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KR 2004
Originaltitel:Some
Länge:118:41 Minuten (ungekürzt)
Freigabe:keine Jugendfreigabe (Film ab 12 Jahre freigegeben)
Regie:Yoon-Hyun Chang
Buch:Eun-Jeong Kim, Eun-shil Kim
Kamera:Seong-bok Kim
Musik:Yeong-wook Jo
Darsteller:Soo Go, Ji-hyo Song, Dong-kyu Lee, Shin-il Kang, Seong-jin Kang, Kyeong-hun Jo, Myeong-jun Jeong, Cheol-Ho Park, Min Kwon, Mun-hong Jo
Vertrieb:Sunfilm
Norm:PAL
Regionalcode:2



Inhalt
$ 10 Millionen Drogengeld sind verschwunden und ein ranghoher Polizist wird verdächtig, sie gestohlen zu haben. Ein junger Kollege will seine Unschuld beweisen und macht sich auf die Suche nach dem Geld. Seine Wege kreuzen die einer jungen Frau, die scheinbar in die Zukunft sehen kann. Doch die Hoffnung, dass ihre Visionen ihm bei seinen Ermittlungen helfen können, zerschlägt sich schnell. Denn sie sieht etwas anderes voraus: Seinen Tod in 24 Stunden ...

Bild
Format2.35:1 (anamorph)
NormPAL
 Die anamorphe Abtastung ist Sunfilm auf den ersten Blick bestens gelungen. Es gibt keinerlei Verschmutzungen, die Farben sind zu Beginn schön kräftig, wie üblich auch ein wenig gelbstichig, was sich besonders auf Gesichtern bemerkbar macht, und der Kontrast ist durchweg gut, hat aber auch nicht wirklich viel zu tun. Später grauen einige Bereiche aus, sehen daher trostlos aus, was durchaus zum Film passt und, wie man später im Making Of sieht, aus der farblichen Nachbearbeitung des Materials resultieren. Hier wäre noch eine Anpassung des Schwarzwerts nötig gewesen, so richtig satt ist der nämlich nie. Ansonsten ist die DVD erwartungsgemäß klar und scharf, aber nicht unbedingt höchst detailliert, denn immer wieder mal treten Szenen aus dem Fokus, lassen auf gewisse Distanz Details vermissen. Das Rauschen ist dafür sehr dezent und die Kompression ebenso. Auf Ghosting muss man sich in Bewegungen einstellen, es ist aber weitaus weniger schlimm als bei vielen anderen deutschen DVDs von Asien-Filmen, denn hier macht es sich "nur" als feines Ruckeln in Schwenks bemerkbar.
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Ton
FormateDolby Digital 5.1 (Deu, Kor), DTS 5.1 (Deu)
SpracheDeutsch, Koreanisch
UntertitelDeutsch
 Das erste Signal des Films ist gleich ein atemberaubender Schuss, der aus allen Boxen schallt. Besonders im Score liegen die Stärken des Surround-Tons begründet, denn die Musik rockt ordentlich und sorgt sowohl für Dynamik als auch einen ausgefüllten Klang mit herrlich klaren Höhen und stellenweise brodelndem Bass, besonders im DTS-Modus. Das dürfte schon mal für Freude sorgen, aber auch ein paar Effekte beteiligen sich am Raumklang. Hier gibt es sehr gut umgesetzte Szenen, aber auch andere, bei denen man etwas zu wenige Signale an die Rears weiterreicht. Auch die Dialoglautstärke ist besonders bei lauter Musik etwas tief angesetzt. Dolby Digital 5.1 und DTS unterscheiden sich unwesentlich voneinander, der koreanische Originalton, übrigens auch sehr fein und auf Bedarf inklusive deutscher Untertitel, ist aber ein wenig leiser.
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Extras
Extras
  • 4seitiges Booklet
DVD 1
  • Weitere DVDs:
    • Kontroll (1:52 Min.)
    • Immortal (1:57 Min.)
    • Code 46 (2:04 Min.)
    • The Collector (2:09 Min.)
    • Cold & Dark (1:49 Min.)
    • White Skin (1:13 Min.)
DVD 2
  • 5040 Stunden für einen Tag (36:35 Min.)
  • Something: Fragen an den Regisseur (17:55 Min.)
  • Der Tag von vier Personen (14:32 Min.)
  • Verfolgungsjagd (10:08 Min.)
  • Originaltrailer (2:06 Min.)
  • Some - Visuell (6:07 Min.)
  • Unbekannte nahe Zukunft (8:15 Min.)
  • Some - Simulation (11:51 Min.)
  • Premierenfeier (5:07 Min.)
  • Fotogalerie (2:27 Min.)
