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USA 2002
Originaltitel:Gale Force
Alternativtitel:Gale Force - Die 10-Millionen-Dollar-Falle
Länge:92:26 Minuten (ungekürzt)
Freigabe:ab 16 Jahre
Regie:Jim Wynorski (als Jay Andrews)
Buch:Steve Latshaw (als Patricia McKiou)
Kamera:Andrea V. Rossotto
Musik:Neal Acree
Darsteller:Treat Williams, Michael Dudikoff, Paul Logan, Renee Ridgeley, Tim Thomerson, Susan Walters
Vertrieb:Bronson / Koch Media
Norm:PAL
Regionalcode:2



Inhalt
Bei der Reality-TV-Show "Treasure Hunt" gibt es immerhin zehn Millionen Dollar zu gewinnen, weshalb neben sieben anderen hoffnungsfrohen Kandidaten auch der bei seinen Vorgesetzten in Ungnade gefallene Ex-Cop Sam Garrett seine Teilnahme an der Schnitzeljagd unter Palmen zusagt. Pech nur, dass ausgerechnet in dieser Runde nicht bloß ein Hurrikan auf den insulären Spielort zuhält, sondern obendrein die schwer bewaffneten Veranstalter selbst auf das ausgelobte Preisgeld schielen.

Bild
Format1.85:1 (anamorph)
NormPAL
 Eigentlich sind wir von Low Budget-Filmen keine sonderlich gute Bildqualität gewohnt, aber dieser anamorphe Transfer weiß wirklich zu gefallen. Neben einer satten und kräftigen Farbgebung kann auch der Kontrast in fast allen Belangen überzeugen und offenbart uns jedes Detail. Zwar hätte der Schwarzwert ein wenig ausgewogener ausfallen dürfen, doch stört dies nicht sonderlich. Auch die Schärfe befindet sich auf einem hohen Niveau und in Close-Ups wird uns sogar eine gute bis sehr gute Detailschärfe geboten, dessen Level nicht durchweg gehalten werden kann und hin und wieder wird der Transfer dann noch eine Spur zu weich. Auch die Konturen können nicht gänzlich überzeugen und hinterlassen deutliche Spuren von Nachschärfung und offenbaren unschöne Treppenmuster an den Kanten. Insgesamt wäre in puncto Schärfe mehr möglich gewesen, wäre da nicht das immer wieder auftretende Bildrauschen, welches in unterschiedlichen Stärken wahrzunehmen ist. Penetrant wird es meist bei den Sequenzen, welche der Regisseur aus anderen Filmen "geliehen" hat. Bei normalen Einstellungen bekommen wir einen äußerst geringen Rauschfaktor geboten und auch die Kompressionen arbeiten bis auf etwas Blockrauschen sauber im Hintergrund. Hin und wieder tauchen vereinzelt ein paar Kratzer auf und einigen Szenen neigen zu leichten Bewegungsunschärfen. Insgesamt aber eine wirklich zufriedenstellendes Ergebnis, vor allem was die Schärfe und den Kontrast angeht.
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Ton
FormateDolby Digital 5.1 Upmix (dt.), Dolby Digital 2.0
SpracheDeutsch, Englisch
UntertitelDeutsch
 Trotz eines 5.1-Upmix bleibt die gesamte Abmischung recht frontlastig und lediglich der Score verteilt sich angenehm auf die beiden hinteren Effektlaustprecher. Das war es dann aber schon und der 5.1 Track schöpft seine Möglichkeiten nicht einmal ansatzweise aus. Sei es bei Explosionen oder in der Sturm-Sequenz in der 63.Minute, hier bleibt alles sehr zurückhaltend und erscheint sogar recht dumpf und gedrungen. Da machen die dezenten Einlagen von Umgebungsgeräuschen kaum etwas aus und spielen keine tragende Rolle bei diesem Mix. Hier wäre etwas mehr Dynamik und ein ordentlicher Einsatz des Subwoofers fein gewesen, so bleibt der 5.1 Mix aber ein für ein Actionfilm recht unnötiges Extra auf der DVD und somit hätte die 2.0 Version vollkommen gereicht, bietet sie sogar eine sehr klare und gut verständliche Front. Hier wirkt die 5.1 Version dann ebenfalls gut verständlich, obgleich etwas leiser, um ein besseres Zusammenspiel zwischen Front- und Rückkanal zu erzeugen. Der englische Track, welcher ebenfalls in Dolby Digital 2.0 vorliegt, wirkt in den Stimmen natürlicher und weniger künstlich als die deutsche Synchronisation, dafür fehlt es der Abmischung deutlich an Dynamik und klingt in den Actionsequenzen noch etwas dumpfer als der deutsche Track. Optional lassen sie wie immer deutsche Untertitel hinzuschalten, aber leider darf man die Sprache erneut nicht während des Filmes wechseln, was mitunter recht nervig sein kann.
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Extras
Extras
  • Slideshow (32 Bilder)
  • Filmografien:
    • Jim Wynorski
    • Treat Williams
