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USA 1986
Originaltitel:Murders in the Rue Morgue, The
Länge:92:16 Minuten (ungekürzt)
Freigabe:ab 12 Jahre
Regie:Jeannot Szwarc
Buch:Edgar Allan Poe, David Epstein
Kamera:Bruno de Keyzer
Musik:Charles Gross
SFX:Lyle Conway
Darsteller:George C. Scott, Rebecca De Mornay, Ian McShane, Neil Dickson, Val Kilmer, Maud Rayer, Maxence Mailfort, Fernand Guiot, Patrick Floersheim, Roger Lumont
Vertrieb:e-m-s
Norm:PAL
Regionalcode:2



Inhalt
Paris 1899. Auguste Dupin (George C. Scott) steht vor einem Rätsel: In der Rue Morgue wurden zwei Frauen bestialisch ermordet. Es gibt keinerlei Hinweise auf den Täter. Um die Bürgerschaft zu beruhigen, verhaftet die Polizei zunächst einen jungen Mann namens Adolphe. Doch Adolphe (Neil Dickson) ist mit der Tochter von Meisterdetektiv Dupin verlobt ...

Bild
Format1.33:1 (Vollbild)
NormPAL
 Diese DVD gehört nicht zu dem, was man von e-m-s in der Umsetzung ihrer Titel gewohnt ist. Der Film ist ja noch nicht so alt, einige Dinge hätten daher nicht sein müssen: Die Schärfe ist im Detail erwartungsgemäß unterentwickelt, daher wurden diese und die Konturen nachgezogen, was zu sichtbaren Ansätzen von Heiligenscheinen führt. Die Schärfung hat den klaren Nachteil, dass einige Szenen, vor allem die weniger gut Ausgeleuchteten, davon wenig betroffen sind, also nach wie vor wenig Feinheiten bergen. Der Kontrast erinnert mit seinen Schwächen bei der differenzierten Schattendarstellung etwas an Videomaterial und ist auch unterschiedlich eingestellt. Einige Außenaufnahmen sind zu hell, andere, meist nächtliche Szenen nicht gut zu erkennen. Ähnlich bei den Farben, die natürlich nicht allzu bunt ausfallen dürfen, in den meisten Fällen aber stimmig sind, wobei hier wieder die Ausleuchtung Auswirkung auf die Farbsättigung hat, was schon mal zur Ausbleichung führen kann. Ein weiteres Manko sind die zittrigen Bewegungen durch weich flackerndes Ghosting. Unangenehm, vor allem im nächtlichen Ambiente, fällt das deftige, Muster bildende Rauschen auf, was auch in Form von stehenden Rauschmustern bemerkbar wird. Hier wird es ärgerlich, später wird dann aber wieder ein befriedigendes Niveau erreicht, wenn auch nur sehr knapp.
 +++---

Ton
FormateDolby Digital 2.0
SpracheDeutsch, Englisch
Untertitel-
 Der deutsche Ton ist durchschnittlich, aber zu spitz. In den meisten Passagen liegt eine gute Verständlichkeit und brauchbare Akustik vor, wenn auch kaum etwas von einem Stereosignal zeugt und man der Klangqualität wegen eher Freudensprung gen Fußboden als Decke machen wird. Denn immer wieder mal verschwimmt der Ton, in der Musik sind Verzerrungen zu hören und kurzzeitig wird die Sprache dumpf. Die englischen Stimmen sind eingehüllt in eine dumpfe Umgebung, lassen die Musik durch einen mäßigen Klang untergehen, zeigen dafür aber, dass die deutsche Synchro oftmals nur Hintergrundlärm einbringt, wo keiner hingehört, einfach um das Klangbild auszufüllen. Für den englischen Ton gibt es wegen schlechter Akustik nur noch zwei Punkte, die deutsche Fassung liegt knapp darüber, obwohl ich mit ihr auch nicht richtig zufrieden bin.
 +++---

Extras
Extras
  • Bio-/Filmografie:
    • Rebecca De Mornay (14 Seiten)
    • Val Kilmer (15 Seiten)
    • George C. Scott (14 Seiten)
    • Jeannot Szwarc (6 Seiten)
  • Originaltrailer (1:21 Min.)
  • Trailer:
    • Evil (2:00 Min.)
    • Oldboy (2:13 Min.)
    • Monster (2:26 Min.)
    • Cube Zero (1:45 Min.)
    • Tornado (1:18 Min.)
    • Volcano (1:57 Min.)
    • Mondbasis Alpha 1 (1:24 Min.)
    • Der Typ vom Grab nebenan (1:30 Min.)
    • Cowgirl (2:15 Min.)
    • The Hollow (1:53 Min.)
    • Ginger Snaps 3 (1:53 Min.)
    • Nero (1:19 Min.)
VerpackungKeepCase
 Mehr als Standard wie Trailer und Biografien gibt es hier leider nicht. Zumindest sind die Biografien bis auf die des Regisseurs auch richtige, also nicht nur reine Aufzählungen von Filmfakten.
 +-----

Fazit
Bereits viermal zuvor erfuhr Edgar Allan Poes Geschichte "Der Doppelmord in der Rue Morgue" eine Verfilmung, was also kann der als US-TV-Film konzipierte "Mord in der Rue Morgue" dem hinzufügen? Zuerst einmal wirkt er völlig unfranzösisch, der Schauplatz in Paris ist fast hundertprozentig austauschbar mit einer "Jack The Ripper"-Verfilmung im London Ende des 19. Jahrhunderts. Nicht weiter schlimm, es unterstreicht aber, dass es den Amis schwer fällt, den Stil des europäischen Horrorfilms nachzuahmen, beginnend beim authentischen Setting. Nach dem reißerischen Beginn, bei dem die zwei Frauen höchst gewalttätig sterben, entwickelt sich alles als klassischer Whodunit, den George C. Scott nicht nur charismatisch anführt, sondern auch mit leichtem Humor anreichert. Denn der pensionierte, etwas verschwiegene, aber gewitzte Inspektor lässt sich von den Anfeindungen seines Ex-Chefs nicht beeindrucken, verhöhnt ihn sogar im Stillen durch seine Intelligenz und seine Überlegenheit. Ohne Scott wäre der Film durch den blassen Val Kilmer wahrscheinlich auch reizlos, so ist es aber immer wieder überraschend, Inspektor Dupin bei seinen Ermittlungen zu folgen. Die Ausarbeitung der Geschichte zieht sich etwas, manchmal fehlt der Inhalt, was sich bis zur gestreckten Auflösung fortsetzt. Trotzdem ist "Mord in der Rue Morgue" ein unterhaltsamer, sich langsam aufbauender Film im düsteren Ambiente mit einigen auflockernden Nebenplots, bei dem man, falls man nicht direkt nach dem Mord schon die Identität des Mörders errät, ganz gut mitfiebern kann. Natürlich mit dickem George C. Scott-Bonus, ohne den hier viel den Bach runtergehen würde.
Mit der deutschen DVD bin ich nicht einverstanden. Obwohl beide technischen Wertungen mit 3 Punkten noch ganz gut aussehen, geht es schon in Richtung der zwei Punkte, will heißen: Sowohl Ton als auch Bild könnten eine starke Nachbesserung vertragen, die es aber vielleicht nie geben wird. Auch das Bonusmaterial ist zu wenig und der Flüchtigkeitsfehler im Namen des Autors auf dem Cover hätte auch nicht unbedingt sein müssen.



Bilder der DVD




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