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KR 2001
Originaltitel:Nabbeun namja
Länge:102:38 Minuten (ungekürzt)
Freigabe:keine Jugendfreigabe
Regie:Ki-duk Kim
Buch:Ki-duk Kim
Kamera:Cheol-hyeon Hwang
Musik:Ho-jun Park
Darsteller:Jae-hyeon Jo, Won Seo, Yun-tae Kim, Duek-mun Choi, Yoon-young Choi, Yoo-jin Shin, Jung-young Kim
Vertrieb:e-m-s
Norm:PAL
Regionalcode:2



Inhalt
Die attraktive Kunststudentin Sun-hwa wartet vor einem Gebäude auf ihren Freund, als plötzlich ein fremder Mann auftaucht und sie sexuell belästigt. Einige Soldaten bringen den Fremden zu Boden und zwingen ihn, sich zu entschuldigen. Doch der Unbekannte denkt nicht einmal daran, worauf Sun-hwa ihm ins Gesicht spuckt. Nun schmiedet der Mann einen finsteren Racheplan. Die junge Frau wird von ihm durch einen hinterhältigen Trick in die Prostitution gezwungen. Noch kann sie nicht ahnen, dass ausgerechnet der Fremde ihr Zuhälter ist. Für Sun-hwa beginnt ein leidensvoller Weg.

