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HK 1981
Originaltitel:Kung-Fu Tang Lang
Alternativtitel:Todesbiss der Tigerkralle
aka. Todesschrei der Tigerkralle
aka. Tiger Love
Länge:92:06 Minuten (ungekürzt)
Freigabe:ab 16 Jahre
Regie:Hui Keung
Buch:ka.
Kamera:Li Shih-chieh
Musik:Chen Yung-yu
Darsteller:Hu Chin, Lo Lieh, Wang Ya, Hsia Chih-mo, Stephen Tung Wai
Vertrieb:Cult Cinema International
Norm:PAL
Regionalcode:2



Inhalt
Seit Generationen herrscht eine Fehde zwischen zwei Familien. Und obwohl die Liebe zweier Menschen Feuer und Hass auslöschen kann, gibt es tief in den Wäldern eine viel größere Macht: die Tigerkralle! Eine Legende, die seit Jahrhunderten von Generation zu Generation weitergegeben wird, erfüllt sich zu eine grausamen Fluch. Die unendliche Macht der Tigerkralle reicht bis ins Reich der Toten, und es soll jeder, der sich an der blutigen Familienfehde beteiligt hat, Opfer des Kung-Fu-Zombies werden!

Bild
Format2.35:1 (Letterbox)
NormPAL
 Zu aller erst sollte gesagt werden, dass das auf dem Cover angegebene Bildformat von 1,85:1 falsch ist und der Film hier in seinem Originalformat von 2,35:1 vorliegt. Leider nicht anamorph kodiert, kann das Master sein Alter und dessen Herkunft nicht verbergen und wartet mit einer Vielzahl analoger Defekte wie z.B. Drop-Outs, Kratzer und Haarrisse auf, welche dem Bild gehörig beisetzen. Weiterhin ist der Bildstand in einigen Szenen sehr unruhig, was gerade zu Beginn schon recht störend auffällt. Ein weiterer Faktor ist das Schärfeverhalten, welches in gewissen Szenen deutlich auf Nachschärfung schließen lässt und oberflächlich betrachtet zwar eine gute Kantenschärfe repräsentiert und den Transfer in einigen Aufnahmen schön plastisch erscheinen lässt, jedoch beim genaueren Hinsehen offenbaren sich unschöne Treppeneffekte, welche stellenweise extreme Formen annehmen. Obgleich die Nachschärfung das Bild stellenweise sehr unnatürlich erscheinen lässt, werden anderen Szenen dadurch jedoch deutlich besser. Hier hätte man vielleicht etwas variieren müssen um ein durchweg zufriedenstellendes Ergebnis zu erlangen.
Eine Detailschärfe ist durch die große Anzahl stehender Rauschmuster kaum noch vorhanden und lediglich in einigen Nahaufnahmen erscheint die Schärfe etwas besser, bis hin zu überraschend gut. Zudem wirkt das Bild recht schwammig und zeigt starkes Nachziehen in Kameraschwenks. Dafür arbeiten die Kompressionen recht angenehm und auch die Farben erscheinen natürlich und frisch. Der Kontrast hingegen ist sehr hart ausgefallen und verschluckt in Nachtaufnahmen viele Details. Jedoch sollte hierbei erwähnt werden, dass der Transfer in den Szenen mit viel Schwarz noch am besten erscheint und der Schwarzwert im Allgemeinen sehr gut geworden ist. Wie man sieht, ein sehr zwiespältiges Ergebnis in Anbetracht des Alters sowie der Produktion. Wäre das Bild stellenweise nicht so überscharf , könnte man mit dem Ergebnis recht zufrieden sein.
 ++----

Ton
FormateDolby Digital 2.0 (Mono)
SpracheDeutsch, Englisch
UntertitelDeutsch, Englisch
 Der deutsche Ton basiert auf einer komplett neuen Synchro und wurde offensichtlich auf die 70er Jahre getrimmt. Die Stimmen sind gut zu verstehen, lediglich leichte Verzerrungen und Defekte im Musikbereich sind hier negativ auszumachen. Über die Synchronisation selber kann man sich streiten und teilweise ist sie nur noch albern und im Vergleich zu der englischen Version tun sich Abgründe auf, da sehr starke Storyabweichungen aufkommen. Zudem hört man in einigen Szenen im Hintergrund noch den O-Ton, was vor allem in den Kamfpszenen stört. Hier wäre alternativ noch die alte Synchro schön gewesen mit dem legendären "Pink Panther"-Theme. Leider kann man auch hier wieder nur im Hauptmenü die Sprache wechseln.
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Extras
Extras
  • Bildergalerie (12 Bilder)
  • Trailer (3:05 Min.)
 Die Extras beschränken sich auf einen deutschen Trailer und eine Bildergalerie.
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Fazit
"Hey sie, in den Nudeln ist eine Fliege!"
"Die ist Tod, die beißt sie nicht mehr ..."

