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USA 2003
Originaltitel:Out for a Kill
Länge:86:19 Minuten (ungekürzt)
Freigabe:ab 16 Jahre
Regie:Michael Oblowitz
Buch:Danny Lerner, Dennis Dimster, Sam Hayes
Kamera:Mark Vargo
Musik:Roy Hay
SFX:Lena Bogdanova u.a.
Darsteller:Steven Seagal, Michelle Goh, Corey Johnson, Kato Dobo, Elaine Tan, Tom Wu, Bruce Wang, Ozzie Yue Fang, Chike Chan, Hon Ping Tang, Dave Wong, Chaoi Kheng Ben, Michael T. Reynolds, Ray Charleson, Michael Junior Harvey, Edward Cox, Che Kim Fai, Li Hou Kai, Zhang Wei Guo, Mashbat Uchroel, Gyo Shao Heng, Shang Lui, David Tan Gambator, Giselle Cherniak, Eloise Anderson, Jia Ji Yu, Raicho Vasielv, Chris Pavlo
Vertrieb:Starmedia / Bronson
Norm:PAL
Regionalcode:2



Inhalt
Archäologe Robert Burns plant kostbare Artefakte aus Ostchina per Schiff nach Übersee zu transportieren. Als er zufällig entdeckt, dass die Chinesische Mafia - die Tong - seine Schiffspassage zum Drogenschmuggel missbrauchen will, muss er fliehen. Dabei wird sein Assistent ermordet - Burns landet dafür im Knast! Als Köder für die Tong kommt er wieder frei. Doch die Mafia bedroht nicht nur sein Leben, sondern auch das seiner Frau! Aber - niemand wusste von Burns mörderischen Material-Arts-Künsten ...

