Wicked-Vision-Index

Login 18er Bereich

Registrieren

Startseite und Neuigkeiten Reviews
• Filmberichte
• DVD/HD-Reviews
• Bildvergleiche
• Literatur
• Hörspiele Weitere, medienbezogene Informationen
• Hidden Features
• Schnittvergleiche
• Videocover
CAN 2004
Originaltitel:Dernier tunnel, Le
Länge:104:57 Minuten (ungekürzt)
Freigabe:ab 16 Jahre
Regie:Eric Canuel
Buch:Mario Bolduc, Paul Ohl, Marcel Talon
Kamera:Bernard Couture
Musik:Michel Corriveau
SFX:Gunnar Hansen, Jonathan Legris, Marc Massicotte
Darsteller:Michel Côté, Jean Lapointe, Christopher Heyerdahl, Nicolas Canuel, Marie-France Marcotte, Sébastien Huberdeau, Céline Bonnier, Anick Lemay, Jean-François Boudreau, Michel Mongeau, Steve Banner, Jean-François Beaupré, Wildemir Normil
Vertrieb:e-m-s
Norm:PAL
Regionalcode:2



Inhalt
Die Geschichte beruht auf einem wahren Fall aus dem Jahre 1993, welcher "Der Coup des Jahrhunderts" genannt wurde. Fünf Männer planen den größten Raub in der Geschichte der Bank von Montreal. Angeführt werden sie von Marcel Talon, einem soeben aus dem Gefängnis entlassenen, ausgefuchsten Kriminellen. In monatelanger Arbeit graben sie einen Tunnel vom Abwassersystem der Stadt zum Tresorraum der Bank, wo 215 Millionen Dollar auf die Fünf warten. Gelingt der Plan, wartet ein neues Leben auf sie. Doch das Risiko ist hoch ...

Bild
Format1.85:1 (anamorph)
NormPAL
 Das Bild ist nicht erst unter Tage düster und leicht farbverfremdet, bereits an der Oberfläche macht sich ein erdiger, fast schon finsterer Look breit, der die Handlung in schattige Welten hüllt. Bemerkenswert dabei ist, dass der Kontrast einen hervorragenden Eindruck macht und selbst der Schwarzwert konstant bleibt, obwohl das Material sicher nicht immer einfach zu mastern war. Das ist e-m-s aber gut gelungen, denn das Bild ist rauscharm und die Kompression fast transparent. Die Schärfe ist meistens sehr gut, mitunter sind Gesichter aber etwas schwächer detailliert. Trotzdem, die Vorlage schlägt sich bestens und man hat auch das Gefühl, dass der Detailgrad nicht erst nachgearbeitet werden musste. Mit leichten Abzügen doch noch 5 Punkte.
 +++++-

Ton
FormateDolby Digital 5.1 (Deu), Dolby Digital 2.0 (Deu, Frz)
SpracheDeutsch, Französisch
UntertitelDeutsch
 Man hört es nicht gleich im ersten Moment, aber es ist in vielen Szenen zu Beginn unterschwellig da: Der dumpfe, leise Originalton mit den französischen Stimmen. Dass das Timing der Eindeutschung nicht immer dem O-Ton übereinstimmt, und damit meine ich keine störenden Asynchronitäten zwischen Bild und Ton, hört man manchmal vorher, mal zwischendrin die leise durchdringenden Originalstimmen, bevor die deutsche Sprache einsetzt. Am besten kann man das während der Badeszene verfolgen, kurz nachdem Talon seine Geliebte nach seinem Gefängnisaufenthalt das erste Mal wiedersieht. Qualitativ sind alle drei Tonspuren sehr annehmlich. Das Original fällt noch ein wenig direkter und lauter aus, wohl auch wegen lauter abgemischter Umgebungsgeräusche. Vom Dolby Digital 5.1-Modus merkt man nicht allzu viel, selbst die Musik ist weniger aufbrausend als üblich eingebracht und Effekte gibt es nur in den seltensten Fällen. Dafür ist das Klangbild auf den vorderen Lautsprechern schön breiträumig angelegt. Trotz der anfänglichen Doppelungen sind 4 Punkte wegen der guten Akustik drin.
 ++++--

Extras
Extras
  • Originaltrailer dt./engl. (1:19 Min.)
  • Weitere DVDs:
    • Old Men In New Cars (2:00 Min.)
    • The Machinist (0:55 Min.)
    • Oldboy (2:13 Min.)
    • Midnight Man (1:15 Min.)
    • Erdbeben (1:44 Min.)
    • Mord in der Rue Morgue (1:21 Min.)
VerpackungKeepCase
 Mehr als Trailer gibt die DVD in diesem Bereich nicht her.
 ------

Fazit
Filme über Super-Coups hatten in den letzten Jahren nicht unbedingt Hochsaison. Als bekanntestes Beispiel dürfte die mit einer extrem schlechten Story versehene Fortsetzung Interner Link"Ocean's Twelve" gelten. Umso erfreulicher, dass "The Last Tunnel" als handgemachter Film zurück zum Boden der Tatsachen findet und den "Großen" des Genres nicht gleich jede Übertreibung nachmachen muss, die so gern von Techno-Dieben und obercoolen Millionengangstern geprägt sind. Die kanadische Produktion hat ohnehin nur wenige Actionsequenzen, fast sämtlich im letzten Drittel platziert, wenn der große Raub dann endlich über die Bühne gezogen wird. Zuvor geht es vor allem um die zwei alternden Gangster, die mit dem 200-Millionen-Dollar-Deal ihr vermurkstes Leben in die rechte Bahn rücken wollen. Die zutiefst freundschaftliche Verbindung der Zwei sorgt für einen einprägsamen, sehr emotionalen Abschluss des Films, aber auch zuvor wird portraitiert, wie sie mit dem Dasein fertig, insbesondere wie der Anführer Marcel Talon seine große Liebe und seine unnachgiebige Bewährungshelferin immer wieder über seine Aktivitäten belügen, während im Keller der Tunnel bereits kurz bis vor den Tresor. Das einzige nennenswerte Manko des Filmes ist leider, dass das Skript einige Personen bzw. Konflikte nach kurzer Zeit aus den Augen lässt. Wissen wir, was mit Talons neuer Bewährungshelferin passiert? Und warum ist der vorlaute, auf Konfrontation ausgelegte Vincent, ein unbeliebtes Mitbringsel des Financiers, zum Schluss hin auf einmal so handzahm? Das tut der spannend erzählten Geschichte, die auf einem realen Banküberfall im Jahre 1993 basiert, aber keinen Abbruch, die selbst im hellsten Moment von bedrückender Atmosphäre geprägt ist. Zumal man sich bemühte, den Schlusspunkt so zu setzen, dass er der eigenen Vorstellungskraft genügend Freiraum lässt und nicht das allgemeine Happy End setzen muss.



Bilder der DVD




Druckbare Version
IMDb.com OFDb.de



Alle Bilder und Texte sind Eigentum des jeweiligen Rechteinhabers

Copyright by Wicked-Vision 2000-2013/Designed by Daniel Pereé 2000-2013.