"Kung-Fu Zombie vs. Tigerkralle" ist ein recht schräger Genre-Mix aus Eastern und Horrorfilm, der seinesgleichen sucht. Mit Sicherheit ist die Geschichte recht gewöhnungsbedürftig und trashig erzählt, aber wenn man sich drauf einlässt, wird man zumindest mit ein paar Kumpels durchaus seinen Spaß haben, obgleich man hier wirklich sein zentrales Nervensystem abschalten sollte.
Den Anfang macht auch gleich ein klassischer Eastern-Kampf zweier verfeindeter Familien, der damit endet, dass die hübsche Lan Ling nach dem augenscheinlichen Tod ihres geliebten Chien Ho von einer Felswand springt. Doch der Sturz wurde jäh durch einen im Wege stehenden Baumstamm abgefangen und kurz darauf wird sie von einem Tiger angegriffen. Hier darf der Zuschauer dann auch gleich etwas Lebenswichtiges erfahren: In solch einer Situation sollte man einfach der Raubkatze vor lauter Angst auf den Kopf pinkeln und schon wird die sie gefügig. Von nun an lebt die Schwangere (nein, nicht vom Tiger!!) Lan Ling zwanzig Jahre im Dschungel, ohne das auch nur einmal nach ihr gesucht werden würde und zieht ihren kleinen Sohn zwischen Reissuppe und Tigerkot auf.
Wie ihr seht, sind allein schon die ersten Minuten schön abgedreht und gehen in Richtung Abenteuerfilm, bis sich die Story erneut wendet und in Richtung Liebesfilm mit Eastern-Einlagen wandert. Kampfsequenzen finden wir in "Kung-Fu Zombie vs. Tigerkralle" zwar zur Genüge, doch leider lässt die Choreographie etwas zu wünschen übrig und wirkt stellenweise recht unbeholfen. Auch die Dialoge gehören in die Kategorie Ultratrash, nehmen sich aber leider recht ernst und verleiten mehr als einmal zum Kopfschütteln. Bis der Film zum Horror-Genre wechselt, vergehen gut und gerne 70 Minuten und er wird von einem letzten großen Kampf zwischen dem Sohn von Lan Ling und einer Horde Kerle des befeindeten Clans eingeleitet. "Get Ready to rumble" kann man hier nur sagen und das Ganze schaut dann auch nach einer Spaßprügelei der vierten Klasse aus. Als dann endlich der Tiger zum Zuge kommen darf, der sich zwischenzeitlich in eine alte Frau mit messerscharfen Zähnen verwandelt, war es das dann auch fast schon und von Zombies im ganzen Film keine Spur. Das mag wohl eher an der neuen deutschen Titelgebung liegen, denn die alte Verleihfassung hieß "Todeschrei der Tigerkralle", welcher für heutige Maßstäbe aber wohl nicht mehr verkaufsträchtig erscheint.

Die damalige Videofassung war um knapp 8 Minuten gekürzt und das deutsche Independent Label CCI ließ den Film komplett neu synchronisieren, was sich in Anbetracht des Flicks als recht gelungen, wenn auch billig erweißt und mit einigen Synchroperlen und recht "motivierten" Sprecher aufwartet. Leider schien qualitativ nicht mehr möglich zu sein und so gibt sich die Bildqualität bescheiden. Für Fans trashiger Unterhaltung mit Sicherheit einen Blick wert. Die meisten werden sich auf Kung-Fu kämpfende Zombies freuen, doch die werdet ihr hier leider nicht finden.



Bilder der DVD




Druckbare Version
News"Kung-Fu Zombie VS. Tigerkralle" Ende Oktober
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