Wicked-Vision-Index

Login 18er Bereich

Registrieren

Startseite und Neuigkeiten Reviews
• Filmberichte
• DVD/HD-Reviews
• Bildvergleiche
• Literatur
• Hörspiele Weitere, medienbezogene Informationen
• Hidden Features
• Schnittvergleiche
• Videocover
FR, ESP, CH 1955
Originaltitel:Mr. Arkadin
Alternativtitel:Confidential Report
aka. Monsieur Arkadin - Dossier secret
aka. Mister Arkadin
aka. Salainen raportti
aka. Rapporto confidenziale
aka. Relatório Confidencial
Länge:92:58 Minuten (ungekürzt)
Freigabe:ab 16 Jahre
Regie:Orson Welles
Buch:Orson Welles
Kamera:Jean Bourgoin
Musik:Paul Misraki
Darsteller:Orson Welles, Robert Arden, Paola Mori, Grégoire Aslan, Akim Tamiroff, Patricia Medina, Jack Watling, Mischa Auer, Peter van Eyck, Michael Redgrave, Suzanne Flon, Frédéric O'Brady, Katina Paxinou, Gert Fröbe
Vertrieb:MC One
Norm:PAL
Regionalcode:2



Inhalt
Ein Mord im Hafen von Neapel soll das Leben des Schmugglers Guy van Stratten und dessen Begleiterin Milly entscheidend verändern: Der mit einem Messer niedergestreckte Bracco verrät den beiden in seinen letzten Zügen ein Geheimnis, das am richtigen Ort und zur richtigen Zeit eingesetzt nicht nur Bracco rächt, sondern auch unschätzbaren finanziellen Wert hat. Mit dem Namen Gregory Arkadin auf den Lippen stirbt er, bevor er sein Geheimnis lüften kann. Mit diesen vagen Informationen begibt sich van Stratten in die Gesellschaft der hübschen Raina, die Tochter des Milliardärs Arkadin, über die er an den geheimnisvollen Schwerreichen herankommen möchte. Doch Arkadin überzeugt van Stratten, in seinen Diensten Nachforschungen über dessen in Vergessenheit geratene Vergangenheit anzustellen. Während van Stratten durch die Welt reißt, Größen der Unterwelt zu Arkadins Identität befragt, ermittelt Milly auf eigene Weise im Kreis der oberen Zehntausend. Doch schon nach kurzer Zeit müssen sie auf fatale Weise feststellen, dass ihr Auftraggeber ihnen zu viel verschweigt und sie zu Marionetten des weitreichenden Spiels macht ...

Bild
Format1.33:1 (Vollbild)
NormPAL
 Bei einem Alter von 50 Jahren ist es erfreulich, dass das Schärfeverhalten gut bis sehr gut ausfällt. Verschwommene Konturen oder schlecht definierte Teilbereiche, die oftmals schon bei nicht mal halb so alten Filmen auftreten, findet man hier nicht vor. Man muss dafür ein etwas stärkeres Rauschen in Kauf nehmen, das sich meist als wuselige, feine Bewegung äußert, die man durchaus ertragen kann. Die Qualität ist aber leicht wechselhaft: Einige Aufnahmen, besonders zu Beginn, erblinden an den Außenrändern und wechseln Helligkeits- und Kontrastwerte mitten in der Szene, andere wiederum sehen einfach hervorragend aus. Um den Transfer aber wirklich gut zu gestalten, hätte es einer Restauration bedurft. Die wäre sicherlich aufwendig geworden, denn Verschmutzungen treten in hohem Maße auf. Kein Frame kommt ohne punktuelle, weiße Störungen aus, oftmals sind auch Knicke zu sehen. Dadurch verliert das gute s/w-Bild, das nebenbei mit annehmbaren Kontrast und einer schwer beanspruchten, aber ordentlichen Kompression punktet, an Qualität, rutscht sogar auf 3 Punkte ab.
 +++---

