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USA 2001
Originaltitel:Ghosts Of Mars
Alternativtitel:John Carpenter's Ghosts of Mars
Länge:94:07 Minuten (ungekürzt)
Freigabe:ab 18 Jahre
Regie:John Carpenter
Buch:John Carpenter, Larry Sulkis
Kamera:Gary B. Kibbe
Musik:John Carpenter, Anthrax, Buckethead
SFX:K.N.B. Effects Group, Amalgamated Pixels, Hunter/Gratzner Industries, Riot
Darsteller:Natasha Henstridge, Ice Cube, Jason Statham, Clea DuVall, Pam Grier, Joanna Cassidy, Richard Cetrone, Rosemary Forsyth, Liam Waite, Duane Davis, Lobo Sebastian, Rodney A. Grant, Peter Jason, Wanda De Jesus, Doug McGrath, Rick Edelstein, Michael Krawic
Vertrieb:Columbia
Norm:PAL
Regionalcode:2,4



Inhalt
Der Mars im Jahr 2176: Mehr als 640.000 Menschen haben die überbevölkerte Erde verlassen und leben mittlerweile in versprengten Siedlungen auf dem roten Planeten. Dort werden in unzähligen Minen die wertvollen Bodenschätze abgetragen. In Shining Canyon ereignet sich bei einer dieser Operationen ein verheerender Zwischenfall: Eine lang verschwundene Ur-Zivilisation des Mars wird zu neuem Leben erweckt und beginnt einen unbarmherzigen Feldzug gegen die menschlichen Einwanderer ...

Bild
Format2.40:1 (anamorph)
NormPAL
 Das ewige Problem vieler Major-DVDs: Die Vorlage scheint vorerst hochwertig, wie Kontrast und Farben eindrucksvoll beweisen. Gerade die gute Abmischung des Kontrastes war bei den vielen düsteren Bildern, die sonst vielleicht Details und Farben schlucken würden, sehr wichtig. Dabei bleibt sogar der Schwarzwert auf einem konstant hohen Niveau. Die Detailwiedergabe ist zwar gut, wie man es eigentlich mindestens erwarten kann, die Kompression auf Sparflamme lässt aber kaum bessere Schärfe zu. So entsteht auf Gesichtern oft ein etwas weicher Eindruck, es treten aber vordergründig keine Artefakte oder Blockbildung in sichtbarem Maße auf. Nur, wenn der Marsnebel einsetzt, kann man dies ein wenig beobachten. Auch auf Rauschen verzichtet die DVD fast gänzlich, mit geringen Einbußen wegen etwas stehendem Rauschen. Kratzer sind natürlich passé. Ein guter, wegen der nicht optimalen Detailwiedergabe aber nicht sehr guter Transfer.
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Ton
FormateDolby Digital 5.1
SpracheDeutsch, Englisch
UntertitelDeutsch, Englisch, Hindi, Türkisch, Englisch für Hörgeschädigte
 Je mehr Action, umso heftiger wird's beim Soundtrack. Fast jede ordentlich rasante Szene wird auf den hinteren Lautsprechern mit einem böllernden Metal-Soundtrack quittiert, was wohl nicht jedermanns Sache ist, aber Meister Carpenter legt ja auch selbst Hand an, um den ruhigen Momenten einen etwas passenderen Ton zu geben. So wird schon allein wegen des Soundtracks ein ordentlicher Raumklang geboten, der teilweise auch schon beweglich ist. Die Effektkulisse ist dann nicht ganz so grandios, weil diese gegenüber der Musik etwas zurückstecken muss, aber auch hier lohnt es sich, die Anlage ordentlich aufzudrehen, um beispielsweise im Kampfgetümmel von allen Seiten aufgeschreckt zu werden. Ein wenig mehr Bass wäre insgesamt gut gewesen, mit bestens herauszuhörenden Dialogen und klanglich sicherer Abmischung sind 5 Punkte aber noch möglich. Beim englischen Track geht die Sprache teilweise etwas unter und könnte klarer sein, aber auch hier wird guter Sound dargeboten. Etwas sonderbar dürften die englischen Untertitel für Hörgeschädigte sein. Statt dieser hätte die deutsche DVD besser zusätzliche deutsche Untertitel haben können.
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Extras
Extras
  • 4seitiges Booklet
  • Audiokommentar
  • Hinter den Kulissen: Red Desert Nights (17:00 Min.)
  • Entstehung der Spezialeffekte (6:34 Min.)
  • Musikwahl für den Film (6:24 Min.)
  • Filmografien:
    • John Carpenter (3 Seiten)
    • Ice Cube (2 Seiten)
    • Natasha Henstridge (3 Seiten)
    • Jason Statham (1 Seite)
    • Pam Grier (2 Seiten)
  • Trailer:
    • John Carpenter's Ghosts Of Mars (2:02 Min.)
    • The Forsaken - Die Nacht ist gierig (1:51 Min.)
    • Düstere Legenden 2 - Final Cut (1:45 Min.)
    • The Glass House (2:16 Min.)
VerpackungKeepCase
 Der komplett rot gehaltene DVD-Rohling sieht schon mal chic aus, das Menu ist dann eher schlicht aus Standbildern aufgebaut. Was letztlich zählt, ist der Inhalt. Der Audiokommentar mit Regisseur John Carpenter und seiner Hauptdarstellerin Natasha Henstridge hat schon mal unterhaltsamen Charakter, weil sich die beiden ständig irgendwelche garstigen Dinge an den Kopf werfen. Wer dem ziemlich schnellen Ausführungen nicht ohne weiteres folgen kann, darf Untertitel hinzuschalten, wie übrigens bei jedem Special dieser DVD. Das Making Of ist undokumentiert und reißt die Entstehung verschiedener Szenen an, schaut dabei aber auch wirklich hinter die Kulissen und zeigt uns ein wenig mehr vom Design der Besessenen, die im Film meines Erachtens zu kurz kommen. Wichtige Personen oder Informationen werden nebenher per Untertitel eingeblendet. Das Special Effects Feature geht insbesondere auf die Sequenzen mit dem Zug als Modell und als CGI sowie einer Enthauptung und dem Ballonflug ein. Die Arbeit von K.N.B. bekommt man ja teilweise schon im Making Of zu sehen, ein wenig mehr davon hätte aber sicherlich nicht geschadet. Wer auf die rockige Filmmusik steht, den dürfte das Making Of dazu am meisten interessieren. Hier darf man sich anschauen, wie Steve Vai, Buckethead und Anthrax live die Sachen für den Film einspielen und Carpenter dazu seine Meinungen einbringt. Die folgenden Filmografien kann man überblättern, weil nicht mehr als eine lückenhafte (bzw. "ausgewählte") Auflistung der Filme ohne jeglichen Nährwert geboten wird. Das Booklet enthält den Kapitelindex und ein paar Bilder aus dem Film.
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Fazit
- "Lass uns 'n paar Ärsche aufreißen." (Desolation)
- "Das können wir am besten!" (Lt. Ballard)

