital 2.0
SpracheEnglisch
Untertitel-
 Der englische Ton, gleichzeitig die einzige Tonspur, ist die meiste Zeit über gut verständlich, hat dahingehend aber ein paar kleinere Probleme, weil nicht alle Szenen akustisch klar sind. Sei's drum, die Hauptursache für nur drei Punkte liegt wohl beim langweiligen Klang. Im Hintergrund säuselt die Musik etwas unbeherrscht herum, aber bereits mit Stereoeffekten wird man nicht überhäuft. So entstehen zwar keine Ausfälle, aber auch ein nur zaghaft agierender Klang, bei dem die Stimmen lauter sein dürften. Untertitel gibt es leider auch keine, die englische Sprache sollte einem also schon gut vertraut sein, denn es gibt nicht gerade wenige Dialoge.
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Extras
Extras
  • Trailer:
    • Jack Frost (1:32 Min.)
    • Blind (1:27 Min.)
    • Tattoo: A Love Story (1:58 Min.)
    • Savage Island (1:40 Min.)
    • No Return (1:13 Min.)
 Hinsichtlich Extras hat der Film gar nichts zu bieten. Selbst die fünf beigelegten Trailer sind nichts Tolles. Einzig interessant ist vielleicht noch, dass die DVD mit zwei unterschiedlichen Cover angeboten wird: Während das eine noch recht zahm aussieht, betont das andere den blutigen Anteil der Effekte am Film.
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Fazit
- "I scream, you scream, we all scream for the Ice Cream Man" (Werbezeile)

Schade, dass Clint Howard immer nur in der zweiten Reihe spielen durfte, meist als irgendeine trottelige Figur, fast schon darauf bestimmt durch seine charakteristischen Gesichtszüge. Hier bekam er die Chance, den armen Irren Cover 1Cover 2zu mimen - auf eine ganz besondere Art und Weise. Obwohl der durch ein Kindheitstrauma auf Eiscreme Fixierte Erwachsene, Kinder und Tiere in seine leckeren Geschmacksrichtungen einbaut, ist er nicht nur gefährlich, sondern auch extrem sympathisch. Wenn man ihm später noch einen kleinen Jungen zur Seite stellt, der sich für das Fach interessiert und bei den makabren Speisen mitrührt, verstärkt sich dieses Gefühl noch. Dabei ist "Ice Cream Man" gar kein reiner Horror, nur eine käsige Horror-Comedy mit einigen herben Effekten, die insgesamt auf Herschell Gordon Lewis-Verwandtschaft à la Interner Link"Blood Feast" schließen lassen und trotz einiger billiger Komponenten (Fantasy angehauchtes, Eistruck imitierendes Gebimmel von Soundtrack und die dünne Geschichte) ein Unterhaltungsgarant erster Güte ist. Unzählige Horrorschemata bekommen ihre Parodie ab, Gore-Fans kommen immer wieder mal auf ihre Kosten und der versteckte, aber rabenschwarze Humor entwickelt sich prächtig. Manche Szenen scheinen darauf abonniert zu sein, sich als Standbilder in Köpfen der Zuschauer festzusetzen: Der Eismann schält erst einen Augapfel, serviert ihn dann den völlig stupiden Polizisten, das Irrenhaus, einstiges Heim des Eismannes, ist ein Musterbeispiel für total überzogene Schrecken und Wahnsinn, bei dem Personal wie Kranke gleichfalls übergeschnappt sind, und unzählige Szenen erfreuen uns damit, wie mit abgeschlagenen Körperteilen posiert und rumgealbert wird. Und irgendwie hätte der Film trotz alledem keine Probleme, bei uns eine Freigabe ab 16 zu bekommen, denn ernste Sauereien spart man sich aus und schneidet ihn nicht nur wegen der jungen Hauptdarsteller auf eine junge Altersgruppe zu, ähnlich eines Interner Link"Critters"-Films. Für große Freude sorgt übrigens auch der bestens bekannte Cast, bestehend aus Mimen des B-Sektors, die man irgendwo schon mal gesehen hat, wenn man sich ein wenig für Filme interessiert. Unter anderem werden Jan-Michael Vincent ("Airwolf"), Sandahl Bergman (Interner Link"Conan der Barbar"), David Warner, Olivia Hussey, Tom Reilly (Interner Link"Slaughterhouse Rock") und David Naughton (Interner Link"American Werewolf") aufgefahren, aber auch die kleineren Rollen sind gut besetzt.
Die amerikanische DVD ist ziemlich schwach, nicht nur weil es kein Bonusmaterial gibt. Vielleicht kann sich ja mal ein deutsches Label entschließen, diese kleine Perle zu veröffentlichen, schließlich kann man mit bekannten Namen, einigen interessanten Artworks und einem verrückten Inhalt werben.



Bilder der DVD




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Ice Cream Man
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