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USA 1954
Originaltitel:Garden Of Evil
Alternativtitel:Garten des Bösen, Der
Länge:96:01 Minuten (ungekürzt)
Freigabe:ab 12 Jahre
Regie:Henry Hathaway
Buch:Fred Freiberger, William Tunberg, Frank Fenton
Kamera:Milton R. Krasner, Jorge Stahl Jr.
Musik:Bernard Herrmann
Darsteller:Gary Cooper, Susan Hayward, Richard Widmark, Hugh Marlowe, Cameron Mitchell, Rita Moreno, Víctor Manuel Mendoza, Antonio Bribiesca
Vertrieb:Koch Media
Norm:PAL
Regionalcode:0



Inhalt
Hooker (Gary Cooper), Fiske (Richard Widmark) und Luke Daly (Cameron Mitchell): Drei Männer, die nichts zu verlieren haben. Auf ihrem Weg zu den sagenumwobenen kalifornischen Goldminen sind sie in einem mexikanischen Dorf gestrandet. Leah Fuller (Susan Hayward) macht ihnen ein Angebot: Die Glücksritter sollen sie zu ihrem Mann begleiten, einem Goldgräber, der im "Garten des Bösen" verunglückt ist. Sie wissen, dass die Reise lang und gefährlich sein wird. Doch ihr Lohn ist so hoch, dass sie nicht ablehnen können.

Bild
Format2.35:1 (anamorph)
NormPAL
 Man hätte wohl nicht gedacht, dass 50 Jahre nach der Erstaufführung des Films ein derart reines Bild abgeliefert wird. Denn Bildfehler treten selten auf. Da passiert es schon eher mal, dass sich zu Szenenbeginn das Bild erstmal stabilisieren muss, indem sich Farben und Kontrast anpassen. Damit die Bildinformationen weitestgehend erhalten bleiben, wurde der Rauschfilter, falls überhaupt, nur sehr sachte angesetzt. Das Resultat sind zwar stetige, feinkörnige Rauschmuster auf sämtlichen Bildhintergründen, die meiste Zeit bleibt es dadurch aber auch angenehm scharf. Wobei dieses "angenehm" in Relation zum Alter des Filmes steht, denn es kann schon mal vorkommen, dass plötzlich eine längere Szene Unschärfe zeigt. Im Durchschnitt wird man sich aber nicht darüber beklagen können. Die Farben zeigen sich fast immer sehr ausdrucksstark, teilweise pergamentfarben, was für das damalige Material typisch erscheint. Ausfälle gibt es hier nur seltenst, die wunderschönen Panoramaaufnahmen erstrahlen meist in prächtig kolorierten Bildern. Beim Kontrast kommen dunkle Aufnahmen nicht mehr ganz so gut weg, der Film umgeht dieses Problem aber, indem Vollmond helle Beleuchtung eingesetzt wird. Die Punktevergabe fällt mir dahingehend schwer, dass einige Szenen wirklich gut aussehen, dann aber wieder Einschnitte gemacht werden müssen. Daher nur gute 3 Punkte.
 +++---

Ton
FormateDolby Digital 2.0 Mono
SpracheDeutsch, Englisch
Untertitel-
 Wie beim Bild ist die Tonqualität meist gut für ihr Alter, aber auch ein wenig wechselhaft. Das Klangbild der deutschen Version ist ebenso gut gelungen wie der Originalton. Zwar sind die Dialoge etwas kerniger, die Musik dafür aber etwas sauberer. Beide Versionen rauschen ein wenig, Dialogverständlichkeit und Musikwiedergabe verzerren dabei nicht zu sehr und kratzen nur wenig, so dass man von einer würdevoll gealterten Tonspur sprechen darf. Auch ist das Klangbild nicht zu dumpf und sieht man vom Rauschen ab, das im Deutschen nicht zuletzt wegen der angehobenen Lautstärke mehr hervorsticht, bekommt man für einen Monoton eine ansehnliche Leistung geboten. Leider existieren keine deutsche Untertitel.
 ++----

Extras
Extras
  • 4seitiges Booklet
  • Bildergalerie (5:55 Min.)
  • Credits (0:30 Min.)
 Das Booklet bietet uns eine Analyse des Films von Richard Oehmann mit interessanten Aspekten. Auf der DVD gibt es dann nur eine Bildergalerie, die dafür dann aber auch das gesamte deutsche Presseheft (in lesbarer Schrift) ablichtet und natürlich den Aushangsatz.
 +-----

Fazit
- "Der Garten des Bösen - ich glaube, wenn die Erde aus Gold wäre, dann würde die Menschheit sterben für 'ne handvoll Dreck." (Hooker)

Definitiv ein Film der Marke "Hätte man nicht gedacht"! Neben Gary Coopers souveränem Auftritt als erfahrener Pistolero, der lieber aber sich selbst als sein Schießeisen reden lässt, darf eine Frau hier den Ton angeben: Auf relativ ungewöhnliche Art führt Susan Hayward als starke Leah die Männerwelt gehörig vor und hinterlässt bei ihr einen zwiespältigen Eindruck. Ist sie so sehr um das Leben ihres Mannes besorgt, dass sie mit ihren 4 Helfern durch das Apachengebiet zur einsturzgefährdeten Mine reitet oder ist es das pure Interesse am Gold. Ganz davon abgesehen, dass allein diese zwei Charaktere herrliche Motive vorweisen, die jedem Western-Fan abgehen werden wie Whiskey im Saloon, bietet "Garten des Bösen" auch noch zusätzliche Charaktere, beispielsweise den alles überblickenden Spieler Fiske. Selten sieht man, dass Gespräche so gehaltvoll ablaufen, die Figuren in ihrer Konstellation bis auf jeden Einzelnen Sinn machen und nicht nur grobes Heldentum, abgeklärte Liebeleien und schießwütige Gringos das Image bestimmen. Regisseur Henry Hathaway arbeitet sozusagen hinter den Kulissen des Genres und kann dabei nicht nur intern die Spannung schüren, sondern schickt die Truppe an einen Platz, der weitab jeglicher Zivilisation von Apachen umzingelt zu deren Verhängnis werden könnte - sobald diese sich entschließen anzugreifen. Das kriegerische Indianervolk bekommt dabei eine überaus sadistische Rolle zugesprochen, denn die vereinzelten Angriffe auf die Reiter gleichen mehr einem Katz- und Maus-Spiel als einer unüberlegten Attacke. Zur Freude des Zuschauers gelingt es der Kamera, die Geschichte in hervorragende Panoramen und Landschaftsaufnahmen zu integrieren, die zum einen optisch aufregend gehalten sind, aber auch die Gefahr signalisieren, in der sich das innerlich zerstrittene, vom Reichtum geblendete Bergungsunternehmen die gesamte Zeit über befindet. Ich vermute, "Garten des Bösen" war seiner Zeit in vielen Hinsichten, insbesondere was die Charakterzeichnung und den Umgang miteinander betrifft, voraus und verdient auf jeden Fall einen Blick von jedem, der sich auf irgendeine Weise mit klassischem Western identifizieren kann, sei es nun italienischer oder wie hier US-amerikanischer Abstammung.



Bilder der DVD




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