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USA 2005
Originaltitel:Island, The
Alternativtitel:Insel - The Island, Die
Länge:130:22 Minuten (ungekürzt)
Freigabe:ab 16 Jahre
Regie:Michael Bay
Buch:Caspian Tredwell-Owen, Alex Kurztman, Roberto Orci
Kamera:Mauro Fiore, Maurice K. McGuire
Musik:Steve Jablonsky
SFX:K.N.B. EFX Group
Darsteller:Ewan McGregor, Scarlett Johansson, Djimon Hounsou, Steve Buscemi, Sean Bean, Michael Clarke Duncan, Max Baker, Tom Beaver, Troy Blendell, Yvette Nicole Brown, Joe Bucaro, Regan Burns, Mary Castro, Matthew Cieslinski, Kevin Daniels, Whitney Dylan, Svetlana Evremova, Gloria Grant, Kenneth Hughes, Robert Isaac, Jerry Kernion, Mark Kubr, Richard V. Licata, Christina Lindley, Marcus Lindsey, J.P. Manoux, Mitzi Martin, Jamie McBride, Kevin McCorkle, Gonzalo Menendez, Glenn Morshower, Gary Nickens, Don Michael, Paul Ethan Phillips
Vertrieb:Warner
Norm:PAL
Regionalcode:2



Inhalt
Mitte des 21. Jahrhunderts leben Lincoln Six-Echo und Jordan Two-Delta in einer hermetisch abgeschotteten High-Tech-Wohnanlage. Sie alle hoffen, irgendwann auf "Die Insel" reisen zu dürfen: die letzte unverseuchte Oase auf der Erde. Doch dann entdecken sie die Wahrheit: Sie sind Klone, die nur so lange leben, bis sie als menschliche Ersatzteillager ihren wahren Zweck erfüllen. Deshalb wagen sie die todesmutige Flucht und müssen sich plötzlich in einer fremden Welt zurechtfinden, während ihnen eine Truppe bewaffneter Söldner immer dicht auf den Fersen ist. Aber sie setzen ihr Leben und ihre Freiheit aufs Spiel, um diejenigen zu retten, die zurückbleiben mussten - und um die Wahrheit über die Insel ans Licht zu bringen ...