 Während die erste DVD nur Trailer bietet, startet die Bonus-DVD gleich mit einem 37minütigen Making Of durch. Dessen Machart mag für manchen etwas seltsam erscheinen, da es keine richtige Moderation gibt, sich Szenen vom Set mit kurzen Interviewblöcken abwechseln und man schon mal etwas länger bei der Entstehung einer Szene hängen bleibt. Das ist bei Making Ofs aus dem asiatischen Raum aber generell so üblich, so kann wirklich Einblicke geben. Im Interview mit dem Regisseur kommt vor allem dieser zu Worte, aber auch Eindrücke vom letzten Drehtage, als Ansprachen der wichtigsten Personen gegenüber der Crew findet man hier. Beim "Tag von vier Personen" treffen die vier Hauptdarsteller mit dem Regisseur zusammen und erzählen von ihren Erlebnissen am Set. Unter "Verfolgungsjagd" befindet sich ein ausführliches Making Of zur Entstehung des Car Stunts zu Beginn des Filmes. Besonders interessant fand ich das leider zu kurze Special "Some - Visuell". Wer schon immer mal wissen wollte, wie das Filmmaterial in den Computer gelangt und was nachher damit alles gemacht werden kann, bekommt anhand der Vorstellung von Farbabgleich und dem Filmscanner einen Eindruck davon. In "Unbekannte nahe Zukunft" werden das Set-Design und die Gedanken dahinter vorgestellt, in "Simulation" die Entstehung computergenerierten Effekte. Letzteres schließt also an das Stunt-Special an, denn diese Crash-Szene ist eine Verbindung zwischen echtem Stunt und digitaler Bildkomposition. Zur Premierenfeier gibt es auch noch einen 5minütigen Film, bevor dann mit einem Trailer und einer Fotogalerie, die übrigens wie auch die DVD-Gestaltung nicht im Film enthaltene, interessante Szenebilder enthalten, abschließt, wobei sämtliche Extras natürlich deutsch untertitelt worden. Das Booklet enthält zwar nur Fotos und eine Kapitelübersicht, ist aber wie auch der Pappschuber eine schöne Zugabe.
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Fazit
Fast zwei Stunden hat der Regisseur Zeit, den Zuschauer davon zu überzeugen, dass "Some" doch aus der Masse der von jugendlichen Gesichtern angeführten Cop-Action-Filme um Drogen, schnelle Autos und dem Lieblingsspielzeug des modernen Menschen, dem Handy, hervorsticht. Das fällt in der ersten Stunde nicht unbedingt leicht, denn viele Füllszenen, eine Unmenge an Charakteren und ein doch ereignisreicher Verlauf wollen sich erst einmal ordnen. Gut dabei ist, dass man es mit Modernität nicht übertreibt, den jungen Gangstern keine Ghetto-Mentalität andichtet oder ständige Szenen voller Prunk und Überfluss inszeniert. Erst langsam kristallisieren sich die zwei Protagonisten heraus, eine ahnungslose Moderatorin der städtischen Verkehrsmeldestelle und ein dynamischer Querkopf eines Polizisten, die beide das Gefühl besitzen, sich schon einmal begegnet zu sein oder sich irgendwie zu kennen. Und hier wird es dann interessant, denn die mit der Realität verschmelzenden Visionen der Reporterin markieren den Wendepunkt in der Geschichte. Sie kann bestimmte Abläufe kurz vorhersehen, hat nur Probleme, sie einzuordnen und den Zusammenhang zu erkennen. Wenn es der Story trotz Mystery-Anteils und einigen kurzen, aber eher irrelevanten Actionszenen nicht immer leicht fällt uns zu fesseln, so kann das zumindest der visuelle Stil, der zum einen versucht, eine traurige Stimmung zu kreieren (wirklich gut: die einsetzenden Regenschauer), aber auch angenehm entspannt geschnittene Aufnahmen bietet. Normalerweise wird man bei Kämpfen (hier eher selten) ja mit hektischen Gegenschnitten malträtiert, hier aber bleibt die Kamera auf Distanz, übersichtlich und trotzdem kann man von einer guten Choreografie sprechen. Mit leichten Abstrichen hat mir "Some" deswegen sehr gut gefallen, besonders weil es in der zweiten Hälfte einfach ungemein spannend ist, wie sich die bereits vorausgesehenen Geschehnisse nun in Wirklichkeit entwickeln.
Übrigens besitzt der Film eine Freigabe ab 12 Jahren, wurde laut Sunfilm wegen des Trailers zu Interner Link"The Collector" aber mit einem "keine Jugendfreigabe"-Siegel vertrieben. Bild und Ton sind jeweils in Ordnung, aber könnten jeweils noch besser ausfallen. Beim Bonus hat man ordentlich was zusammengetragen, so dass die Edition des Begriffs "Special Edition" würdig ist.



Bilder der DVD




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