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HK 1979
Originaltitel:Shi er tan tui
Alternativtitel:Incredible Master Beggars
aka. My Kung-Fu 12 Kicks
aka. Twelve Kung Fu Kicks
aka. Sap Yee Taam Tui
aka. 12 Secrets du Kung Fu, Les
Länge:85:29 Minuten (ungekürzt)
Freigabe:ungeprüft
Regie:Lu Po Tu
Darsteller:Feng Ku, Siu-Lung Leung, Han Kuo Tsai
Vertrieb:CMV-Laservision
Norm:PAL
Regionalcode:0



Inhalt
Kao, ein pfiffiger Taschendieb, gerät bei der Ausübung seines "Berufes" in Schwierigkeiten, als er im Revier einer organisierten Gangsterbande die Finger lang macht. Nachdem er daraufhin von den Banditen gehörig verwarnt worden ist, sinnt er auf Rache. Um sich zu revanchieren, lässt sich Kao von dem Rikschamann Wu ausbilden, der zugleich ein ausgefuchster Kung Fu-Lehrer ist.

Bild
Format2.35:1 (anamorph)
NormPAL
 Ich sag es nicht gern, aber auch bei dieser Eastern-DVD scheint das Label keinen Grund oder Möglichkeit gesehen zu haben, das Bild von Defekten zu bereinigen. Ein paar der kleinen weißen Kratzer sieht man immer, einige Szenen fallen dahingehend aber richtig negativ auf, weil der Verschmutzungsgrad stark ansteigt. Schade, denn das anamorphe Originalformat ist schon mal ein guter Anfang und die Farben sind auch recht ordentlich, wenn auch etwas zu dunkel und manchmal wechselhaft zum Grünlichen hin. In dunklen Szenen stimmt dadurch zwar der Schwarzwert, besonders toll oder klar ist die Optik dann aber nicht. Mehr als sehr weich ist das Bild ohnehin nicht. Man sieht manchmal richtig, wo Details fehlen und dafür sind Konturen zu stark abgegrenzt. Die Kompression bleibt im Hintergrund, wobei auch kaum Rauschen auf dem Bild liegt, als ob einige Bildteile eingefroren sind. Einmal wird mitten im Film eine längere Szenenabfolge eingefügt, die deutlich schlechter in der Qualität ist und auch stark herangezoomt aussieht, obwohl das Bildformat von 2.35:1 eingehalten wird.
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Ton
FormateDolby Digital 2.0 Mono
SpracheDeutsch, Englisch
UntertitelDeutsch
 Den deutschen Ton begleitet ein ständiges, sonores Rauschen. Der Klang ist stark begrenzt auf dumpfe, zischende, letztlich aber nicht allzu schlecht verständliche Dialoge und die wenig belebten Musikeinspielungen im Hintergrund. Wenn der Unterschied auch nicht viel ausmacht, so hat man neben der tollen deutschen Originalsynchro noch die stärkere Klarheit gegenüber dem englischen Ton voraus. Der ist wirklich schlecht, weil total unkenntlich und charakterlos. So klingt es dort, als ob sämtliche Darsteller durch ein dickes Kissen sprechen würden und das dumpfe Rauschen stört auch. Nicht alle Stellen haben deutschen Ton, weswegen sich dort die englische Synchro und deutsche Untertitel zuschalten. Mit dem deutschen Ton kann man also noch zufrieden sein, der englische Ton wird kaum jemanden gefallen.
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Extras
Extras
  • Original Kinotrailer (2:47 Min.)
  • Vorspann der deutschen Fassung (1:40 Min.)
  • Eastern Collection:
    • Galerie (6:07 Min.)
    • Trailer (1:40 Min.)
VerpackungKleine Hartbox
 Wie schon auf der ersten DVD der Eastern Collection gibt es einen selbst zusammengebauten Trailer von diversen Teilen der Reihen und eine interessante Bildergalerie. Das riecht schon etwas nach Standardware, gewährt allerdings auch denjenigen einen Einblick auf die Reihe, die bisher nur diesen Titel ergattern konnten. Zu "Der Rikschamann" bekommt man noch einen sehenswerten Originaltrailer geboten und den Vorspann der formatmäßig stark beschnittenen, alten deutschen Videofassung, die ganz offensichtlich auf einem französischen Master basierte. Als weiteres Extra kann natürlich noch die Verpackung der DVD gelten: CMV nutzt hier wieder eine schicke, kleine Buchbox.
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Fazit
"Er ist der verrückteste Kung Fu-Kämpfer, der je über die Leinwand tobte. Und wenn er hinlangt, dann kracht's im Schuppen, dass die Wände wackeln!" (Dt. Trailer)

Warum "Der Rikschamann" und nicht einer der 3 Fantastillionen anderen Eastern? Weil "Der Rikschamann" richtig schöner Trash ist, ohne Rücksicht auf ernsthafte Begegnungen oder hundertprozentig historische Korrektheit, denn wenn der Jungspund Kao, dem erst von drei alten Herren und dann vom Kung Fu-Ass Wu ein Aufbautraining in Sachen Selbstverteidigung gegeben wird, durch die Luft wirbelt, dann kann es schon mal sein, dass im Hintergrund die Oberleitungen herumhängen. Die Kämpfe sind sehr abwechslungsreich ausgefallen, weil sie nicht so starr und kompliziert ausgeführt werden wie anderen Genre-Filmen. So hat man sich gleichfalls Anregungen von den drei Stooges wie bei Charlie Chaplin geholt, aber auch die Toonparade scheint innerhalb der Musik Einfluss gefunden zu haben und daher ist es nicht verwunderlich, wenn Kao gezielte Schläge unter die Gürtellinie setzt, beißt oder seinen Gegner von oben anpinkelt und verhöhnt. Das Klamaukgekloppe ist aber nicht nur während der Kämpfe sehr amüsant, auch bei den Dialogen zieht man vom Schenkelklopfer bis hin zum echten Brüller alles heran, um sich gleich selbst zu parodieren. Zwar merkt man deutlich, dass "Der Rikschamann" schon vor der Eindeutschung auf Comedy getrimmt war, aber ich denke, dass erst die Synchro diesem kleinen Diamanten den rechten Anschliff verpasst hat. Trotzdem hagelt's auch mal blutige Kratzer, wenn beispielsweise der Obermotz antritt, der seinen Gegnern mit schauerlichen Geräuschen die Knochen mit der Kraft seiner Finger bricht. So vergehen die 80 Minuten Netto-Handlung ziemlich flott, weil immer irgendwo Schabernack getrieben wird. Da interessiert es eigentlich kaum noch jemanden, worum es hier wirklich geht.
Die CMV-DVD ist kein Überflieger. Liegt mit Sicherheit auch daran, dass solcherlei Filme keine potenziellen Verkaufsschlager sind. So bin ich wiederum dankbar, dass es dieser Film auf DVD geschafft, auch wenn man mit der technischen Umsetzung keineswegs zufrieden sein muss.



Bilder der DVD




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