Bild
Format2.40:1 (anamorph)
NormPAL
 Hier wurde wieder vollends auf Stilmittel gesetzt um den Film den ganz "besonderen" Look zu verschaffen, doch leider geht so etwas nicht selten zu Lasten der Bildqualität, wie man jüngst bei diesem anamorphen Widescreen-Transfer erleben darf. Neben einer sehr intensiven Farbgebung, welche kaum Platz für natürliche Farben lässt und sich gänzlich verschiedener visueller Elemente hingibt, sind es vor allem kühle bläuliche oder aber erdige Töne, welche als Stilmittel zu erkennen sind. Zudem setzt man auf einen sehr harten Kontrast, der vor allem helle Flächen unnatürlich überstrahlen lässt. Dies ist dann aber auch ständig der Fall und verschluckt somit viele Details und auch der Schwarzwert gibt sich alles andere als optimal. Dafür ist die Schärfe auf einem recht hohem Niveau angesiedelt, wobei man eindeutige Spuren von Nachschärfung erkennen kann, welche für harte Kanten sorgen und leider auch unschöne Treppenmuster mit sich ziehen. Zwar wirkt das Bild insgesamt sehr plastisch und in den Close-Ups sogar schön detailliert, im Ganzen wirkt es aber überschärft.
Weiterhin fällt auch ein erhöhtes Maß an Bildrauschen auf, welches der Schärfe und den Kompressionen zusätzliche Arbeit bereitet und in den Bewegungen mischt sich hin und wieder ebenfalls leichte Unschärfe ein. Was hier also bleibt ist ein mit Stilmitteln vollgepacktes Bild, welches in vielen Stellen aber einfach "too much" erscheint und viel zu gekünstelt wirkt. Wahrscheinlich hätten etwas weichere Konturen schon Wunder bewirkt und beim nächsten mal bitte den Regler beim Nachschärfen nicht auf "Maximum Overdrive" drehen.
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Ton
FormateDolby Digital 5.1
SpracheDeutsch, Englisch
UntertitelDeutsch, Englisch, Deutsch für Hörgeschädigte, Englisch für Hörgeschädigte
 So ganz zufrieden können wir leider auch mit dem Ton nicht sein, denn im Gesamtbild erscheinen beide Abmischung etwas zu dumpf, als das wir von einen dynamischen Soundgewitter sprechen können. Zwar überzeugt hier vor allem der Score von Steve Jablonsky, der wirklich ein harmonisches Klangbild abliefert, auch die Umgebungsgeräusche sorgen für einiges an Räumlichkeit und in den Actionsequenzen, welche hier natürlich überwiegen, werden wir mit einer Palette an kräftigen und stimmungsvollen Effekten belohnt, welche das Geschehen angenehm unterstützen. Ja, selbst der Subwoofer arbeitet in den nötigen Momenten hervorragend und punktet mit einigen tiefen Bässen. Insgesamt wird man das Gefühl aber nicht los, dass hier mit angezogener Handbremse gefahren wird und man die Möglichkeiten nicht ausschöpft. Der englische 5.1 Track, welcher sich tendenziell nicht sonderlich vom deutschen Pendant unterscheidet, wirkt in den Dialogen, sowie den Umgebungsgeräuschen etwas natürlicher und stimmiger. Dies fällt vor allem in den Actionsequenzen auf, wo die englische Spur mehr Dynamik versprüht und greifbarer wirkt.
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Extras
Extras
Hauptfilm Disc:
  • Making of (14:56 Min.)
weitere Extras:
  • Soundtrack-CD (56:15 Min.)
  • 4seitiges Inlay mit Kapitelübersicht
  • Erstauflage im Steelbook
 Es macht schon ordentlich etwas her, so ein Steelbook und es eroberte Deutschland wie im Fluge. Aber was bringt ein edles Steelbook, auf dem protzig noch das Wort "Deluxe Edition" steht, wenn an der DVD wirklich nichts "deluxe" ist? Zwar spendiert man uns von Seiten Warners noch eine tolle Soundtrack-CD mit den Klängen von Steve Jablonsky, aber was wir auf der Hauptfilm-DVD selber finden, ist kurz gesagt ein Witz und eine Frechheit obendrein. Einsam und verlassen findet sich hier ein 15minütiges, absolut sinnfreies Making of, welches nur einen Zweck hat: Werbung für den Film zu machen. Leider versteht man anscheinend bei den Studios nicht, dass, wenn man sich den Film gekauft hat, keine Werbung mehr für den Film als Bonus braucht. Achso und dann gibt es natürlich noch einen tollen Audiokommentar, aber nicht auf der DVD, sondern als Link zum Downloaden (!!!) aus dem Internet. Laut Aussage von Warner war zum Zeitpunkt der Fertigstellung der Kommentar noch nicht eingesprochen worden und so bietet man den Fans die Möglichkeit diesen nachträglich noch zu hören. Pech nur, dass wir auch noch andere Veröffentlichungen im Auge haben und der Kommentar schon lange vor Veröffentlichung der deutschen DVD komplett auf der australischen Veröffentlichung zu finden war. Bei so etwas fehlen selbst mir die Worte ...
