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KR 2001
Originaltitel:Paradise Villa
Länge:96:53 Minuten (ungekürzt)
Freigabe:ab 16 Jahre
Regie:Chong-won Park
Kamera:Young-hwan Jin
Darsteller:Han-jun Jo, You-Mi Ha, You-Mi Ha, Dong-hun Shin, Ji-seon Lee
Vertrieb:I-On
Norm:PAL
Regionalcode:0



Inhalt
Ein junger Online-Gamer sieht rot: All seine mühsam im Spiel erarbeiteten Waffen wurden von einem Cyber-Opponenten namens "Viagra" gestohlen und im Internet versteigert. Rasend vor Wut macht sich der Gamer auf, um sich im wahren Leben an dem Dieb zu rächen. Seine Suche führt ihn in ein Mietshaus namens Paradise Villa. Dort haben die einzelnen Mietparteien aber zurzeit ihre ganz eigenen Probleme zu bewältigen. Dass die Mieter dort gerade ein paar äußerst bizarre Probleme austragen, stört nicht weiter und ein sehr blutiger Abend nimmt seinen Lauf ...

Bild
Format1.85:1 (anamorph)
NormPAL
 Die Bildqualität ist schlichtweg ein wenig enttäuschend, aber das war die fast gleichwertige DVD aus Korea, also dem Produktionsland von "Paradise Villa" leider auch schon. Die Gründe dafür machen sich gleich in den ersten Sekunden bemerkbar, wenn die Kamerafahrt vorbei an den Computerspielern und den Monitoren ein starkes, sehr zähes Rauschen darstellt, das in langsam auslaufenden Bewegungen nicht mehr schön aussieht. Auch der Kontrastwert ist dort schon etwas seltsam, da dunkle Bereiche im Nichts verschwinden, was man im späteren Verlauf etwas zu oft zu sehen bekommt. Von alten Horror-Filmen, vor allem aus der Anfangszeit der DVD, ist man natürlich wesentlich Schlimmeres gewohnt, zeitgemäß ist diese DVD-Umsetzung aber wirklich nicht. Auch die Schärfe wird unter Wert verkauft, da die Details des grundsätzlich klaren Bildes abgeschwächt scheinen, trotzdem aber mal eine aufblitzende Kante zu sehen ist. Die Farbgebung ist bei einigen Außenaufnahmen übernatürlich kräftig, dann wieder gelblich bis grünlich, insgesamt aber zufrieden stellend. Das kann man von den Ausmaßen der Kompression nicht behaupten, denn neben ständigem, hintergründigem Blockrauschen verpixeln einige Bewegungen ungewöhnlich stark. Man braucht nur auf die längere Szenenabfolge warten, bei der das Licht flackert, dann wird man das deutlich sehen können. Selbst der Verschmutzungsgrad der Vorlage ist mit weißen Kratzern zu hoch. Insgesamt sehr schade, dass man hier nicht ein angemessenes, besseres Bild zaubern konnte. Die 3 Punkte tendieren eher nach unten.
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Ton
FormateDolby Digital 5.1 (Deu), Dolby Digital 2.0 (Kor)
SpracheDeutsch, Koreanisch
UntertitelDeutsch
 Ähnlich dem Bild muss man auch dem Ton so einige verpasste Chancen zugestehen. Statt echtem Dolby Digital 5.1 ist die deutsche Version nämlich eher aufgebohrtes Stereo - ziemlich schlicht aufgebohrt. Die Effektpalette ist dadurch gleich Null, die Aktivität der hinteren Lautsprecher auf das beschränkt, was man entweder schon von vorn hört oder was auf den hinteren Lautsprechern nichts zu suchen hat. Der Klang wird meines Erachtens durch den Hintergrundlärm etwas verwässert, viel hat der Film aber ohnehin nicht zu bieten. Die Dialoge sind im Deutschen nicht sonderlich geschickt mit Sprechern besetzt und sie bauen eine sterile Atmosphäre auf, was man in einigen Szenen durch zusätzliche Geräuschdetails (beim Pornovideo wackelt das Bett, juchhe!) versucht aufzuwerten. Die Dynamik, das Verhalten in hohen und niedrigen Frequenzen und die gesamte Akustik sind aber eher mäßig, fast schon unauffällig. Ich würd's als Dialogfilm bezeichnen, der keine sonderlich gute Synchro bekommen hat. Zum Glück gibt es ja deutsche Untertitel und den gleichfalls schlichten Originalton.
