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USA 2003
Originaltitel:Final Destination 2
Länge:86:26 Minuten (ungekürzt)
Freigabe:ab 16 Jahre
Regie:David R. Ellis
Buch:J. Mackye Gruber, Eric Bress, Jeffrey Reddick
Kamera:Gary Capo
Musik:Shirley Walker
SFX:Cinema Production Services, Digital Dimension, Pixel Magic, WCT Productions
Darsteller:Ali Larter, A.J. Cook, Michael Landes, Tony Todd, Terrence 'T.C.' Carson, Jonathan Cherry, Keegan Connor Tracy, Lynda Boyd, James Kirk, David Paetkau, Justina Machado, Sarah Carter
Vertrieb:Warner
Norm:PAL
Regionalcode:2



Inhalt
8 Menschen überleben knapp eine katastrophale Autobahn-Karambolage. Die Vorahnung einer jungen Frau beschützt sie vor dem grausamen Ende. Doch die Rechnung haben die 8 ohne den Tod gemacht und dafür müssen sie sehr schmerzhaft bezahlen. Denn zweimal entkommt ihm keiner.

Bild
Format1.85:1 (anamorph)
NormPAL
 Bei einem Blockbuster wie "Final Destination 2" ist davon auszugehen, dass die DVD-Auswertung im oberen Drittel rangiert. Die Vorgaben sprechen dafür: New Line liefert zeitgemäße Qualität ab, die Farben sind angenehm kräftig und das Bild vor allem deswegen herrlich frisch, der Kontrast stellt keinerzeit ein Problem dar, weil man jede Szene angenehm den Belichtungsverhältnissen angepasst hat. Dazu gehört natürlich, dass keinerlei Verschmutzungen auftreten. Warner muss mit seiner DVD aber die Oberliga verlassen, weil in der Vorlage sicherlich sehr ausgeprägte Detailschärfe glatt gebügelt wurde, so dass der Detailgrad oftmals nicht angemessen erscheint, wenn er auch im Durchschnitt gut ausfällt. Grund dafür könnte die Kompression sein: Zwar äußern sich hierbei keine gröberen Fehler, sieht man leichtem Blockrauschen ab, für ordentliche Klarheit im Bild sorgt die sehr niedrig arbeitende Kompression aber nicht. Vielleicht ist dies ein Zugeständnis an die vielen Extras auf der DVD, die dem Bild den Platz wegnehmen. Tatsächlich ist die DVD aber mit knapp 7 GB nur ansatzweise gefüllt, so dass hier Reserven bestanden hätten.
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Ton
FormateDolby Digital 5.1
SpracheDeutsch, Englisch
UntertitelDeutsch, Deutsch für Hörgeschädigte, Englisch
 Die ersten 15 Minuten, also die grandiose, zerstörerische Eröffnungssequenz, entfesselt ein herrliches Surround-Gewitter, das die Fähigkeiten des 5.1-Modus mit kräftig wummernden Basseinlagen und durch die Boxen feuernden Effekten bestens ausnutzt. Dazwischen ist der Eindruck etwas ernüchternd. Bis auf die actionreichen, geladenen Spitzenmomente ist die Surround-Umsetzung eher als ein wenig "einfallslos" einzustufen. Denn außer dem sehr dynamischen Score versucht man selten einen üppigen Raumklang zu erzeugen. Deswegen scheint es vielleicht auch so, dass dort die Dialoge etwas Überhand gewinnen, was für Filme dieses Kalibers zu wenig ist. Die Qualität ist gut, nur vereinzelt tritt leichtes Zischen auf, kaum der Rede wert. Es gefällt mir trotzdem besser als die teilweise dünnen Originalstimmen. Der O-Ton hat insgesamt etwas mehr Feuer, der Bassgebrauch zeugt aber in beiden Versionen von großem Heimkino, das etwas mehr Stetigkeit bei der Präsentation seiner Möglichkeiten vertragen könnte. Daher auch, trotz guter Qualität, nur vier Punkte mit Tendenz zum Besseren.
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Extras
Extras
  • Audiokommentar
  • Bits & Pieces: Wie der Tod zum Leben erweckt wird (30:27 Min.)
