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USA 1984
Originaltitel:Firestarter
Alternativtitel:Stephen King's Der Feuerteufel
Länge:109:32 Minuten (ungekürzt)
Freigabe:ab 16 Jahre
Regie:Mark L. Lester
Buch:Stephen King, Stanley Mann
Kamera:Giuseppe Ruzzolini
Musik:Tangerine Dream
SFX:Jeff Jarvis, Michael Wood
Darsteller:David Keith, Drew Barrymore, Freddie Jones, Heather Locklear, Martin Sheen, George C. Scott, Art Carney, Louise Fletcher, Moses Gunn, Antonio Fargas, Drew Snyder, Curtis Credel, Keith Colbert, Dick Warlock, Jeff Ramsey, Jack Magner, Lisa Anne Barnes, Larry Sprinkle, Cassandra Ward-Freeman, Scott R. Davis, Nina Jones, William Alspaugh, Laurens Moore, Anne Fitzgibbon, Steve Boles, Stanley Mann, Robert Miano, Leon Rippy, Carole Francisco, Wendie Womble, Etan Boritzer, Joan Foley, John Sanderford, Orwin C. Harvey, George P. Wilbur, Carey Fox
Vertrieb:MGM/Sony Pictures
Norm:PAL
Regionalcode:2



Inhalt
Andrew McGee (David Keith) und seine Frau Vicky (Heather Locklear) sind die einzigen Überlebenden von Menschenversuchen der Geheimorganisation THE SHOP. Beide haben telepathische Fähigkeiten, die sich in ihrer Tochter Charlie (Drew Barrymore) potenzieren: Das Mädchen kann durch bloße Gedankenkraft Gegenstände, ja sogar Menschen in Flammen aufgehen lassen. Captain Hollister (Martin Sheen) vom SHOP will sich diese Fähigkeiten zu Nutze machen: er lässt das Mädchen entführen und ihre Mutter umbringen. Zwar gelingt es Charlies Vater, seine Tochter zu befreien, fortan werden die beiden aber von einem Killer-Kommando quer durch das ganze Land gejagt. Doch wenn die kleine Charlie erst einmal böse auf jemanden ist, wird die Sache bald heiß - sehr heiß ...

Bild
Format1.85:1 (anamorph)
NormPAL
 Die Bildqualität ist ohne Zweifel grundsolide und bis auf einige Schwächen in der Schärfe sogar recht gut ausgefallen. Zwar sind die Farben stellenweise etwas zu blass, erscheinen aber stets natürlich und auch der Kontrast überzeugt in den meisten Szenen. Die oben angesprochende mangelnde Detailschärfe dürfte durch den Einsatz von Rauschfiltern zustande gekommen sein und lässt das Bild recht weich erscheinen, überzeugt aber wiederum mit einer ordentlichen Kantenschärfe, welche aber hin und wieder leichte Überstrahlungen und Treppeneffekte offenbart. Das Rauschen ließ sich jedoch nicht gänzlich entfernen und so haben wir in einigen Momente extremes Bildrauschen auf dem Schirm und auch Verschmutzungen und Defekte in Form kleiner Blitzer bleiben nicht aus. Die Kompressionen arbeiten bis auf dezentes Blockrauschen stets sauber und mit einer besseren Schärfe wären hier locker vier volle Punkte drin gewesen.
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Ton
FormateDolby Digital 2.0 (Mono)
SpracheDeutsch, Englisch, Spanisch, Französisch, Italienisch, Polnisch
UntertitelDeutsch für Hörgeschädigte, Englisch für Hörgeschädigte, Französisch, Griechisch, Niederländisch, Italienisch, Spanisch
 Die gesamte Abmischung der deutschen Tonspur stellt eine einzige Katastrophe dar und wurde mit einem unatürlichen Hall versehen, was das Klangbild dumpf, blechern und eingeengt erscheinen lässt. Zwar lassen sich die Dialoge noch gut verstehen, aber dieses Krächzen ist kaum aushaltbar. Die anderen Tonspuren sind deutlich besser, wenn auch nicht optimal.
 +-----

