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FR 2005
Originaltitel:Chok-Dee
Länge:102:26 Minuten (ungekürzt)
Freigabe:ab 16 Jahre
Regie:Xavier Durringer
Buch:Xavier Durringer, Dida Diafat, Véra Belmont, François Greze, Christophe Mordellet
Kamera:Guillaume Schiffman
Musik:Siegfried, Calbo, Yvan
Darsteller:Dida Diafat, Bernard Giraudeau, Florence Vanida Faivre, Lakshantha Abenayake, Sombat Metanee, Rit Luecha, Jean-Pierre Léonardini, Fariza Mimoun, Calbo, Jean Miez, Kimyu Rukyindee, Prawit Tueyu, Somchok Suksrisai
Vertrieb:Epix
Norm:PAL
Regionalcode:2



Inhalt
Nach mehreren kleinen Delikten in Paris wird Ryan (Dida Diafat) zu sechs Monaten Gefängnis verurteilt. Im Knast begegnet er Jean (Bernard Giraudeau), einem ehemaligen Boxmeister, der hauptsächlich in Thailand an inoffiziellen Wettkämpfen teilgenommen hat. Durch ihn lernt Ryan das Muay Thai kennen: eine der gefährlichsten Kampfsportarten überhaupt.
Jean überzeugt den jungen Mann, sein Leben radikal zu ändern, um es in den Griff zu bekommen. Aus dem Gefängnis entlassen, sucht Ryan in Thailand nach jenem Trainingslager, von dem Jean gesprochen hat. Er findet es - doch Fremden ist der Zutritt verwehrt! Ryan will sich die Aufnahme in die Schule erkämpfen. Es ist der Beginn eines langen harten Weges zum Muay-Thai-Meister ...

