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AR, USA 2004
Originaltitel:Jennifer’s Shadow
Alternativtitel:Chronicle of the Raven
Länge:86:17 Minuten (ungekürzt)
Freigabe:ab 16 Jahre
Regie:Daniel De La Vega, Pablo Parés
Buch:Daniel De La Vega, Pablo Parés, P.J. Pettiette
Kamera:Monty Rowan, Robin Melhuish
Musik:Micha Liberman
SFX:Franco Burattini, Christian Gruaz
Darsteller:Gina Philips, Faye Dunaway, Duilio Marzio, Nicolás Pauls, Hilda Bernard, Elvira Onetto, Peter Holten Andersen
Vertrieb:Koch
Norm:PAL
Regionalcode:0



Inhalt
Die Schatten der Vergangenheit sind so schwarz wie die Raben, die ihr in ihren Alpträumen die Eingeweide entreißen. Jennifer (Gina Philips) kehrt nach dem Tod ihrer Zwillingsschwester nach Buenos Aires in das Haus ihrer unter merkwürdigen Umständen ums Leben gekommenen Eltern zurück, um es möglichst schnell zu verkaufen. Wären da nicht ihre diabolische Großmutter (Faye Dunaway) und die wiederkehrenden Albträumen von den mörderischen Raben. Als Jennifer nach einem Schwächeanfall in die Klinik kommt, bewahrheiten sich ihre Versionen auf grausige Weise: Ihr fehlt eine Niere! Ausgerechnet die erstaunlich gut erhaltene Großmutter scheint hinter den tödlich verlaufenden Krankheitsfällen in ihrer Familie zu stecken ...

