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CAN 2004
Originaltitel:Peau blanche, La
Länge:88:38 Minuten (ungekürzt)
Freigabe:ab 16 Jahre
Regie:Daniel Roby
Buch:Joël Champetier, Daniel Roby
Kamera:Eric Cayla
Musik:René Dupéré, Martin Lord
Darsteller:Marc Paquet, Marianne Farley, Frédéric Pierre, Jessica Malka, Julie LeBreton, Lise Roy, Joujou Turenne, Raymond Cloutier, Marcel Sabourin, Jude-Antoine Jarda, Anna Beaupré Moulounda, Isabelle Guérard
Vertrieb:Sunfilm
Norm:PAL
Regionalcode:2



Inhalt
Die beiden Studenten Thierry (Marc Paquet) und Henri (Frédéric Pierre) sind die besten Freunde. Als die beiden nach einer durchzechten Nacht mit zwei Prostituierten im Hotel landen, endet das Ganze für Henri beinahe tödlich, denn seine "Auserwählte" dreht plötzlich durch und versucht, ihn zu töten. Nur mit Hilfe seines Freundes kann er die Furie in die Flucht schlagen.
Der Vorfall ist schon fast vergessen, als Thierry an der Uni die geheimnisvolle Musikerin Claire (Marianne Farley) kennenlernt und ihr regelrecht verfällt. Misstrauisch beäugt von Henri, der in der rothaarigen Schönheit eine Menschen fressende Hexe wittert, kapselt sich das Liebespaar vom Rest der Welt ab. Als Thierry plötzlich Bekanntschaft mit Claires Familie macht, muss er feststellen, dass Henri mit seiner Vermutung gar nicht so unrecht hatte ...

Bild
Format1.85:1 (anamorph)
NormPAL
 Damit die Haut der Protagonistin schön weiß ist, wurden Kontrast und Farben dahingehend angepasst. Das bedeutet vor allem eine starke Ausbleichung sämtlicher Farben, die sich auch an die Handlung anpassen und schon mal etwas mehr Leuchtkraft durchlassen. Trotzdem bleibt das Bild winterlich kühl (übrigens werden wir Zeuge einiger herber Schneestürme) und auch etwas düster, denn der Kontrast wurde ebenfalls hart gesetzt. Teils überhellte Flächen und gleichfalls ein hoher Schattenanteil lassen manchmal Digital Video-Aussehen aufkommen. Das mag man noch verkraften, gehört es doch zum Flair des Films, die Schärfe ist aber zu schwach, um noch einen guten Eindruck zu machen. Verschwimmende Bewegungen durch Ghosting fallen auch ins Auge, was sich mit stehenden Rauschmustern paart.
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Ton
FormateDolby Digital 5.1 (Deu, Fr), DTS 5.1 (Deu)
SpracheDeutsch, Französisch
UntertitelDeutsch
 Gegenüber Dolby Digital 5.1 ist der DTS-Modus nicht wesentlich besser, nur etwas kräftiger. Egal, ob nun auf Französisch (mit wählbaren deutschen Untertiteln) oder Deutsch, der Klang ist beiderseits bestens. Dank der Bassbox wird die Musik merklich fülliger, der direkte Vergleich fällt aber schwer, da unverständlicherweise ein Umschalten direkt im Film verweigert wird. Im Französischen sind die Dialoge besser in den Ton eingebettet. Die Effektkulisse, aufbauend auf dem weiträumigen Musikeinsatz, bietet ein paar sehr gute Ansätze, die schon mal sehr deftig ausfallen können, wie beispielsweise ein unter großem Getöse herannahender Zug. Hier fehlen aber noch die Routine und das Gespür für die Möglichkeiten von diskretem Surround, um mehr als 4 Punkte zu bekommen.
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Extras
Extras
  • Audiokommentar
  • Originaltrailer (1:13 Min.)
  • Geschnittene Szenen (6:34 Min.):
    • Thierry sucht Claire im Institut für Musikwissenschaften
    • Szene nach dem Unfall im Schneesturm
    • Hinzugefügte Szene im Untergeschoss bei Lefrancois
    • Aufbruch zu Thierrys Wohnung
    • Marie-Pierres Suche nach Thierry
  • Weitere DVDs:
    • Immortal (1:58 Min.)
    • Kontroll (1:52 Min.)
    • Code 46 (2:04 Min.)
    • Das Erbe (1:50 Min.)
    • Machuca, mein Freund (1:19 Min.)
    • Some (2:06 Min.)
 Die DVD steckt nicht einfach nur in einem Pappschuber, sie bietet auch ansprechendes Bonusmaterial. Der Audiokommentar des Regisseurs ist tatsächlich ein Audiokommentar von Daniel Roby und vom Autor des Romans, Joel Champetier. Die beiden können ihre Gedanken zur Geschichte und zur Umsetzung sehr gut darlegen und helfen somit vielleicht auch, die teils seltsamen Einfälle des Skriptes besser zu verstehen, natürlich im französischen Originalton mit deutschen Untertiteln. Die folgenden Deleted Scenes haben auch eine deutsche Untertitelung bekommen, sind mit einer Spielzeit von nur knapp 7 Minuten aber etwas kurz. Weiterhin hat man Zugriff auf den Trailer und eine Sunfilm-Trailergalerie.
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Fazit
Sunfilm veröffentlich eine Menge Thriller, weswegen man vermuten könnte, "White Skin" könnte dem üblichen Muster entspringen. Das scheint nur so, denn mit jeder Minute zeigt er, dass er doch anders ist, dass er irgendwie in der Lage ist, gesellschaftliche Themen wie die ewig andauernde Diskussion um Hautfarben und Rassismus mit mittelalterlich anmutenden Teufelsglauben über den Sukkubus als weibliche Verkörperung des Teufels, der Männern verführt, um sie ihrer Lebenssäfte zu berauben, zu verbinden. Beides wird noch recht oberflächlich angepackt, reicht aber, um den Film seine Richtung zu geben. Vieles mehr spielt dabei eine Rolle, u.a. das Liebesdrama zwischen der Krebs kranken, bleichen Schönheit Claire, die, wie sich später herausstellt, ihre Krankheit besiegen kann, wenn sie ihrem angeborenen Trieb nachgeht, aber auch ein wenig Erotik und zuletzt sogar einige Schockszenen mit blutigem Ausgang. Weniger das macht die Geschichte interessant, sondern dass sich die Figuren nah an die Realität halten, wenn man das von einem fantastischen Film über eine Sukkubus-Rasse überhaupt sagen kann. Sicherlich nicht jedermanns Sache, da "White Skin" tempolos, teils elegisch schwer vorankommt und sich nicht recht auf ein Genre festlegen mag, also am ehesten der Begriff Fantasy passt, aber sicherlich ein interessanter Story-Ansatz, der niedrig budgetiert eine ansprechende Umsetzung erfahren hat.



Bilder der DVD




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