  • Nicht verwendete und alternative Szenen:
    • Interview nach dem Unfall (1:48 Min.)
    • Alternative Szene im Krematorium (4:00 Min.)
    • Isabellas Ehemann (1:19 Min.)
    • Nora und Eugene (0:35 Min.)
    • Die Verfolgungsjagd / Eugene im Krankenhaus (2:07 Min.)
  • Musikvideos:
    • The Blank Theory - Middle Of Nowhere (4:27 Min.)
    • The Sounds - Seven Days A Week (3:30 Min.)
  • Original-Trailer:
    • Final Destination (2:06 Min.)
    • Final Destination 2 (1:22 Min.)
  • Hinter den Kulissen:
    • Das Terrormeter (13:57 Min.)
    • Cheating Death: Ins Jenseits und wieder zurück (18:05 Min.)
    • Fact Track
  • Hidden Feature
 Man kennt das: Man liest auf der Hülle der DVD "Making Of", freut sich auf einige interessante Minuten und sieht dann doch nur einen Best Of-Zusammenschnitt des Filmes. Anders hier, denn das halbstündige "Bits & Pieces" ist filmübergreifend extrem interessant ausgefallen. Nach kurzer Einführung über die Anfänge des Splatters zu Zeiten des "Theatre du Grand Guignol", werden u.a. historisch interessante Beispielfilme angerissen, wie Interner Link"Blood Feast". Nicht nur, dass Warner es sich leisten konnte, auf einer ab 16 Jahren freigegebenen DVD ausführliche und explizite Bildausschnitte aus diesem irrsinnigerweise beschlagnahmten Frühwerk des Gore-Kinos einzubauen, auch sein Erschaffer, Herschell Gordon Lewis, darf selbst zu Wort kommen. Später geht man dann sehr detailliert auf die Kreation der Spezialeffekte ein, die man trotz CGI und Puppen so realitätsnah und echt wie nur irgendwie möglich wirken lassen wolle. Das Featurette zeigt hier deutlich, an welchen Stellen von der Puppe zum Darsteller umgeblendet wurde, welche Teileffekte am Computer entstanden und wie diese letztlich in das Material hineingearbeitet wurden. Insgesamt also ein großartiges Making Of, das sowohl das Genre als auch den Film aufrollt und den Fan mit Sicherheit ansprechen wird. Natürlich gibt's das alles mit englischen Untertiteln wie alle Extras auf dieser DVD. So kann man diese selbst beim optionalen Audiokommentar der gekürzten Szenen anwählen, unter denen sich übrigens eine ausführliche Szene mit Tony Todd befindet, der einen geheimnisvollen Bestatter gibt. Als weitere Extras in diesem Unterpunkte stehen zwei Musikvideos (eines rockig-poppig-punkig, das andere aus der New Metal-Ecke) und die Originaltrailer zu den bisher erschienen zwei Teilen der bald dreiteiligen Serie zur Anwahl.
Das ist aber noch längst nicht alles, denn die meines Erachtens besten Features verstecken sich unter "Hinter den Kulissen": Unter "Das Terrormeter" werden drei junge Probanden mit allerlei medizinischen Geräten verkabelt und ihre Reaktionen auf den Film wissenschaftlich ausgewertet. Die Ergebnisse sind nicht nur für die Medizinerin verblüffend. "Cheating Death" geht als Dokumentation auf das Phänomen der "near-death experiences" ein, einer Art von Zwischenzustand, den Menschen erfahren, die für kurze Zeit klinisch tot waren und danach ins Leben zurückkehren konnten.
Um die ganze Sache ordentlich abzurunden, erwarten uns noch zwei nebenläufige Extras: Der Fact Track ist eine deutschsprachige Untertitelspur, die Wissenswertes in bestimmten Szenen einblendet. Die Überschneidungen mit dem folgenden Audiokommentar sind nicht so groß, weil man gern generelle Fakten auftischt, wie beispielsweise Statistiken über Todesopfer bei bestimmten Unfällen. Den Audiokommentar bestreiten Regisseur David R. Ellis, Produktionsleiter Craig Perry und die Drehbuchautoren Eric Bress und J. Mackye Gruber. Den aufgeweckten Erzählern kann man entweder direkt in englischer Sprache oder per deutscher Untertitel zuhören. Über den Daumen gepeilt ergibt das zwar nicht die Masse an Bonusmaterial, die beispielsweise ein 3-DVD-Set bieten kann, die interessanten, Themen übergreifenden Specials haben aber mindestens die 4 Punkte verdient.