"Ghosts Of Mars" würde ich schon noch als gutes Action-Mittelmaß einstufen, aber von einem John Carpenter, der schließlich nicht das erste Mal im atmosphärischen Action-Film wildert (siehe Interner Link"Die Klapperschlange"), erwartet man doch etwas mehr. So richtig erkennt man keine seiner Markenzeichen heraus, Carpenter ist als Regisseur als völlig austauschbar gegenüber jedem anderen - und besser er wäre es wirklich gewesen! Denn mit Horror hat "Ghosts Of Mars" nur noch wenig zu tun, es sei denn, ihr erschreckt bei jedem "Katze springt hinter der Mülltonne hervor"-Trick. Da gefällt mir der Stil der befallenen, sadistischen und degenerierten Minenarbeiter besser, die mit messerscharfen Kampf-Frisbees auch noch ein gemeines Mordwerkzeug besitzen, dass den SFX-Leuten von K.N.B. ordentlich Arbeit verschafft. Doch hier ist schon der zweite Haken: Viel ist nicht zu sehen, als ob die Schere bereits im Kopf der Produzenten angesetzt wurde, obwohl doch eigentlich extrem fähige Leute zur Verfügung standen. So scheinen einige Szenen drastisch entschärft, die gesamte Geschichte der Köpfe sammelnden Marsianer wird jeweils nur angedeutet. Dabei wartet doch der Fan harter Action auf solche Splatter-Einsätze, von denen es nur wenige gibt. Stattdessen setzt man auf Coolness, Überheblichkeit und wenig Realismus. Dass Action-Diva Pam Grier, einst Garant für feinstes Blaxploitation-Gehämmer, gleich als Erste auf derart klägliche Weise abserviert wird, ist schon schlimm, aber dann auch noch so viel hohles Gequatsche ins Skript zu bringen, nervt schon. Wir sind hier nicht bei "XXX", bei dem die Action-Szenen zumindest noch ansprechend choreografiert sind. Die größte Enttäuschung ist in meinen Augen aber das Fehlen jeglicher Atmosphäre. Da das Team (ungefähr zwei Drittel davon sind typisch Action-Heroen) ständig von Punkt A nach B rennt, und das ziemlich planlos, wirkt die Situation nicht wirklich bedrohlich, obwohl doch gerade das Carpenters Filme vom Genre-Einerlei abheben sollte. Der Massenangriff der brutalen Primitiven wird in typischer "1 gegen 10"-Manier verheizt, dem interessant agierenden Obermotz werden aber seine 5 Minuten Ruhm gänzlich verwehrt. Bitte warum? Wenn dann nachgesagt wird, dass das hier eine lustlose Auftragsarbeit war, dann kann ich das nur unterstreichen, denn außer an Natasha Henstridges kurze Unterwäscheszene wird man sich nachher an nichts erinnern (wollen). Falls hier jemals eine Fortsetzung erscheint, hat diese genügend Platz, um einiges besser zu machen - vielleicht eine Mischung aus Interner Link"Alien 3" und Interner Link"Assault On Precinct 13"?
Die DVD ist sehr ordentlich geworden und bietet genügend Bonusmaterial. Noch dazu ist die DVD ja schon sehr preiswert zu bekommen. Wer also "Ghosts Of Mars" gern antesten möchte, hat hier die beste Gelegenheit, denn auf eine noch dickere Special Edition würde ich in dem Falle nicht hoffen ...



Bilder der DVD




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Ghosts of Mars
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