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JP 2003
Originaltitel:Makai tenshô
Alternativtitel:Makai Tenshou - Reincarnation from Hell
Länge:101:28 Minuten (ungekürzt)
Freigabe:ab 16 Jahre
Regie:Hideyuki Hirayama
Buch:Satoko Okudera, Futaro Yamada
Kamera:Katsumi Yanagishima
Darsteller:Yôsuke Kubozuka, Kumiko Aso, Tetta Sugimoto, Tomoka Kurotani, Kazue Fukiishi, Kazuya Takahashi, Masaya Kato, Kyozo Nagatsuka, Koichi Sato, Arata Furuta
Vertrieb:Splendid
Norm:PAL
Regionalcode:2



Inhalt
Japan im 17. Jahrhundert: Das Land genießt während des Togukawa-Shogunats eine kurze Periode des Friedens, als im kaiserlichen Edo eine geheimnisvolle Gestalt auftaucht. Es ist Amakusa Shiro, Meisterkämpfer und berüchtigter Zauberer, der Jahre zuvor während der Shimabura-Revolte getötet wurde! Zurückgekehrt aus dem Reich der Schatten verfügt er über schreckliche Kräfte ... Ihm gelingt es, mittels des Zaubers der Nekromantie eine Reihe der berühmtesten und besten Samurais wiederzubeleben. Mit Hilfe dieser Armee der Toten will er den Shogun stürzen und eine Herrschaft des Schreckens errichten. Nur ein Mann könnte dies verhindern: Yagyu Jubei, berühmtester Samurai des Landes. Aber kann er allein gegen die finstere Magie Shiros und die Schwerter der besten Kämpfer aus Japans Geschichte bestehen?

