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JP 2004
Originaltitel:Devilman
Länge:110:41 Minuten (ungekürzt)
Freigabe:keine Jugendfreigabe
Regie:Hiroyuki Nasu
Buch:Gô Nagai, Hiroyuki Nasu
SFX:Hiroshi Butsuda
Darsteller:Hisato Izaki, Yûsuke Izaki, Ayana Sakai, Asuka Shibuya, Ryudo Uzaki, Yôko Aki, Ai Tominaga, Bob Sapp
Vertrieb:Legend
Norm:PAL
Regionalcode:2



Inhalt
Highschool-Schüler Akira Fudo, nachdem frühen Tod seiner Eltern bei einer Adoptivfamilie aufgewachsen, wird eines Tages mit Kräften konfrontiert, denen sein Körper nicht gewachsen ist. Er verschmilzt mit einem Dämon, doch seine Willensstärke bewahrt ihm innere Menschlichkeit - Akira wird zu Devilman. Dem Herr der Bestien ist jedoch ein Tor geöffnet, und schon bald überflutet die dunkle Armee der Dämonen das ganze Land. Akira trägt nun eine schwere Bürde auf seinen Schultern: Er muss Miki, das Mädchen, dass er liebt, beschützen und nebenbei die gesamte Menschheit retten, doch die Menschen fürchten sich vor den Dämonen - auch vor ihm. Inmitten der blutigen Schlacht, die nun beginnt, begegnet Akira seinem einstigen Freund Ryo, doch dieser hat sich grauenvoll verändert ...