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Fazit
Michael Bay beweist mit "Die Insel" einmal mehr, dass er weiß, wie man halsbrecherische Action zu inszenieren hat, muss sich aber der Kritik stellen, dass wir alles schon einmal irgendwie und irgendwo gesehen haben und klar, Actionfilme ähneln sich natürlich sehr und sie wiederholen sich auch des Öfteren, aber dumm ist es nur, wenn ein Regisseur sich ständig selbst wiederholt, obgleich er sich ja nur versucht mit jedem Film erneut zu toppen. Leider ist Bay dies hierbei einmal nicht gelungen. Klingt die Geschichte um Klonexperimente, welche in einer nahen Zukunft stattfinden, sehr interessant und wurde über weite Strecken auch gut umgesetzt, so ist der erste Knackpunkt die Action im Film, welche in einigen Szenen bis zum Exitus zelebriert wird, ganz so, dass sie alles andere als glaubwürdig erscheint. Dabei meine ich nicht die x-te Autobahnverfolgung, sondern vielmehr die Sequenz als unsere Helden an einer Reklametafel auf einem Wolkenkratzer festhängen und unter Beschuss genommen werden. Die darauf folgenden Explosionen und die Zerstörungswut wirkt für den Zuschauer lediglich noch befremdend und surreal. Dabei bin ich der Meinung, dass Bay hier ein durchaus ernstzunehmendes Thema aufgegriffen hat, zumindest ernst genug, um aus der Story mehr heraus zu holen als die übliche Überdosis an Action, welche wir schon aus seinen Filmen wie Interner Link"Bad Boys" oder Interner Link"The Rock" kennen, wobei beide in dem Fall die Nase deutlich weiter vorne haben. In der Tat bemüht man sich etwas Leben in die Klongeschichte zu bringen und Ewan McGregor, sowie Scarlett Johansson geben sich auch sehr viel Mühe in dieser Welt aus Bluescreen und übertriebenen Actionergüssen Emotionen einfließen zu lassen. Bay schafft es sogar, das Publikum bei Laune zu halten, wobei die Geschichte ab dem Mittelteil kippt und leider zu viel Wert auf Explosionen setzt, denn auf das, was der Film auszudrücken versucht. In der ersten Stunden könnte man noch meinen, uns wird ein packender Thriller geboten, bei dem auch mal über den Sinn und die Berechtigung des Lebens philosophiert werden darf. Es wird dem Betrachter aber leider viel zu schnell klar, dass hinter der Fassade einer "intelligenten" Geschichte lediglich heiße Luft steckt und sämtliche Ansätze zu Gunsten einer rasanten Inszenierung aufgegeben werden. Anstelle dass der Zuschauer sich allzu lange über die ethischen und moralischen Prinzipien einer solchen Institution Gedanken machen kann, wird man viel lieber mit gutverpackten Klischees und politisch korrekten Holzhammer-Phrasen betäubt, die am Ende ihren recht kitschigen Höhepunkt erreichen sollten, in dem Michael Bay mit Djimon Hounsou doch tatsächlich einen Vorzeige-Schwarzen einbaut, der die beiden aussetzigen Replicas gnadenlos jagt und zum Ende hin doch noch die Seiten zu wechseln scheint. Dass hier plötzlich der Holzhammer große Kreise zieht, dürfte klar sein, denn plötzlich fühlt sich der Söldner den "Objekten" verbunden, teilen sie doch den gleichen Wunsch nach Freiheit wie seine Vorfahren ...
Versteht mich nicht falsch, "Die Insel" ist alles andere als schlecht, ich habe mich sogar sehr gut unterhalten gefühlt, aber Bay hat die Chance verpatzt einmal etwas Tiefgründigeres zu schaffen, aber anstelle Substanz wird uns nur 140 Minuten Action en masse geboten mit einer Überdosis Product-Placement und das schmeckt mit Sicherheit nicht jedem.

Das edle Steelbook ist leider nicht ansatzweise so "deluxe" wie erwartet und weder Bild- noch Ton erreichen die erwarteten Höchstwerte. Am meisten ärgert aber das fehlende Bonusmaterial und die Tatsache, dass man sich die Regiekommentare jetzt schon herunterladen muss. Zwar gibt es weltweit nicht mehr Extras und wir haben neben einer schönen Verpackung noch eine Soundtrack-CD beiliegen, aber für einen neuen Film wie "Die Insel" schon eine merkwürdige Geschäftpolitik ...



Bilder der DVD




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