Extras
Extras-
 Nice Price-Segment heißt bei MGM soviel wie: KEINE EXTRAS und das alles für nur 12,99 €. Sorry aber zumindest ein Trailer hätte es geben müssen. Oh, wir sehen gerade, dass die DVD zum Nice Price von 15,99 € angeboten wird. Bei solch einem günstigen Kurs dürfen wir natürlich keine Extras, geschweige denn ein ordentliches DVD-Menü erwarten.
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Fazit
1983-84 wurde die Filmwelt als neueste Mode von einer ganzen Reihe von Stephen King-Verfilmungen überschwemmt. Dabei kam Gutes (Interner Link"Dead Zone"), Mittelmäßiges ("Christine") und Schlechtes (Interner Link"Kinder des Zorns") zu Tage. Und auch diese Merkwürdigkeit, die von allem ein bisschen ist. Grundsätzlich gesehen ist "Firestarter" gegenüber seiner literarischen Vorlage linientreu, d.h. die meisten Szenen, die Essenz, ist hier auf Film übertragen worden. Auch die Besetzung kann sich durchaus sehen lassen, vor allem die Anwesenheit von George C. Scott als psychopathischer Indianer/Killer Rainbird ist sehenswert.
Leider gerät durch die mangelnde Experimentierfreude die ganze Geschichte ein wenig trocken und vorhersehbar. Genrefreaks können sich jedoch trotzdem an den F/X erfreuen, die sowohl heiß als auch zahlreich sind. Leider erschöpfen sich die Ideen des Drehbuchs und der Regie im immer größeren Einsatz der Kräfte des Mädchens, die in einer flammenden Katastrophe enden. Leider sind die Schlusseffekte bei der Zerstörung des Instituts inzwischen dermaßen bekannt, dass einen das Inferno seltsam kalt lässt. Es ist auch qualvoll langgezogen und scheint mit ein und demselben Effekt einfach kein Ende zu nehmen (im Fernsehen ist die Sequenz häufig gekürzt). Auch sonst muss sich die Story durch eine Reihe von Rückblenden erst zusammenfinden, denn der Film startet kalt durch und wir begegnen Vater und Kind praktisch mitten in einer Flucht, was nicht gerade eine passende Einleitung darstellt. Schauspielerisch wird hier niemandem der Prozess gemacht werden, aber Medaillen können auch nicht verliehen werden. Vor allem Drew Barrymore wirkt ein wenig zu aufgeschwemmt, um der kleinen Charlie wirkliche Tiefe (oder das Mitgefühl des Zuschauers) zu vermitteln. David Keith etwa als ihr Vater bietet zwar ordentlich Energie an, aber wenn es an seine parapsychischen Fähigkeiten geht, kann er immer nur die Hände an die Schläfen legen und aus der Nase bluten, da wäre mehr drin gewesen. Aber Mark Lester war ja auch nie ein besonders inspirierter Regisseur.
So entsteht eine Verfilmung, bei der offensichtlich nichts falsch gemacht wurde, die aber trotzdem nicht so recht aus den Hufen kommen will, weil sie zu oft an Kings Buch klebt. Auf jeden Fall genießbar, aber irgendwie nicht richtig gut. Oder doch? Ich bin mir nicht sicher ...

Bei einem sind wir uns aber sicher: Die DVD ist die rund 15 Euro, was sie zur Zeit immer noch kostet, leider nicht wert. Ein solides Bild reicht nicht aus um die Zuschauer selig zu stimmen, denn der deutsche Ton ist wirklich schlimm und die fehlenden Extras MGM typisch. Die Chance auf eine bessere Auflage sehen leider schlecht aus.



Bilder der DVD




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NewsNeue Horror-Titel von MGM im Oktober (Teil 1)
Feuerteufel, Der
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