Bild
Format1.78:1 (anamorph)
NormPAL
 Die bedrückende Stimmung des Filmes ist auch auf die stark veränderte Farbgebung zurückzuführen. "Jennifer's Shadow" will düster wirken und daher wurden dem Film seine Farben entzogen, insbesondere die Rottöne, die für Lebendigkeit im Bild sorgen würden. Auch der Kontrast wurde auf ein schummriges Niveau getrimmt, so dass die wenigen hellen Flächen leichten Hang zum Überstrahlen haben, insgesamt also das Aussehen von klassischen Horrorfilmen imitiert wurde, bei denen dem Zuschauer mehr Schatten als Licht präsentiert werden. Bei der Detailzeichnung erreicht man dagegen fast aktuelle Produktionen. Nur fast, weil das Bild zwar mitunter sehr filigran sein kann, dafür aber einige Kanten etwas getreppt erscheinen. Auch die Kompression, die nominal sehr variabel arbeitet und bis an die Grenzen des theoretisch machbaren Datendurchsatzes stößt, besitzt einige Makel im Detailbereich, beispielsweise bestens zu sehen während des Vorspanns. Trotz dessen und des feinen Rauschens ist die Darstellung des anamorphen Bildes aber stets sehr zufriedenstellend, stellenweise sogar sehr gut. Auf die etwas ungewöhnliche Farb- und Kontrastwahl muss man sich aber einstellen, auch wenn es stilistisch durchaus plausibel ist.
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Ton
FormateDolby Digital 5.1
SpracheDeutsch, Englisch
UntertitelDeutsch
 Wieder ein Film, der an den richtigen Stellen vom Einsatz seines Soundtracks lebt, insgesamt aber sehr frontlastig ist, weil sich die Dialoge einfach nicht von dort trennen können bzw. insgesamt etwas "vorsichtig" abgemischt sind. Nichtsdestotrotz ist es allein schon der Einsatz des Scores wert, seine Surround-Anlage einzuschalten. Dazu gesellen sich eine Vielzahl unterschiedlicher Effekte, die besonders während der Alpträume einen großen Beitrag zur Atmosphäre leisten. Die Klangqualität ist bestens, wenn es auch oftmals still bleibt. Aber auch hier sind keine Unreinheiten zu bemerken. Der englische Ton scheint etwas fülliger, aber auch im Deutschen wird ein stellenweise guter Basseinsatz geboten, auch wenn diese Gelegenheit wenig genutzt wird.
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Extras
Extras
  • Audiokommentar
 Zwar ist der Audiokommentar das einzige Extra der DVD, dafür aber deutsch untertitelt. Besonders Produzent P.J. Pettiette leitet uns mit Informationen durch den Film, während die Produzentin Claudie Viguerie und die Darstellerinnen Faye Dunaway und Gina Philipps mehr oder weniger kurze Einschübe liefern. Besonders Miss Dunaway hat schlechte Erinnerungen an den Film und die Dreharbeiten und fragt daher immer wieder nach, worum es gerade geht, möglicherweise auch, um die Diskussion anzuheizen.
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Fazit
Gleich die ersten Bilder vermitteln den Eindruck, man wäre um gut 30 Jahre zurück in einen europäischen Psycho-Horror versetzt worden. Unheil verkündende Streicher und eine Auswahl an Sets, die extra ausgewählt wurden, um diese nostalgische, schauerliche Stimmung zu erreichen, zeugen davon, dass weder Slasher-Freund noch Splatter-Fan in den nächsten anderthalb Stunden auf ihre Kosten kommen werden. Aber Liebhaber des klassischen Nervenkitzels, die sich am schattenreichen Familienanwesen, welches wie von Geisterhand des Nachts seine Türen einladend öffnet und natürlich an markanten, sehr ernsthaft angelegten Charakteren erfreuen, sind hier genau richtig. Neben diesem gibt es eigentlich nur noch einen Friedhof und ein von Wahnsinn beseeltes Krankenhaus zu erforschen, mehr braucht es nicht, um die Geschichte um einen Familienfluch, der sämtliche Angehörigen in ihren Alpträumen dahinrafft, an den Zuschauer zu bringen. Keine Handys, keine Polizei, keine Nachrichtensendungen, man könnte fast meinen, sämtliche Kontakte zur atmosphärisch störenden Außenwelt hätte das Skript abgebrochen. Gut so, denn so konzentriert man sich auf die wenigen Protagonisten, die - Überraschung - bis auf zwei Ausnahmen das gesetzte Alter schon erreicht haben. Faye Dunaway spielt die Dame des Hauses, die trotz Unschuldsbeteuerungen und Schwächeanfällen sicherlich ein paar Leichen im Keller hat, die aber gern noch etwas biestiger hätte sein dürfen. Ihre Filmschwester ist eine hagere, alte Frau am Rande des Wahnsinns, der Angst und Schrecken auf ihr verzerrtes Gesicht geschrieben steht und die das Geheimnis des Hauses in ihrem stummen Mund verschließt. Ihr Anblick sorgt bereits bei gedämpftem Tageslicht für Unwohlsein und der Tod hat sicherlich schon einen Plan für sie - das merkt man sofort und ist auch kein großes Geheimnis. Die letzte wichtige Präsenz besteht im Friedhofswächter Bardevil, einstmals praktizierender Arzt, der der von Alpträumen geplagten Heimkehrerin Jennifer seine Hilfe anbietet. Diese hat Visionen von Raben, die ihr im Traum ihren Körper zerstören und ihr schon bald prophezeien, dass auch ihre Lebenslinie vom dunklen Schicksal des Hauses durchkreuzt werden wird. Die sicherlich aus Interner Link"Jeepers Creepers" bekannte Gina Philips wirkt in ihrer Umgebung leider manchmal fehlplatziert, weil sie die Magie des Filmes etwas plump unterbricht, jedoch tut das "Jennifer's Shadow" keinen Abbruch. Das gespenstische Anwesen, die baldige Ergründung von Jennifers körperlichem Verfall, die nach einer Reaktion verlangt und natürlich die fast schon dämonische Präsenz der Alpträume sind genügend Stoff, um das letztlich doch vorsehbare Resultat zu einem unterhaltsamen Film werden zu lassen. Schon allein, dass man entgegen den allgemeinen Gepflogenheiten inszeniert und dass es letztlich funktioniert, selbst in dieser Effekt verliebten Zeit, ist es wert, sich diesen Film zu Gemüte zu führen.
Die deutsche DVD von Koch ist sehr solide in Sachen Technik und besitzt einen Audiokommentar. Das ist zwar sicherlich nicht das Höchste der Gefühle, aber vielleicht ein Anlass mehr für euch, sich diese DVD mal anzuschauen.



Bilder der DVD




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