Wicked-Vision-Index

Login 18er Bereich

Registrieren

Startseite und Neuigkeiten Reviews
• Filmberichte
• DVD/HD-Reviews
• Bildvergleiche
• Literatur
• Hörspiele Weitere, medienbezogene Informationen
• Hidden Features
• Schnittvergleiche
• Videocover
CAN 1995
Originaltitel:Blood & Donuts
Länge:85:17 Minuten (ungekürzt)
Freigabe:ab 16 Jahre
Regie:Holly Dale
Buch:Andrew Rai Berzins
Kamera:Paul Sarossy
Musik:Nash the Slash
SFX:Sean Sansom, Tony Chappell, Kenneth Coontz, Randy Daudlin, Michael Lennick
Darsteller:Gordon Currie, Justin Louis, Helene Clarkson, Fiona Reid, Frank Moore, Hadley Kay, David Cronenberg, J. Winston Carroll, Earl Pastko, Sam Malkin
Vertrieb:Epix
Norm:PAL
Regionalcode:2



Inhalt
Als die Menschheit den Mond betrat, legte sich Vampir Boya (Gordon Currie) unbeeindruckt in seinem Seesack zum Schlafen hin. Ein Vierteljahrhundert lang schlummert er friedlich. Doch dann weckt ihn unsanft ein verirrter Golfball. Kurz darauf stolpert Boya mitten hinein ins bunte Treiben eines 24-Stunden-Donut-Ladens: Hier schlagen sich der tumbe Taxifahrer und Stammgast Earl (Justin Louis) und die taffe Kellnerin Molly (Helene Clarkson) mit der Gang des örtlichen Mafioso herum. Welch ein Glück, dass Boya dringend was zum Beißen braucht!

Bild
Format1.33:1 (Vollbild)
NormPAL
 Der Film ist ohnehin düster, aber die Vorlage scheint alles in noch größere Schatten zu hüllen als gewünscht. So oft sind die Figuren von Dunkelheit umschlungen und sicherlich gehen so einige Details darin verloren. Die anderen zwei Probleme sind das sporadisch auftretende, feine Rauschen, das man während Nachtszenen gern übersieht, im Hellen aber sehr deutlich auftritt. Um das Bild detaillierter zu gestalten, sind viele Szenen nachgeschärft, manchmal mit deutlichen Doppelkonturen, manchmal wegen aufblitzender Details. Insgesamt ist die Schärfe guter Durchschnitt, einfach, weil zwar die Tiefenschärfe stimmt, Details aber etwas schwächer ausfallen. Die Farben hat man trotz Dunkelheit immer gut im Griff.
 +++---

Ton
FormateDolby Digital 2.0
SpracheDeutsch, Englisch
UntertitelDeutsch (nicht optional bei engl. Tonspur)
 Beide Sprachen gibt es als Stereo-Mix und mit deutschen Untertiteln, wobei sich diese beim englischen Ton nicht ausschalten lassen und eine Umschaltung der Sprache nur übers Menu funktioniert. Dort startet der Film dann auch wieder von neuem, so dass man, falls man nur mal eine kurze Stelle im original anhören möchte, umständlich zurückspringen muss an diese Stelle. Unpraktisch sowas! In normaler Lautstärke sind die deutschen Stummen etwas laut, dumpf und auch ein wenig dröhnend, man sollte deswegen die Anlage runterlegen. Viel Leben versprüht diese Tonspur nicht, es läuft alles zu verhalten ab, als dass es uns irgendwie umhaut. Selbst die Stereo-Bewegungen sind gering ausgefallen. In der 23. Minute setzt für etwa 2 Sekunden die Geräuschkulisse aus während die Sprache weiterspielt, was etwas seltsam ist und im O-Ton nicht vorkommt. Dem gegenüber wirkt die deutsche Synchro aber noch klarer und das Rauschen fällt geringer aus.
 +++---

Extras
Extras
  • Dt. Trailer (1:38 Min.)
  • Engl. Trailer (1:50 Min.)
  • Bio- und Filmografie David Cronenberg (11 Seiten)
  • Trailer:
    • American Nightmare
    • The Big Empty
    • Der Teufel von Rudow
    • Sisters
    • Penetration Angst
    • Lovesick
    • Clubland
    • Backyard
    • Attack Of The Killer Hog
 Sehr wenig leider nur in diesem Bereich: Neben einer Trailershow und dem deutschen und englischen Trailer zu "Blood And Donuts" ist nur noch eine Vorstellung von David Cronenberg mit auf DVD.
 +-----

Fazit
Bereits der Vorspann klingt spannend: Während gerade der erste Mann den Mond betritt, legt sich der Vampir Boya zum Schlafen, um Jahrzehnte später von einem Golfball aufgeweckt zu werden. Gordon Currie sieht anfangs nicht nur extrem "strange" und irgendwie sehr kaputt aus, er hat seine Figur auch seltsam fest im Griff. Wobei kein Wert auf die schauerliche Romantik des Vampirmythos gelegt wird. Boya ist weniger der elegante, gefährliche Fledermaus-Typ sondern ein zotteliger Antiheld, sieht zerbrechlich aus, nutzt seine Riesenkräfte nur ungern und schreckt davor zurück, seinem Blutdurst zu erliegen. Ebenso zaghaft wie er geht auch das Skript vor, denn ein Ziel scheint der Film nicht zu haben. Trotzdem entsteht kaum erklärliche Unterhaltung in Boyas Annäherungsversuchen an seine frühere Freundin, an die hübsche Kellnerin des Donut-Shops und natürlich seine Freundschaft zu Earl, einem Taxifahrer, der bei jeder Gelegenheit von einem Gaunerduo in krumme Geschäfte hineingezogen wird und des Öfteren mal eine Tracht Prügel kassiert. Das Schöne am Film ist, dass er im Kleinen agiert, trotz leicht niedergeschlagener Stimmung (wegen der ewigen Dunkelheit) seinen Humor nicht verliert, vielleicht auch, weil sämtliche Figuren leichten Hang zur Loser-Figur haben, bei denen es schwer fällt, sie nicht zu mögen. Auch wenn einige Darsteller das nicht immer umsetzen können, hat man doch das Gefühl, echten Menschen zuzuschauen, unter ihnen Kultregisseur David Cronenberg als gewiefter Gaunerboss. Trotz moderner Ansätze lebt "Blood And Donuts" in einer abgeschotteten, kleinen Welt, die stilistisch direkt den 80er Jahren entspringen könnte, einige Sets wie der Donut-Laden oder das Schönheitsstudio sogar noch weiter der Vergangenheit, vielleicht bis in die 60er. Dieses Gefühl möchte auch der Soundtrack erwecken, den ich als sehr gelungen empfinde. Vielleicht muss man in der richtigen Stimmung sein, um den insgesamt doch erheiternden, wenig horrorlastigen Film genießen zu können, also erwartet bitte keinen regulären Vampir-Streifen. Dafür ist "Blood And Donuts" dann doch zu eigentümlich. Deshalb sollte man auch unbedingt bis nach den Schluss-Credits sitzen bleiben, der Film ist dort noch lange nicht zu Ende!



Bilder der DVD




Druckbare Version
IMDb.com OFDb.de



Alle Bilder und Texte sind Eigentum des jeweiligen Rechteinhabers

Copyright by Wicked-Vision 2000-2013/Designed by Daniel Pereé 2000-2013.