Bild
Format1.85:1 (anamorph)
NormPAL
 Die Farben werden hier meist in unterkühlten Tönen, also leicht bläulich bis grünlich dargestellt und auch der Kontrast ist etwas gewöhnungsbedürftig, weil seicht ausgelegt, wobei der Schwarzwert deutlich als solcher zu erkennen ist. Die Schärfe stellt sich bis auf die Detailtiefe meist sehr angenehm dar, sobald aber das Ambiente etwas düsterer ausfällt, werden hier Defizite erkennbar, die bis zu unscharfen, leicht verschwommenen Momenten reichen. Insgesamt wird hierbei aber angemessene Qualität präsentiert, wenn auch kein wirklich filigranes Bild entsteht. Die sachte Auswirkung des Ghostings ist nur in einigen Bewegungen, beispielsweise gleichmäßigen Kamerafahrten ersichtlich, aber auch hier wird für Schmälerung der Schärfe gesorgt. Glücklicherweise ist das Rauschen nur sehr dezent und die Kompression fällt nicht sonderlich auf. Durch die Farbgebung ist also alles etwas sonderbar unwirklich und manchmal grell. Hier spielt sicherlich der Wunsch nach einer distanzierten, kalten Darstellung der Dinge eine große Rolle. Beim Verschmutzungsgrad kann man sich aber sicherlich noch verbessern, denn keine Unreinheiten wären mir lieber als die wenigen, aber präsenten Kratzer. Die Wertung rettet sich knapp auf 4 Punkte.
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Ton
FormateDolby Digital 5.1
SpracheDeutsch, Koreanisch
UntertitelDeutsch
 Der Originalton, für den es deutsche Untertitel gibt, die sogar die anfänglichen Credits übersetzen, ist etwas lauter als die deutsche Synchro, die sehr gut gelungen ist. Es kommt mir auch so vor, als ob die Höhenwiedergabe dort etwas besser gelingt, das kann aber auch an der insgesamt höheren Lautstärke liegen. Auch im Deutschen wird eine klare und dynamische Wiedergabe geboten. "Bad Guy" ist wahrlich kein Effektfilm, der durch energische Töne auf sich aufmerksam macht, besitzt aber trotzdem eine angenehme Kanalverteilung, die von einer breiten Stereofront bis hin zu einigen als Unterstützung angesetzten Surround-Klängen reicht. Hier ist es mal die Musik, dann wieder ein prasselnder Regenschauer, der für Aktivität sorgt. Die Musik legt sich sehr fein über das Geschehen und kreiert einen warmen, wohligen Klang. Im Bereich seiner Möglichkeiten also alles im grünen Bereich, zumal keine negativen Eigenschaften herauszuhören sind.
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Extras
Extras
  • Making Of Featurette (3:30 Min.)
  • Videoclip: Etta Scollo "I Tuoi Fiori" (4:53 Min.)
  • Videoclip: Carola "Bloot En Dag" (3:31 Min.)
  • Originaltrailer (2:18 Min.)
  • Bildergalerie (34 Bilder)
  • Der Regisseur Kim Ki-Duk (9 Seiten)
  • Interviews:
    • Cho Jae-Hyeon (7:34 Min.)
    • Seo Won (6:46 Min.)
    • Choi Duk-Moon (6:06 Min.)
    • Kim Jeong-Young (5:44 Min.)
    • Kim Yoon-Tae (5:23 Min.)
  • Weitere DVDs:
    • The Machinist (0:55 Min.)
    • Evil (2:00 Min.)
    • Oldboy (2:13 Min.)
    • The Last Tunnel (1:19 Min.)
    • Straight Into Darkness (2:28 Min.)
    • Legend Of The Evil Lake (1:43 Min.)
 Neben üblichen DVD-Trailern beinhaltet die DVD einiges an Film spezifischem Zusatzmaterial. Das Making Of ist von der etwas anderen Sorte, sehr lebendig geschnitten und musikalisch unterlegt und bietet einen etwas gefilterten Einblick auf die Arbeit am Set. Es folgen neben dem Originaltrailer zwei Musikvideos und ein längerer Text zum Regisseur. Die Darsteller bekommen die Möglichkeit, ihre Rollen und die Herangehensweise an diese in Interview-Blöcken darzustellen. Zuletzt steht noch die Bildergalerie mit Stills und einigen erotischen Aufnahmen der Hauptdarstellerin zur Anwahl.
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Fazit
Wem schon Park Chan-woks brutal bewegende Dramen zusagten, der wird sich mit "Bad Guy", ebenfalls einer südkoreanischen Produktion, in bester Gesellschaft wissen. Es ist immer wieder interessant, wie man eigentlich vorbelasteten, klischeehaften Grundstrukturen einer Geschichte ein neues, ansprechendes Gesicht verleihen kann. So geschehen mit diesem unüblichen Liebesdrama im Rotlichtmilieu Koreas, bei dem sich die tiefe Gefühlswelt der Protagonisten erst allmählich dem Zuschauer offenbart, der versucht ist, die vielen versteckten Regungen und Gemütsabbildungen aufzusaugen und zu deuten. Han-ki beispielsweise passt so gar nicht in das Bild des verruchten Zuhälters. Er gibt sich eher introvertiert, spricht bis auf eine einzige Szene kein Wort, verdient sich den Respekt unter seinen Gefolgsleuten aber auch mit unbeschreiblicher Härte und zornigen Gewaltausbrüchen. Und trotz seiner rabiaten Art, seiner heimtückischen List, mit der er die junge Sun-hwa in die Prostitution zwang und seiner Unberechenbarkeit wird Han-ki mit fortschreitender Spielzeit ein sympathischer Zeitgenosse, zwar immer noch schwer einzuschätzen, dafür aber erkennbar als fühlender und gewissenhafter Mensch. Immer wieder schockiert uns Regisseur Ki-duk Kim mit Szenen, die so nah an den Charakteren dran sind, dass man sich wirklich mittendrin fühlt. Sun-hwa lässt unzählige Freier über sich ergehen, die vor allem zu Beginn wie Peiniger für sie sind und auch vor dem Etablissement herrscht angespanntes Treiben. Immer wieder sind explizite Geschehen dokumentiert, wie die blutigen Messerstechereien und Rangeleien auf der Rotlichtmeile und es wird teils ein psychologischer und natürlich physischer Gewaltpegel erreicht, an den sich wenige in dieser Form heranwagt, zumal es ja vornehmlich darum geht, die spannende Geschichte zu erzählen und nicht einen Effektfilm zu inszenieren. Nicht wenige Momente erweisen sich in "Bad Guy" als unbequem, ebenso wie die zwischen Hass und Liebe wechselnde Beziehung der Protagonisten, es gibt aber sicherlich viel zu entdecken, weil sich einige Handlungen erst im Nachhinein aufklären.



Bilder der DVD




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NewsNeues aus Asien von e-m-s
Bad Guy
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