Bild
Format1.78:1 (anamorph)
NormPAL
 Dafür, dass dies der bisher teuerste Film Japans ist, ist das Bild der deutschen DVD eher eine Enttäuschung. Es beginnt mit dem seltsamen Kontrast, der das Bild sehr ausbleicht, der ungewöhnliche Überstrahlungen zu Tage führt und auch nicht sonderlich kräftige Graustufen und Schwarzwerte produziert. Das führt gleich zu den etwas schwächer angelegten Farben, die etwas ins Gelbliche tendieren und einem unscharfen Bild in nächtlichen Aufnahmen. Aber selbst taghelle Augenblicke kann man nicht als sonderlich brillant bezeichnen, maximal als durchschnittlich. Statt Details ragt ein unnötig starkes, feines Rauschen hervor, in dem sich die fehlerhafte Kompression zu verstecken versucht. Die ist auch ein wenig für die nicht ganz weichen Bewegungen zuständig, obwohl sich kaum stehendes Rauschen bildet. Insgesamt alles sehr schade, denn in keinem Bereich kann die DVD wirklich punkten. Übrigens sind auch Anzeichen vorhanden, dass hier eine Kinorolle als Vorlage diente, der Verschmutzungsgrad hält sich aber in Grenzen, wobei ich auch hier keine Kratzer erwartet hätte.
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Ton
FormateDolby Digital 5.1 EX, DTS 6.1
SpracheDeutsch, Japanisch
UntertitelDeutsch
 Wenn man schon die Wahl zwischen DTS und Dolby Digital 5.1 hat, dann sollte man Ersteres verwenden, denn es erscheint mir so, als ob dieser wuchtiger zugange ist und auch die im Dialogbereich etwas schwächelnde Front klarer herausstellt. Trotz effektreicher Vorlage scheint das Raumtonverhalten in vielen Szenen noch nicht alle Register ziehen zu können und scheint ein wenig ausgebremst fürs Genre. Aktivität von den hinteren Lautsprechern ist reichlich vorhanden und auch an der Klarheit der Signale gibt es nicht viel auszusetzen, doch etwas stärker dürfte der Surround-Anteil schon hervortreten. Es fehlen die richtig dynamischen, weit aufspannenden Momente, bei denen man aufgerüttelt wird. Auch beim japanischen Ton konnte ich diese Eigenschaft nicht entdecken, was das Tonmaterial nicht abwertet, aber auch keinen Kracher in dieser Hinsicht fabriziert. Wer Spaß am O-Ton hat, dem stehen deutsche Untertitel zur Verfügung.
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Extras
Extras
  • 8seitiges Booklet
  • Pappschuber mit Prägedruck
DVD 2:
  • Promotion:
    • Mood Video (2:23 Min.)
    • Showreel (1:18 Min.)
    • Impressionen vom Set (1:16 Min.)
    • Trailer und TV-Spots:
      • TV-Spot 1 (0:17 Min.)
      • TV-Spot 2a (0:17 Min.)
      • TV-Spot 2b (0:17 Min.)
      • TV-Spot 3a (0:16 Min.)
      • TV-Spot 3b (0:17 Min.)
      • TV-Spot 3c (0:17 Min.)
      • TV-Spot 3d (0:17 Min.)
      • Dt. Trailer (1:32 Min.)
      • Jap. Trailer 1 (1:37 Min.)
      • Jap. Trailer 2 (0:43 Min.)
      • Jap. Promotion Trailer (0:43 Min.)
  • Making Of VFX:
    • VFX-Digest (2:40 Min.)
    • Designstudien:
      • Devilman (2:09 Min.)
      • Satan (1:38 Min.)
      • Selene (1:24 Min.)
      • Jimmen (1:36 Min.)
    • Charaktere (4:00 Min.)
    • Sets (4:54 Min.)
    • Animationen (25:16 Min.)
    • VFX-Probeaufnahmen (0:21 Min.)
    • Behind The Scenes (5:15 Min.)
 Das Bonusmaterial wurde auf eine separate DVD ausgelagert, die wie bereits die Film-DVD ein schön gestaltetes Menu besitzt. Im "Promotion"-Teil beginnt man mit zwei kurzen, werbewirksamen Testanimationen, die bereits in einem sehr ausgereiften Stadium vorliegen und die fantastische Stimmung des Stoffes wiedergeben sollen. Die "Impressionen vom Set" sind äußerst kurz und nicht nur wegen fehlender Untertitel nichtssagend. Über eine Menge Trailer und TV-Spots zum Titel wechselt man dann zum Making Of der digitalen Effekte, das in mehrere Teile aufgelistet wird. Auch hier erwarten uns bis auf die "Animationen" kurze Filmchen mit durchschnittlicher Länge von 4 Minuten, wobei sich die Designstudien noch mal auf vier Unterkategorien mit 4 Charakteren aufsplitten. Sowohl hier als auch bei den "VFX-Digest" werden uns verschiedene Renderphasen vorgestellt, die dann übereinander gelegt werden, um den Entstehungsprozess am Computer näher zu bringen. Ähnliches bekommt man unter "Charaktere" und "Sets" zu sehen. Die "Animationen" reichen von frühen Probeaufnahmen über verschiedenst weit fertig gestellte Szenen und bringen uns vor allem die Komplexität solcher Szenen wieder, auch wenn es keine Einblicke direkt an den Arbeitsplatz der Entwickler gibt. Erst das kurze "Behind The Scenes"-Material führt uns zu den Drehorten, leider aber wieder nur als Aneinanderreihung von Szenen mit eingespielter Musik. Damit beziehen sich fast alle Extras auf die Effekte, was ein wenig eintönig erscheinen mag, weswegen ich auch nicht mehr als 3 Punkte vergeben mag. Erst das Booklet widmet sich auf mehreren Seiten dem originalen Manga und seinem geistigen Vater Go Nagai. Besondere Erwähnung hat auch der Pappschuber mit Prägedruck verdient.
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Fazit
1 Milliarde Yen und wo ist das Geld denn geblieben? Zuerst einmal sei gesagt, dass das ungefähr 7 bis 7,5 Millionen Euro gewesen sein müssen, die "Devilman" zur "bis dato teuersten japanischen Produktion" werden lassen. Doch mit einem aufwendigen Interner Link"Casshern" kann sich "Devilman" bei weitem nicht messen. Zuerst einmal sei gesagt, dass die Manga-Vorlage von 1972, die ich nicht kenne, die aber bereits Umsetzungen als Anime-Serien erfahren hat, im Booklet als "kontroverser Klassiker" gehandelt wird - vor allem wegen seiner "expliziten Gewaltdarstellungen". Sieht man dann diese Realverfilmung, ist man aufgrund der wenigen, teilweise sogar deutlich entschärften Szenen wahrscheinlich sehr enttäuscht, denn die Untergangsgeschichte der Menschheit zieht sich mit einigen sehr klebrigen Szenen und einer Vielzahl an tragischen Settings sehr in die Länge, vernachlässigt dabei aber beispielsweise die im Showreel aufgezeigte brutale und düstere Wirklichkeit einer Welt am Rande der Apokalypse. Einige magische Momente retten sich hierhin, besonders die unwirkliche Auftürmung von Leichenbergen auf der völlig verwüsteten Erde vor blutrotem Firmament ist sicherlich beeindruckend und auch der Actionanteil wird versucht mit einigen Kampfeinlagen aufzupeppen. Hier mag mancher schon die nur mäßigen bis guten CGIs bemängeln, die man ja noch gutheißen kann, aber letztlich bietet die mittlere Stunde den Grund, warum "Devilman" sicherlich keine größeren Erfolge einheimsen wird: Neben einigen völlig fehlplatzierten, ausstaffierenden Elementen (z.B. der nervige Radiomoderator) scheinen die Möglichkeiten bei der Produktion dieses Films doch sehr beschränkt gewesen zu sein, so dass man darauf verzichten muss, die katastrophalen Auswirkungen der Dämonenjagd auf die eigene Gesellschaft auch im Größeren darzustellen. Das Skript versinkt in der gefühlsschwangeren Feststellung, dass die Menschheit der größte Dämon ist, der sich selbst zu Grunde richten wird und leider sind einige Darsteller etwas schwierig besetzt. Insgesamt schade, dass der ambitionierte Grundgedanke in einer verquasten Erzählweise nur wenig Nährboden für atmosphärische Endzeit-Unterhaltung hat. Denn auch die Abkehr von der ewigen Schwarz-Weiß-Malerei des Kampfes Gut gegen Böse ist einer der positiven Faktoren der Story. Meine Meinung soll euch aber nicht davon abhalten, euch "Devilman" zu Gemüte zu führen, schließlich ist er kein "Stinker", sondern einfach nur eine streckenweise Enttäuschung wegen verschenktem Potenzial, die trotzdem genügend sehr sehenswerte, teils sogar atemberaubende Passagen besitzt.
Die Doppel-DVD im Pappschuber bietet moderates Bild und guten Ton und enthält auf der beiliegenden Disc einige interessante Specials zur Effektkunst des Filmes.



Bilder der DVD




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Devilman
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