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Extras
Extras
  • Trailershow:
    • Black Angel (1:07 Min.)
    • Black Angel 2 (1:14 Min.)
    • Casshern (2:03 Min.)
    • Deadly Outlaw Rekka (1:23 Min.)
    • Freeze Me (2:02 Min.)
    • Gozu (1:27 Min.)
    • Memories Of Murder (2:01 Min.)
    • No Blood No Tears (1:56 Min.)
    • Paradise Villa (1:39 Min.)
    • Save The Green Planet (2:18 Min.)
    • Scarlet Letter (2:23 Min.)
    • Six Ways To Sunday (1:57 Min.)
    • The Happiness Of The Katakuris (2:10 Min.)
    • Triggerman (1:12 Min.)
    • Zebraman (1:37 Min.)
 Die DVD hat zwar ein ordentliches Menu und enthält viele Trailer, hat aber keine Film spezifischen Extras vorzuweisen.
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Fazit
Ungewöhnlich, ungewöhnlich! Wer beinharten Horror oder den blutigen Slasher-Wahnsinn erwartet kommt in Erwartung dessen wohl nicht auf seine Kosten, wer aber ein wenig über den Tellerrand schauen kann, dem dürften die Wirren im Mietshaus Paradise bestens zusagen. Nicht nur ein Killer, nämlich der völlig übergeschnappte Hardcore-Gamer, dem der Klau seiner hart erkämpften Superwaffen im Online-Gezocke arg zusetzt, sondern gleich mehrere Zu- und Unfälle sorgen dafür, dass am Ende der verstrickten Geschichte in jeder Wohnung mehr Blut klebt, als der normale Mensch bereit ist freiwillig abzugeben. Während des Länderfußballspiels saufen sich die einen fröhlich unter die Couch, die anderen haben Probleme mit dem Leichnam des unglücklich gestürzten Ehemanns, der blöderweise für den coitus interruptus beim Seitensprung sorgt und in der Nachbarschaft versucht die erfolglose Vertreterin für Wasserfilter ihren Produktwert in die Höhe zu treiben, indem sie ordentlich in den Wasservorrat des Blocks und damit den Mietern in die Suppe spuckt. Nur weiß die Gute nicht, dass ihr nasses Grab eben dort schon geschaufelt wird. Fast schon emotionslos kühl (macht wohl die völlig fehlende Musik aus) werden die Aktivitäten des Hauses abgefilmt, teils durch die Kamera eines Jugendlichen auf der Suche nach Verstecken für seine "Erotik-Cam". "Paradise Villa" ist dabei, sieht man von den überdrehten Zuständen ab, sowohl ernsthaft als auch realistisch und versucht gar nicht erst, schnippig, lustig oder episodenhaft zu sein, wie es beispielsweise die Komödie Interner Link"Four Rooms" ist. Etwas seltsam ist schon, wie das Drehbuch sich auf keinen der Charaktere fokussiert, immer mal zu der Geschichte schwenkt und dann weitergeht, weswegen mir manchmal ein wenig der Zusammenhalt abhanden kommt.
Mit der deutschen, bonuslosen DVD ist man leider nicht besonders gut bedient, die Umsetzung ist einfach zu mittelmäßig und dem Film nicht würdig. Zumindest der Pappschuber ist wieder dabei und zeigt, dass das Label die etwas aufwendigere Verpackung weiter verfolgt.



Bilder der DVD




Druckbare Version
Paradise Villa - Residenz der Gewalt
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