Ton
FormateDolby Digital 2.0 Mono
SpracheDeutsch, Englisch
UntertitelEnglisch (fest für engl. Ton)
 Beide Sprachvarianten sind zwar kernig und charakteristisch für einen Monoton aus der s/w-Filmepoche, der Verschmutzungsgrad und das Rauschen halten sich aber angenehm zurück. Auch die Verzerrungen sind weitaus geringer ausgeprägt als man vermuten könnte, so dass die Musik gut klingt und die Sprache bestens verständlich ist. Natürlich ist all dies in Relation zum hohen Alter des Materials zu sehen, ein gewisser nostalgischer Faktor ist unvermeidbar. Die englische Synchro lässt sich nur über das Hauptmenu auswählen und enthält dann englische Untertitel, die ich aber nicht weiter verfolgt habe.
 ++----

Extras
Extras
  • Biografien:
    • Orson Welles (21 Seiten)
    • Robert Arden (5 Seiten)
    • Paola Mori (2 Seiten)
    • Michael Redgrave (12 Seiten)
  • Fotogalerie (7 Bilder)
  • Programmhinweise:
    • Bella Martha (1:41 Min.)
    • Nirgendwo in Afrika (3:05 Min.)
    • Ten Minutes Older (3:48 Min.)
    • The Blues (5:46 Min.)
    • Grabgeflüster (2:03 Min.)
    • Sass (2:10 Min.)
    • Good Advice (2:06 Min.)
    • My First Mister (2:31 Min.)
 Zwar schön, dass das Design der "Classic Edition" von McOne einheitlich gehalten ist, so richtig kann ich mich damit aber nicht anfreunden. Nach wie vor wäre es schön, wenn mehr Platz für das Titelmotiv zwischen all den Anpreisungen und Sternen übrig bleiben würde und man beim Titelschriftzug etwas einfallsreicheres als den Standardschrifttyp nehmen könnte. Dass man sich auf ein schönes Design einigen kann, zeigt das animierte Menu. Hier hat man Zugriff aus die Filmografien von 4 Darstellern, wobei Welles und Redgrave jeweils eine Biografie vorangestellt bekommen. Die Bildergalerie ist mit 7 Fotos recht kurz und das war es dann leider schon.
 +-----

Fazit
- "Mein Freund, 20000 Jahre Erfahrung haben bewiesen, dass die meisten Mörder Amateure sind." (Professor Radschinski)

Orson Welles, geistiger Vater von "Citizen Kane" und allgemeinhin als Multitalent bezeichnet, ist mit dem interessanten "Herr Satan persönlich" ein seiner Zeit vorauseilender, intelligenter Krimi gelungen, der z.B. auch Interner Link"Angel Heart" seine Idee vorwegnahm. Die Geschichte verlangt Aufmerksamkeit vom Zuschauer, um den schnellen Sprüngen innerhalb der Geschichte, die sich aus Rückblicken aufbaut und entwickelt, folgen zu können. Auch die optische Komponente ist fordernd und mit tiefen Kamerawinkeln, verschränkter Perspektive, ausgeprägter Licht- und Schattenlegung und dynamischer Schnitttechnik eher ungewöhnlich für seine Zeit. Trotz dieser Experimente und besonders wegen van Strattens Reise durch die Metropolen der Welt fängt die Linse einige wunderschöne Kulissen ein, die der ohnehin rasanten, abwechslungsreichen Handlung stets neue Facetten hinzufügen. Die Charaktere sind prächtig ausgearbeitet und widersetzen sich der Überstilisierung jener Zeit, wirken also natürlich und auch interessant. Besonders der von Welles persönlich gespielte Arkadin in seiner opulenten Statur, die von der Kamera gern als riesig und Furcht einflößend vorgetäuscht wird, und mit angestrengtem, finsteren Blick sorgt für spannende Momente und sicherlich auch für den etwas irreführenden deutschen Titel "Herr Satan persönlich". Welles kann der Geschichte zusätzliche Aspekte wie die Macht des Geldes, die Vision der vollständigen Überwachung oder die Schlüsselrolle des Gewissens hinzufügen, über die man während des Filmes nicht allzuviel Zeit hat nachzudenken, die im Nachhinein aber sicherlich für einige schöne Interpretationen herhalten werden.



Bilder der DVD




Druckbare Version
IMDb.com OFDb.de



Alle Bilder und Texte sind Eigentum des jeweiligen Rechteinhabers

Copyright by Wicked-Vision 2000-2013/Designed by Daniel Pereé 2000-2013.