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HK 2003
Originaltitel:Gau ming
Alternativtitel:Jiu ming
Länge:84:43 Minuten (ungekürzt)
Freigabe:ab 16 Jahre
Regie:Chi-Leung Law
Buch:Susan Chan
Kamera:Chan Chi Ying
Musik:Chan Kwong Wing
Darsteller:Angelica Lee Sin Je, Karena Lam Ka Yan, Andy Hui, Raymond Wong Ho-Yin, Liu Kai Chi, Roy Chow Wing Hang, Annie Man Chung Han
Vertrieb:e-m-s
Norm:PAL
Regionalcode:2



Inhalt
"Steh auf oder du stirbst" sind die ersten Worte, die eine Frau liest, als sie in einem Hotelzimmer die Augen öffnet. Sie schafft es noch auf den Hotelflur, bevor sie tot zusammenbricht. Dort wird sie kurze Zeit später von der sturzbetrunkenen Chi Ching (Sinje Lee) gefunden. Die Polizei findet heraus, dass die Frau dem Nierenräuber zum Opfer gefallen ist, der seit Monaten Hongkong in Angst und Schrecken versetzt. Ching kann sich nur vage an eine Fremde erinnern, die ihr im Hotel entgegengekommen ist. Doch mit ihrer Aussage bringt sie sich selbst ins Visier des mysteriösen Organräubers.