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Fazit
"Final Destination 2" ist das Sequel des mit einem weltweiten Einspielergebnis von 113 Mio. Dollar überraschend erfolgreichen Teenie-Schockers von 2000 und wird seinem primären Anspruch, den Zuschauer 90 Minuten maximal zu unterhalten, mehr als gerecht. Weniger Mysterygrusel-angehaucht als im Interner Link"Akte X"-ähnlichen Vorgänger, konzentriert sich Regisseur David R. Ellis ("Final Call") auf ein so vielseitig und unerwartet wie nur möglich angelegtes Bodycount-Gerüst und vernachlässigt emotionale und vor allem narrative Elemente einer logischen Geschichte. Erstaunlich, dass dieses Konzept - reduziert betrachtet - dem Slasherfilm in Reinkultur entspricht und trotzdem besser denn je funktioniert. Sein Ziel, den Popcorn-Teenies das Fürchten zu lehren, verfehlt der Film nämlich keinesfalls. Der stets von äußerer, aber nichtsdestotrotz vorhandener Spannung getragene Handlungsablauf folgt zunächst dem Prinzip des ersten Teils. Doch wie sich nach der unfreiwillig komischen Begegnung mit Interner Link"Candyman"-Haken Tony Todd herausstellt, hat der Tod seine Regeln geändert: Die Reihenfolge, in der die Opfer das Zeitliche segnen, wird durch das Entstehen neuen Lebens beeinflusst. Die Logiker unter den Zuschauern dürften sich jedoch bereits nach der Anfangssequenz verabschiedet haben, steht doch bereits der Ausgangspunkt der Story auf sehr wackligen Füßen: Wenn Kimberly nach ihrer Vorahnung nicht die Ampel blockiert und eine Diskussion entfacht hätte, sondern stattdessen einfach weitergefahren wäre, gäbe es theoretisch gar kein Problem für die Gruppe. Denn der Truck fährt erst Minuten später an der Gruppe vorbei und verursacht den prophezeiten Unfall. Man sollte sich jedoch nicht den Spaß an einem "was und nicht wie" Film der Marke "Final Destination 2" mit Grübeln über eine etwaige Logik entgehen lassen. Allein die spektakuläre Autobahnvision zu Beginn haut einen förmlich aus den Sitzen. Regisseur Ellis ist nicht zufällig einer der meist erfahrenen Stuntmen Hollywoods und vertraut hier ganz auf die Wucht dieser Szene, die den bereits hervorragenden Einstieg des Vorgängers noch übertrifft und streng genommen keine Zeit zum Nachdenken über Kontinuitätsprobleme zulässt. Die Todesarten, sozusagen das "Herzstück" der Serie, sind besser ausgearbeitet und fallen in der Fortsetzung auch deutlich drastischer aus (in diesem Zusammenhang sei erwähnt, dass der Film nach Kinostart einige Zeit in der Diskussion wegen seiner zugegeben etwas gutmütigen Jugendfreigabe stand). Auch wenn das Blut hauptsächlich Computer generiert spritzt, muss man die visuellen Effekte als gelungen bezeichnen. Lediglich durch den TV-Look kann der Streifen optisch nicht an seinen Vorgänger anknüpfen, da so einiges an Atmosphäre eingebüßt wird, auch weil der Großteil der Handlung bei Tag spielt.
"Final Destination 2" konnte den Franchise auch mit etwas geringerem Einspiel fortführen und konzentriert sich weniger auf eine logische Geschichte, als auf modernisierte Slasherfilmstrukturen. Insbesondere in Bezug auf sein enorm hohes Unterhaltungspotential sowie die geradlinige Inszenierung ein feiner Leckerbissen für zwischendurch.



Bilder der DVD




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Final Destination
Final Destination (Kanada-Import)
Final Destination 2
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