Bild
Format1.85:1 (anamorph)
NormPAL
 Abgesehen davon, dass der Regisseur hier mit vielen verschiedenen Farbstilen arbeitet und somit eine wechselhafte Farbgebung bietet, erscheinen diese zu jedem Zeitpunkt natürlich und dem Stilmittel angepasst sehr kräftig. Von warmen Brauntönen bis hin zu einem kühlen Blau wird uns so ziemlich alles geboten. Der Kontrast leistet eine saubere Arbeit, wirkt jedoch je nach Farbfiltereinsatz etwas zu hart und auch der Schwarzwert scheint nicht immer optimal. Die Schärfe hierbei ist überdurchschnittlich gut ausgefallen, wirkt insgesamt aber noch eine Spur zu unscharf. Im Hintergrund zeichnet sich noch dezentes Blockrauschen ab, dafür geben die Kompressionen aber keinen Grund zur Klage, lediglich leichtes Nachziehen stört etwas in schnellen Bewegungen, sowie leichte stehende Rauschmuster, welche zu Lasten der Schärfe gehen. Kratzer und Verschmutzungen fallen hierbei kaum auf.
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Ton
FormateDolby Digital 5.1, Dolby Surround 2.0 (Dt./Eng.), DTS 5.1 (Dt.)
SpracheDeutsch, Englisch
UntertitelDeutsch
 Auch wenn die deutsche Synchronstimme von Seagal zum Weglaufen ist, überzeugt der Dolby Digital 5.1 Mix durch eine ordentliche Abmischung und legt sehr viel Wert auf das Einbringen der Rear-Speaker, welche nicht nur für den Score und die Umgebungsgeräusche sauber eingesetzt werden, sondern auch in den Actionszenen dürfen wir einige direktionale Effekte erwarten. Die Dialoge sind ebenfalls gut zu verstehen, insgesamt fehlt es der Abmischung aber etwas an Dynamik und dem nötigen Druck um schlussendlich wirklich überzeugen zu können. Dennoch wird man hier angenehm in das Geschehen versetzt und somit können wir mit dem Ergebnis recht zufrieden sein. Der DTS-Ton klingt insgesamt jedoch etwas lauter und gerade im Bassbereich wirkt er effizienter und kräftiger, so dass wir uns ausnahmsweise mal hierfür aussprechen dürfen. Auf den Dolby Surround Track hätte man verzichten können. Der englische 5.1 Mix unterscheidet sich kaum von der deutschen Sprachfassung und überzeugt zudem noch durch eine kräftige Front und eine etwas natürlicher wirkende Dialogwiedergabe. Auch hier hätte man auf die zusätzliche Surround-Spur verzichten können. Optional lassen sich noch deutsche Untertitel hinzuschalten. Leider kann man die verschiedenen Sprachfassungen nur über das Hauptmenü wechseln.
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Extras
Extras
  • Behind the Scenes (17:27 Min.)
  • Filmografien:
    • Michael Oblowitz
    • Steven Seagal
    • Michelle Goh
    • Corey Johnson
    • Danny Lerner
    • Boaz Davidson
    • Randall Emmett
    • Geroge Fural
    • Brad Jenekl
  • Original-Trailer (1:35 Min.)
  • Bildergalerie (30 Bilder)
  • Kurzinhalt
  • Trailershow:
    • Reality Check (1:43 Min.)
    • In Hell (1:59 Min.)
    • Betrayal (1:55 Min.)
 Die Extras bieten ein 17minütiges "Behind the Scenes"-Featurette, welches sich als reines Werbefilmchen entpuppt. Neben ein paar Einblicken hinter die Kulissen, sind es sonst nur noch typische PR-Sprüche, welche dieses Featurette ausmacht. Der Informationsgehalt ist hierbei gleich Null und Eigenlob stinkt. Dann gibt es nur noch 9 "Filmografien", den "Original-Trailer", eine "Bildergalerie" und als unnötiges Extras die Inhaltsangabe des Films. Wer dann danach noch ein paar Minuten Lust und Zeit hat, kann sich noch drei weitere DVD-Trailer anschauen.
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Fazit
Kurz nach dem unterirdisch schlechten "The Foreigner" hat der Altmeister des stoischen Blicks und der eingefrorenen Gesichtszüge erneut mit dem in Südafrika geborenen Michael Oblowitz einen Film gedreht. Erstaunlicherweise ist der Film um einiges besser als das erste gemeinsame Projekt. Wobei man sich die Story von "Out for a kill" getrost schenken kann, denn es läuft am Ende auf das altbekannte Muster raus: Ehefrau stirbt, Mann nimmt Rache an Verbrechersyndikat. In diesem Fall ist das Syndikat die chinesische Drogenmafia, die in ganz Europa verteilt arbeitet. Der Mann, der zum Rächer wird, ist natürlich Steven Seagal. Da inzwischen wohl schon alle Begründungen für die Kampfkünste eines einfachen Mannes in anderen Filmen benutzt wurden, hat man sich für "Out for a kill" etwas ganz besonderes einfallen lassen. Seagal spielt den ehemaligen Meisterdieb "Ghost", der gefasst wurde, im Knast Archäologie studierte und sich nach dem Knast eine neue Identität als Ausgrabungsleiter beschafft hat. So darf man also erstmals den immer noch "etwas" aufgedunsen wirkenden Seagal als Professor erleben, damit hätte sicher auch keiner jemals gerechnet. Gedreht wurde der Film wieder komplett im Osten Europas, diesmal in Bulgarien.
Leider hat Michael Oblowitz nicht wirklich viel aus seinen Fehlern bei "The Foreigner" gelernt. Noch immer gibt es bei so ziemlich jeder Szene eigenartige Kameraperspektiven und Zeitlupensequenzen ohne Ende. Letztere wurden aber etwas passender eingesetzt als noch im Vorgängerfilm. Zudem scheint Oblowitz sich für diesen Film einige neue Sachen beigebracht zu haben, die er dann auch gleich reichlich einsetzt: So gibt es einige schlecht gemachte Blue Screen-Szenen, Farbfilter und als Krönung bei jeder neuen Szene die Einblendung, wo das Ganze spielt und zu welcher Uhrzeit. Dass diese Informationen für den Film vollkommen ohne Bedeutung sind, versteht sich wohl von selbst.
Erfreulicherweise hat man sich bei "Out for a kill" entschlossen, Seagal wieder das tun zu lassen, was er am besten kann: Kämpfen. Und das darf er hier wirklich reichlich. Das sieht auch schon wieder fast so aus wie zu seinen besten Zeiten, auch wenn er noch immer auf viele Schnitte angewiesen ist und etwas hüftsteif wirkt. Die Kämpfe sind schön unterschiedlich, teilweise recht hart aber nie auf dem Level von Filmen wie "Nico" oder anderen Klassikern. Was allerdings der übertriebene Einsatz von Drahtseilen, insbesondere beim Kampf im Hinterzimmer eines Frisörs, soll, kann wohl nur Michael Oblowitz sagen. Das sieht einfach lächerlich aus, wenn der Gegner von Seagal an den Wänden läuft und deutlich sichtbar an Drähten durch die Luft schwebt.

Bleiben eigentlich nur zwei Fragen: Warum hat Steven Seagal in jedem Film eine andere, immer bescheuertere Synchronstimme? Und: Wo sind eigentlich die 20 Millionen Dollar Budget geblieben? Denn es kann ja wohl nicht alles für die Outfits von Mr. Seagal draufgegangen sein, wobei er natürlich schon einen höheren Stoffbedarf bei seinen Klamotten hat als zu früheren Zeiten!? Ansonsten aber eine eindeutige Steigerung gegenüber dem verpfuschten "The Foreigner", aber immer noch sehr weit von dem entfernt, was man von Seagal sehen möchte. Also Mr. Seagal nochmal ein paar Kilo runter, Michael Oblowitz in die Wüste schicken und vielleicht das Drehbuch vorher mal lesen, dann wird das auch wieder was. Die DVD bietet eine überdurchschnittliche Bild- und Tonqualität und kann demzufolge technisch durchaus zu gefallen wissen. Die Extras sind dagegen recht langweilig und auch das zwanghafte Wechseln der Tonspuren über das Hauptmenü stört hierbei gewaltig.



Bilder der DVD




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