Bild
Format1.85:1 (anamorph)
NormPAL
 Das anamorphe Bild wird in sehr gedämpften, matten Farben wiedergegeben, die ein Pergament farbenes, altertümliches Aussehen kreieren. So sind dann auch nie strahlende Töne zu sehen, die Farbgebung bleibt aber konsistent, ist also kein Defizit sondern vielmehr Stilmittel. Etwas anders sieht es beim Kontrast aus: Man hat Schwierigkeiten, Bereiche voneinander abzutrennen sobald es zu düsteren, manchmal auch milchigen Szenen kommt. Auch das sehr körnige Rauschen steht dem guten Bild etwas im Wege, vor allem dann, wenn es in langsamen Bewegungen etwas starr wird. Das bemerkt man aber wie auch die Kompression nur am Rande. Dabei ist der Detailgrad bis auf wenige Ausfälle gut gelungen, so dass trotz des Rauschens ein feingliedriges Bild entsteht, welches an Konturen noch einer besseren Zeichnung bedarf. Wegen des ungewöhnlichen Farb- und Helligkeitsverhaltens vermögen einige fantastische Szenen nicht perfekt auszusehen, das Bild ist aber grad noch 4 Punkte wert.
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Ton
FormateDolby Digital 5.1
SpracheDeutsch, Japanisch
UntertitelDeutsch
 Weder die Sprache noch die Untertitel können direkt vom Hauptmenu aus gewechselt werden, die japanische Fassung kann sogar nur mit den deutschen Untertiteln angeschaut werden. Das passt nicht immer gut zusammen, denn einige Passagen des Off-Textes zu Beginn erscheinen nicht in den Untertiteln. Der Ton an sich verhält sich erfreulich lebendig und aktiv, sowohl auf den Frontlautsprechern als auch auf den Rears. In der anfänglichen Schlacht bekommt man ein brachiales Soundgemisch geboten. Zwar erwünscht man sich hier ein wenig mehr Klarheit anstatt Lautstärke, der räumliche Effekt und die Klangqualität sind aber sehr gut. Der Tieftöner wird zwar nicht sehr oft gebraucht, bei seinem Einsatz wird man aber gut bedient. Auch später ist die Ansteuerung der hinteren Lautsprecher mehr als zufriedenstellend. Die Dialogverständlichkeit gefällt mir ebenso wie die deutsche Synchro, die etwas starr den Center belagert. Auch wenn es einige ruhige Stellen gibt, sind 5 Punkte noch drin.
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Extras
Extras
Film-DVD
  • DVD-Programmvorschau:
    • Muscle Heat (1:03 Min.)
    • Arahan (2:33 Min.)
    • Bad Bad Things (1:54 Min.)
    • Once Upon A Time In A Battlefield (2:07 Min.)
    • Adam & Evil (2:12 Min.)
    • Natural City (2:12 Min.)
    • Tube (2:10 Min.)
    • Final Cut - Dein Tod ist erst der Anfang (2:15 Min.)
Bonus-DVD
  • Making Of "Day by day" (69:50 Min.)
  • Featurette: Geschichte der Samurai
    • Samurai-Kämpfer 1600 - 1638 (4:06 Min.)
    • Christenverfolgung (2:41 Min.)
    • Shiro Amakusa (1:58 Min.)
    • Christliche Rebellen (2:12 Min.)
    • Wesen der Dämonenwelt (2:46 Min.)
    • Das Geschlecht der Yagiu (3:50 Min.)
    • Jubei Yagiu (2:24 Min.)
    • Schule für Zen und Kampfkunst (1:24 Min.)
  • Special Effects:
    • Kampfszene am Festungsberg (6:15 Min.)
    • Enthauptung (1:33 Min.)
    • Wiederauferstehung (2:30 Min.)
    • Zug der Feldherren (3:36 Min.)
    • Vernichtung des Inshun (2:00 Min.)
    • Die Augen der Dämonen (2:37 Min.)
  • Interview: "Die Maske" (4:25 Min.)
  • Interview: "Special Effects" (5:22 Min.)
  • Storyboard (18:27 Min.)
 Die erste DVD besitzt zwar eine interessante Trailershow, aber kein einziges Extra zum Film selbst. Dieses Manko wird mit der separaten Bonus-Disc behoben, die der Verkaufs-DVD beiliegt. Den Anfang macht das knapp 70minütige Featurette "Making of: Day by Day", in welchem wir einen sehr intensiven Einblick hinter die Kulissen bekommen und eine Menge über die Dreharbeiten, die Drehorte, die technische Umsetzung und die Schwierigkeiten, welche eine solche Produktion mit sich bringt, gezeigt bekommen. Das Ganze beinhaltet noch kurze Interview-Blöcke und wurde in der chronologisch richtigen Reihenfolge zusammengeschnitten. So und nicht anders sollte ein Making Of aussehen. "Die Geschichte der Samurai" bietet einen kleinen, knapp 28 Minuten langen historischen Überblick über die Geschichte der Samurai und beinhaltet dabei eine Menge Wissenswertes, was den Zuschauer "Samurai Resurrection" zugänglicher machen wird. Dass das komplexe Thema hier nur angekratzt wird, sollte jedem bewusst sein, aber interessant und informativ ist es trotzdem und wurde in verschiedene Kapitel unterteilt. Ebenfalls unterteilt wurde das Featurette "Special Effects", welches sich komplett den aufwendigen Effektszenen widmet. In knapp 20 Minuten erfahren wir alles über die Entstehung der Effekte und kommentiert von den Spezialisten erweist sich auch dieses Featurette als sehr informativ und sehenswert. So etwas findet man heute leider viel zu selten. Als Ergänzung finden wir auf der Bonus-DVD noch ein 5minütiges Interview zu den "Spezialeffekten" im Film, sowie weitere vier Minuten zu "Der Maske". Hier bekommen wir zudem noch einen kleinen Einblick in die Arbeit der Special Effects-Künstler. Abgerundet wird das alles durch einen Zusammenschnitt der wichtigsten "Storyboardzeichnungen", welche mit knapp 18 Minuten ebenfalls sehr umfangreich geworden sind. Bleibt nur noch zusagen, dass das Bonusmaterial in Zusammenhang mit dem schönen Digipack wirklich das Wort "Special Edition" verdient hat. Natürlich wurden alle Extras deutsch untertitelt.
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Fazit
Halb Dämonen-Horror, halb Samurai-Action mit beliebter Schwertkunstfuchtelei, das dürfte jedem Fan ernster Swordplay-Filme abgehen wie heißer Sake an kalten Winterabenden. Die Art, wie das Okkulte und Urböse in Szene gesetzt wird, wie man die Kämpfe gekonnt übersichtlich, schnell, aber auch elegant aufbereitet oder wie so viele Szenen mit wunderschönen Motiven im Hintergrund angereichert werden, das alles klingt nach großem Kino und ist es vorerst auch. Aber die Methodik, wie die Himmelsabtrünnigen vorgehen, um Seelen zu sammeln und einem Herrscher (eigentlich: ihre Marionette) damit ermöglichen wollen, das Land zu beherrschen, nutzt sich ab, da kann man noch so viel feines Fantasy-Beiwerk reinpumpen. Wo andere Genre-Werke entweder durch zu hohen Grad von Poesie und Stilisierung oder aber eine überbordende Handlung fast schon sperrig wirken, ist "Samurai Resurrection" eine etwas eintönig vorankommende, aber optisch sehr reizvolle Angelegenheit, die ihre Kraft auch aus den guten Spezialeffekten bezieht. Woanders konnte ich lesen, wie man sich über zu wenig echte Effekte beschwert (tatsächlich bietet die imposante Enthauptung in der Einleitung schon den Höhepunkt handwerklicher Effektkunst), aber die passend eingeordneten CGIs gefallen mir trotzdem, schließlich werden hauptsächlich dämonische Wesen in Menschenhülle zerlegt, für die es etwas unpassend wäre, sie einfach ausbluten zu lassen. Zwar fehlt es hin und wieder an Rasanz und Hektik im Film, die atmosphärischen Momente mit den teuflischen Drahtziehern des Komplotts sind aber durch die schöne Ausleuchtung und Kostümierungen entschädigend dafür. Zudem muss ich sagen, dass der Stoff durch seine Einfachheit für europäische Verhältnisse leicht zu konsumieren ist, auch wenn keine Szene wirklich der Massentauglichkeit zuzuordnen ist, dafür ist das Thema dann doch etwas zu düster. Der oftmals eingesetzte asiatische Humor fehlt hier übrigens völlig und wird von mir zu keiner Sekunde vermisst.
Fazit: Feiner Film, der in seiner DVD-Umsetzung von "Splendid" zeigt, dass Fernost-Importe sowohl technisch als auch inhaltlich glänzen können.



Bilder der DVD




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