    • Michael Dudikoff
    • Susan Walters
 Die Extras beschränken sich auf Filmografien und eine Bildergalerie. Komischerweise fehlt hier diesmal ein Original-Trailer, sowie die obligatorische Trailershow.
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Fazit
Eins muss man den Jungs von "Phoenican Entertainment" lassen, sie verstehen es ihr Niveau zu halten, ohne auch nur einmal einen guten B-Actioner abzuliefern. Für "Gale Force" ist wieder Stümperlegende Jim Wynorski (hier unter dem Pseudonym Jay Andrews) verantwortlich und auch prominente Gesichter wie Treat Williams (Interner Link"The Phantom", Interner Link"Deep Rising") oder Michael Dudikoff ("American Ninja", "Soldier Boyz") vermögen hier kaum etwas gegen die verbrecherische Regie auszurichten. Zuallererst sollte vorweg geklärt werden, dass abseits der miesen Billig-CGIs zum Schluss wirklich jede Actionszene einmal mehr aus wesentlich hochwertigeren Filmen stammen. Gleich der gesamte Anfang mit seiner Autoverfolgungsjagd und dem explodierenden Haus wurde von "Last Action Hero" und Co geklaut. Später fügt Wynorski im Dschungel noch die komplette Anflug- und Helikopterabseilaktion aus Interner Link"Predator" ein. Woher der Rest stammt, ist mir momentan nicht bekannt. Einige Explosionen wurden jedenfalls auch "ausgeliehen". Mit diesem Wissen im Hinterkopf, offenbart "Gale Force" dann auch sein wahres Gesicht und das ist kein schönes. Sam Garrett (Williams), ein Bulle der sich über Vorschriften und Anweisungen hinwegsetzt, wird aus politischen Gründen (Arg, allein dieser erklärende Dialog mit seinem Vorgesetzten) vom Dienst suspendiert und wenig später auf eine Insel geschickt, um dort an einer als Reality-Show aufgezogenen Schatzsuche teilzunehmen. Dumm nur, dass der Showmaster vor Ort eine Söldner-Einheit (Anführer ist Dudikoff) angeheuert hat, damit die den Millionenschatz ausgraben...
Action gibt es dann auch auf der Insel wenig. Die Darsteller agieren zwar soweit solide (u.a. Pyun-Spezi Tim Thomerson), müssen sich aber vom Kriegsveteran, über die keifende Opportunistin, bis hin zum texanischen Gefängnisaufseher allen Klischeerollen geschlagen geben und werden dafür auch noch mit unterirdischen Dialogen belohnt. Treat Williams kommt dabei noch am besten weg, weil man stets den Eindruck hat, dass ihn die ganze Produktion tierisch angekotzt hat und er sich deswegen mit Galgenhumor über Wasser hält. Dudikoff hat hier auf seiner Abschiedstour eh zu wenig zu tun. Was gibt es noch Nennenswertes zu berichten? Anstatt eines kniffligen Duells zwischen den Parteien wird 60 Prozent des Films durch den verregneten Dschungel Richtung Helikopter gerannt. Der stellt die letzte Hoffnung dar, weil ein Tzunami Richtung Insel im Anmarsch ist und man sich ungern wegspülen lassen möchte. Während der Programmchef auf dem Festland dann ebenfalls Muffensausen bekommt, heißt es auf dem Eiland also Wettlauf gegen die Zeit. Wynorski-gemäß darf man davon wenig erwarten. Rund um die Protagonisten wurden Ventilatoren aufgestellt, um gar heftigen Wind (der stets nur um sie weht) zu simulieren, die Regenmaschine schien auch so ihre Tücken zu haben, weil szenenweise nur in Teilen des Bildes tatsächlich regnet. Damit bleibt auch "Gale Force" eine Ausgeburt der Inkompetenz, bei der man halt mal lachen darf, wenn die Wetterfrösche von einem Sonargerät ein Unwetter ablesen (!!). Seine Zuschauer scheint Wynorski und sein Verein jedoch wohl immer noch zu finden. Leider...

Nachdem Koch Media seit einiger Zeit mit Bronson Ent. zusammenarbeitet, erblicken so einige B bis C-Movies das Licht der Welt und im Falle von Gale Force handelt es sich um eine Neuauflage des Titels, welcher im letzten Jahr bei Starmedia erschienen ist. Die DVD bietet eine überraschend gute Bildqualität, einen soliden Ton und leider keine nennenswerten Extras. Jim Wynorski bleibt seinem Ruf treu und das ist auch das einzig Positive, was sich von "Gale Force" sagen lässt. Er ist nicht unendlich langweilig, nervt aber mit dem üblich dreisten Zelluloidklau, debilen Dialogen, Klischeerollen und Actionarmut - von den miesen CGI-Attacken ganz abgesehen. Mal wieder überflüssig ...



Bilder der DVD




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