Bild
Format1.85:1 (anamorph)
NormPAL
 Als erstes fiel uns auf, dass der Bildstand extrem unruhig ausgefallen ist und das Bild immer wieder leicht ruckelt. Auch Verschmutzungen und Defekte machen sich in der Vorlage bemerkbar, was aber eine typische Krankheit japanischer Filme ist. Die Farbgebung ist dafür recht gut ausgefallen und wirkt in seiner Gesamtheit sehr natürlich. Auch der Kontrast weiß zu überzeugen und wirkt sehr ausgewogen und lässt selbst in dunklen Szenen keine Details missen. Einziges Manko bei diesem anamorphen Transfer ist einmal mehr die Schärfe. So erscheint das Bild wahrscheinlich durch Nachschärfen angenehm scharf und überzeugt durch eine ordentliche Kantenschärfe, in puncto Detailschärfe kann es aber nicht wirklich zu gefallen wissen. Insgesamt wirkt das Bild in vielen Szenen noch zu weich und gerade mal befriedigend, wenn es um Detailreichtum geht. Grund dafür dürfe der Einsatz von Rauschfiltern sein, denn Rauschen findet man hier nicht. Die Kompressionen arbeiten recht sauber und zeigen nur selten etwas Blockrauschen im Hintergrund. Insgesamt ein solider Transfer, der etwas mehr Schärfe hätte vertragen dürfen und deshalb auch nur knappe vier Punkte erlangt.
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Ton
FormateDolby Digital 5.1, DTS 5.1 (dt.)
SpracheDeutsch, Kantonesisch
UntertitelDeutsch
 Der deutsche Track liegt uns in DTS 5.1 und Dolby Digital 5.1 vor und überzeugt durch eine gute Synchronisation und einer sauberen Sprachverständlichkeit. Leider wird überwiegend nur der Frontbereich genutzt und die Rears kommen lediglich für den Score zum Einsatz und erzeugen dadurch etwas Räumlichkeit. Druckvolle Effektmomente gibt es leider nicht und so bleibt ein solider Mix zurück. Die DTS-Spur klingt lediglich etwas lauter und der kantonesische 5.1 Track überzeugt ebenfalls durch eine saubere Front und wirkt im Bassbereich sogar noch eine Spur prägnanter. Optional lassen sich deutsche Untertitel hinzuschalten.
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Extras
Extras
  • Making of (15:58 Min.)
  • Original Trailer (2:09 Min.)
  • Deutscher Trailer (1:53 Min.)
  • Musik Video (3:20 Min.)
  • Trailershow:
    • A Tale of two Sisters (1:59 Min.)
    • Oldboy (2:13 Min.)
    • The Grudge 2 (1:28 Min.)
    • Legend of Evil Lake (1:43 Min.)
    • Cube Zero (1:44 Min.)
    • Evil (2:14 Min.)
    • Ginger Snaps 2 (1:18 Min.)
    • Ginger Snaps 3 (1:53 Min.)
 Neben dem Original Trailer, sowie dem Musik-Video zum Film und den deutschen Trailer, enthält das Bonusmaterial noch ein knapp 16minütiges Making of, welches deutsch untertitelt wurde und einige interessante Informationen zur Produktion Preis gibt. Die obligatorische e-m-s-Trailershow darf natürlich nicht fehlen.
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Fazit
"Koma" - ein weiterer Vertreter des derzeit höchst erfolgreichen Asia-Mystery-Genres? Das könnte man, zumindest auf den ersten Blick, meinen. Dem ist aber nicht so! "Koma" ist eher ein Horror-Thriller der alten Schule, denn irgendwelche mysteriösen Erscheinungen gibt es hier kaum, auch wenn es schon allerhand Merkwürdiges gibt. Leider aber bleibt das Geschehen hinter vielen anderen Asia-Vertretern zurück! An der Story kann es allerdings nicht so ganz liegen. Die Geschichte selbst ist recht gekonnt ausgedacht und ist mal nicht so ganz typisch für das Genre. Auch wenn es natürlich die üblichen (ab und an sogar heftigen) Logik-Löcher und Ungereimtheiten gibt, so kann das Ganze doch recht gut gefallen. Auch für Atmosphäre und Spannung wird des öfteren gesorgt. Vor allem der Score des Streifens ist schlichtweg sensationell und kann im richtigen Heimkino für teils enorme Gänsehaut sorgen. Zudem geizt der Streifen nicht mit Schockeffekten, die effektiv und gekonnt zur Geltung kommen. Und auch die wenigen Splattereffekte wurden gut inszeniert und können gefallen. Erfreuen tut uns Regisseur Law Chi-Leung zudem auch mit einigen wirklich leckeren visuellen Eindrücken. Da gibt es z.B. gleich zu Beginn eine richtig geniale Kamerafahrt zu bewundern und auch den Einsatz von passenden Farbfiltern, die ebenfalls noch mal für eine Steigerung der Atmosphäre sorgen können!
Dafür krankt der Film aber an etwas, was leider bei vielen Filmen vorkommt, wenn auch nicht in dieser Extreme wie hier: Längen. Nach dem gekonnten Start dauert es dann doch eine ganze Weile, bis es wieder interessant wird. Viel wird gesprochen, viel wird getan, aber so richtig hintergründig oder schlüssig ist das Ganze nie. Erst nach einer ganzen Weile gibt es wieder einige wichtige Vorkommnisse, nach denen man sich dann auf ein höllisch gelungenes Finale freuen darf, welches dann aber auch erst einmal wieder eine Weile auf sich warten lässt. Das Ende des ganzen Spuks ist dann zwar wieder einmal nicht so ganz befriedigend wie erwünscht, aber man kann sich damit zufrieden geben. Schauspielermäßig ist alles so weit in Ordnung. Karena Lam und Lee Sinje können ihre Charaktere, die mit einer gewissen Hass-Liebe ausgestattet sind, wirklich gut rüberbringen und überzeugen. Und auch alle anderen Darstellerleistungen sind im grünen Bereich!

Spannender und ab und an auch stark atmosphärischer Horror-Thriller, fernab der Mystery-Welle, der durch einzelne heftige Schock-Effekte, einem phänomenalem Score und guten (wenn auch wenigen) Bluteffekten überzeugen kann, aber durch einige extreme Längen zwischendurch auch wieder viel einbüßt! Mit mehr Tempo hier und da und etwas weniger an überflüssigen Handlungen und Dialog-Szenen hätte es ein wirklich guter Streifen werden können, so reicht es "nur" für eine Wertung etwas über dem Durchschnitt! Die DVD bietet eine solide Bild- und Tonqualität und beinhaltet zumindest mit einem kleinen Making of und einem Video-Clip sehenswerte Extras.



Bilder der DVD




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