Bild
Format1.85:1 (anamorph)
NormPAL
 Für einen Film, der erst in diesem Jahr (2005) beendet wurde, ist das anamorphe Bild ein ganzes Stück zu unscharf. Zwar gibt es Szenen, in denen Details ordentlich zur Geltung kommen, aber auch hier fehlt die Plastizität auf dem gesamten Bild, das von einem feinen, aber sichtbaren Rauschen begleitet wird. Auch die Farbgebung mutet etwas seltsam an, da ein nicht zu übersehender Grünstich vorherrscht, auch wenn das Bild bei der Darstellung anderer Töne keine Probleme zu haben scheint. Das in Kombination mit der Schärfe macht einen höchstens befriedigenden Eindruck aus. Die Kompression verzeichnet keine Ausfälle, beim Kontrast hat man aber eine handvoll Szenen, die einen etwas kräftigeren Schwarzwert vertragen könnten.
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Ton
FormateDolby Digital 2.0, Dolby Digital 5.1
SpracheDeutsch, Französisch
UntertitelDeutsch, Englisch, Französisch
 Jeweils die Stereofassung ist wesentlich brachialer, also lautstärker als die Dolby Digital 5.1-Spur. Hier darf man keine Höchstleistung erwarten, weil die meiste Zeit nichts weiter als die Frontlautsprecher genutzt werden. Man merkt zwar, dass einige wenige Effekte auch den Weg nach hinten finden, das passiert aber viel zu selten. Die meisten Möglichkeiten, einen echten Raumton aufzubauen, werden schlichtweg verpasst oder nur halbherzig genutzt. Schade, denn es gibt vor allem gegen Ende hin genügend Actionszenen, z.B. die Kämpfe, bei denen man doch ein wenig die Stimmung des Publikums mit auswerten könnte. Da gefällt mir der direktere Stereo Track fast schon besser, der trotz fehlendem Subwoofer einen ähnlichen Klang erreicht (Basspassagen sind selten). Die deutsche Synchro ist übrigens gut gelungen, aber der Klang ist insgesamt etwas zu dumpf. Man hat deutsche, englische und französische Untertitel zur Anwahl.
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Extras
Extras
  • Xavier Durringer (18:37 Min.)
  • Dida Diafat (12:35 Min.)
  • Bildergalerie (3:18 Min.)
  • Der Kampfsport Muay Thai (16 Seiten)
  • Biografien:
    • Xavier Durringer (3 Seiten)
    • Dida Diafat (3 Seiten)
    • Bernard Giraudeau (7 Seiten)
  • Trailershow:
    • Die Rebellen von Liung Shan Po (1:30 Min.)
    • Der Tango der Rashevskis (1:36 Min.)
    • Prom Queen (1:36 Min.)
    • Blood & Donuts (1:38 Min.)
    • Coupling (1:30 Min.)
    • The Winner (1:40 Min.)
    • Kopflos (1:32 Min.)
    • The Big Empty (1:57 Min.)
    • Clubland (1:46 Min.)
 Epix bietet uns zwei längere Interviews mit dem Regisseur und dem Hauptdarsteller an. Diafat erzählt vor allem noch einmal von seinen Erlebnissen während seiner Zeit in Thailand während Durringer die Produktion beginnend von der Kontaktaufnahme mit Diafat bis hin zu den teils schwierigen Bedingungen, u.a. den Verletzungen seines Hauptdarstellers, die die Aufnahmen des Endkampfes vor realem Publikum fast zunichte gemacht hätten. Beide Interviews sollte man sich unbedingt anschauen, sie haben auch beide deutsche Untertitel. Auch der umfangreiche Text zum Sport, der die Geschichte ebenso wie die verschiedenen Techniken erläutert, wird Fans asiatischer Kampfkünste sehr freuen. Die weiteren Extras sind drei Biografien inkl. der Filmografien, eine automatisch zoomende Bildergalerie und verschiedenste Trailer aus dem Epix-Programm.
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Fazit
"Chok Dee" ist frischer Stoff für Fans von Interner Link"Kickboxer" und Co. Statt abermals einen Steroid-Boliden in die Hauptrolle eines Einzelkämpfers zu stecken, der seinem sozialen Umfeld entflieht, im Kampfsport seine Bestimmung findet und zum Champion mutiert, verfilmt man hier autobiografisch das Leben des mehrfachen Thai-Box-Weltmeisters Dida Diafat, der - Überraschung - selbst in seine Rolle schlüpft und - noch größere Überraschung - unglaublich natürlich und gleichzeitig professionell schauspielert. Damit und durch die sehr schön erzählte Geschichte, die auf viele der etablierten Macho-Situationen (oder sollte man besser sagen "Superheldenszenen") verzichtet, gewinnt der Film von Anfang an die Sympathie der Zuschauer. Ebenfalls geschickt ist die Entwicklung des Subplots um Ryans Mentor Jean, der nach seinem Gefängnisaufenthalt in Thailand einkehrt, um dort seine Vergangenheit aufzuarbeiten und seine Tochter zu sehen, die in der Obhut seines einstigen Partners und nun Feindes großgezogen wurde. Natürlich verliebt sich Ryan in die orientalische Schönheit und bringt im gewinnträchtigen Kampfgeschäft einige der Bosse gegen sich auf. Zwar spielt sich das alles auf einer sehr emotionalen Ebene ab, bleibt aber stets authentisch. Nebenbei seien natürlich noch die sehr gut inszenierten Kämpfe erwähnt, derer man nicht überdrüssig wird, weil sie abwechslungsreich sind und einfach eine gute Mischung zwischen Handlung und Action erreicht wird.
"Chok Dee" ist kein billiger Action-Abklatsch im Martial Arts-Genre. Wer das möchte, kann sich gern in seiner Videothek nach den Produktionen der 80er und 90er Jahre umschauen. Zwar haben wir hier auch keinen zweiten "Wie ein wilder Stier", man bringt uns aber sicherlich ein wenig die Faszination dieses thailändischen Volkssports näher und packt dies in eine spannende Handlung. Die deutsche DVD bleibt bei Bild und Ton etwas hinter den Erwartungen zurück, bietet dafür aber Interviews.



Bilder der DVD




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