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ESP 1974
Originaltitel:Semana del asesino, La
Alternativtitel:Apartment on the 13th Floor, The
aka. Week of the Killer
Länge:98:00 Minuten (ungekürzt)
Freigabe:Not Rated
Regie:Eloy de la Iglesia
Buch:Eloy de la Iglesia, Robert H. Oliver
Kamera:Raúl Artigot
Musik:Fernando G. Morcillo
SFX:Baquero
Darsteller:Vicente Parra, Emma Cohen, Eusebio Poncela, Vicky Lagos, Lola Herrera, Ángel Blanco, Charly Bravo, Manuel Clavo, Antonio Corencia
Vertrieb:Anchor Bay
Norm:NTSC
Regionalcode:0



Inhalt
Als der Schlachter Marcos eines Nachts einen streitsüchtigen Taxifahrer mit einem Stein am Kopf niederstreckt, beginnt sein ruhiges Leben aus den Fugen zu geraten. Am nächsten Tag erfährt er, dass sein Gegner an der Verletzung gestorben ist und nun drängt ihn seine zukünftige Gemahlin, sich der Polizei zu stellen. In einem Anflug von Verzweiflung und Wut erwürgt er auch sie. Doch seine Probleme werden dadurch nur noch größer, denn immer mehr Mitmenschen kommen hinter seine Tat und müssen ebenso zum Schweigen gebracht werden. Mittlerweile stapeln sich die toten Körper in seinem Haus, der Geruch wird unerträglich und Marcos sieht keine Möglichkeit, jemals an sein vorheriges Leben wieder anknüpfen zu können.

Bild
Format1.85:1 (anamorph)
NormNTSC
 Für diese codefreie US-DVD wurde eine umfangreiche Bearbeitung vorgenommen, so dass man äußert selten Bildfehler in Form von Kratzern oder Defekten zu Gesicht bekommt. Andererseits trägt das Alter des Materials einige Spuren in sich, beispielsweise einem leichten Flackern des Bildes, welches sich deutlich auf hellen Flächen offenbart, und den insgesamt zu dunklen Farbtönen. Dadurch ist auch der Kontrast etwas unausgeglichen geworden, denn helle Szenen sind etwas überleuchtet und dunkle Szenen gehen recht schnell in schwarze Flächen über. Die Kompression der anamorphen DVD ist zweifellos ordentlich umgesetzt, wie man es von Anchor Bay gewohnt ist, die Schärfe ist aber in vielen Szenen nur befriedigend und die Auswirkungen eines Rauschfilters werden vor allem in den Panorama-Sequenzen durch ein leicht stehendes Rauschen deutlich.
 +++---

Ton
FormateDolby Digital 2.0 Mono
SpracheEnglisch
Untertitel-
 Beim Ton ist eigentlich nur störend, dass kein O-Ton und keine Untertitel vorhanden sind, denn die Verständlichkeit ist immer gut und man nimmt kaum Störungen war. Für einen alten Monoton (hier auf die Stereofront gesplittet) bekommt man ein klares Klangbild geboten und die Stimmen geben sich recht natürlich.
 ++----

Extras
Extras
  • 4seitiges Booklet
  • Trailer (2:59 Min.)
VerpackungKeepCase
 Auf der DVD selbst befindet sich leider nur der Trailer zum Film und ein musikalisch unterlegtes Standbild-Menu. Dafür aber liegt ein 4seitiges Booklet mit Kapitelindex bei, welches auf den zwei Innenseiten eine ausführliche Biografie des Regisseurs enthält.
 +-----

Fazit
Den Vorspann im Schlachterhaus hätte man gern auslassen können, ansonsten präsentiert sich der mit wenigen Mitteln hervorragend umgesetzte "Cannibal Man" aber angenehm seriös für seine exploitative Namensgebung, die ich etwas unpassend finde, da keine vorsätzlich kannibalischen Taten stattfinden, das Thema Kannibalismus eher unterschwellig und an jener Stelle mit einem gehörig makabren Unterton serviert wird.
Stattdessen wird ein hervorragend ausgearbeitetes Psychogramm eines durch unglückliche Umstände zum Serienkiller gewordenen Mannes gezeigt, der unter dem Druck seiner Taten und aus Angst davor, entdeckt zu werden, zusammen bricht und seinen Verstand zu verlieren glaubt. Hauptdarsteller Vincent Parra, der ebenfalls als Produzent mitwirkte, portraitiert glaubhaft den innerlich zerrissenen, ängstlichen, dadurch aber seinem Umfeld gegenüber gefährlichen Marcos, dessen einziger Bezug zur Realität durch die aufkommende Freundschaft zu seinem gut situierten Nachbarn gewahrt wird. Zwar hängt diesem Teilstück des Filmes ein nicht weiter ausgeführter homoerotischer Charakter an, dafür bietet Unberechenbarkeit von Marcos gegenüber seiner neuen Bekanntschaft einen zusätzlichen Spannungsbogen. Die kurz angerissenen, aber heftigen Mordszenen sind zwar weniger für Gorehounds interessant, verhelfen "Cannibal Man" aber zu einer realitätsnahen, trostlosen Atmosphäre angesiedelt im stickigen Hochsommer Spaniens.
Die US-DVD bietet ein angemessenes, aber verbesserungswürdiges Bild und einen ordentlichen Monoton. Wen das Thema interessiert - und das sollte es, falls man Gefallen an den auf dem Backcover zitierten Interner Link"Maniac" und Interner Link"Henry - Portrait Of A Serial Killer" findet -, der darf hier zuschlagen.



Bilder der DVD




Druckbare Version
Cannibal Man (Grindhouse Collection Vol. 2)
News"Cannibal Man" kommt auf DVD und Blu-ray
Cannibal Man
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