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HK 1999
Originaltitel:San Ga Faat
Alternativtitel:Rules of the Game, Th
aka. Xin Gu Fa
aka. New Family Rules
Länge:94:45 Minuten (ungekürzt)
Freigabe:keine Jugendfreigabe
Regie:Steve Cheng
Buch:Nam Yin
Darsteller:Louis Koo, Alex Fong, Kristy Yang, Sam Lee, Simon Lui, Ng Chi Hung, Edmund So
Vertrieb:Cult Movies/Media Target
Norm:PAL
Regionalcode:0



Inhalt
Als die hübsche Ann vom Triadenboss Shing belästigt wird, stellt sich ihr Freund David dazwischen. Daraufhin verfolgt Shing den flüchtenden David und seine Freunde und schlägt einen von ihn brutal zusammen, so dass dieser fortan zum Pflegefall wird. Aus Geldmangel ist David wenig später auf die Hilfe von Shing angewiesen und steigt zusammen mit seinen Kumpanen in dessen Organisation ein. Doch was Shing ihnen angetan hat, wird er nie vergessen. Es ist nur eine Frage der Zeit, bis er die passende Gelegenheit für einen Racheakt findet, nur muss er darauf achten, dass Ann nicht zwischen die Fronten gerät.

Bild
Format1.85:1 (Letterbox)
NormPAL
 Das Bild scheint schludrig nachgearbeitet, möglicherweise war aber auch schon die Vorlage nicht mehr als durchschnittlich. Auf den ersten Blick scheinen sich Schärfe und Verschmutzungsgrad im angenehmen Rahmen zu halten, aber es dauert nicht lang, bis sich dieser Eindruck verschlechtert. Das sehr starke Rauschen ist in jeder Szene vorhanden und schaut man mal per Pause-Taste genauer hin, sieht man, dass das Bild stark wabert und über die Details drüberfährt, so dass diese ständig in Bewegung bleiben. Das erzeugt einen seltsam unnatürlichen Eindruck, der sich verfestigt, weil man versucht hat, durch Nachschärfung noch etwas zu retten. Dadurch treten überdeutliche Treppenartefakte auf und Moiré-Muster sind auch anzutreffen. Der Kontrast ist bis auf einige Ausnahmen, wo der Schwarzwert gräulich wird, ganz ok, die Farben weitgehend auch, es existieren aber immer wieder stark gelbstichige Aufnahmen, die über das bekannte Niveau asiatischer Produktionen hinausgehen. Auch Verschmutzungen treten auf, für einen noch nicht einmal 5 Jahre alten Film, sogar zu oft und dann zu deutlich. Zumindest tritt bei alle dem kein Ghosting auf, für 3 Punkte reicht es aber nicht mehr, wenn auch einige Aufnahmen durchschnittlich gut erscheinen. Der bereits an anderer Stelle geäußerten Vermutung, dass es sich bei der Vorlage um die Hongkong-DVD handelt, schließ ich mich hiermit an. Dazu aber mehr beim Bonusmaterial.
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Ton
FormateDolby Digital 2.0
SpracheDeutsch, Kantonesisch
UntertitelDeutsch
 Der deutsche Ton ist zwar klar, aber unheimlich flach. Das Klanggemisch ist insgesamt sogar so zurückhaltend, dass es selbst wachen Naturen nicht schwer fallen sollte, dazu einzuschlafen. Man merkt kaum den Unterschied zwischen dem Score und der lausigen Musik, inklusive Pegelschwankungen, als ob die Sprecher sich manchmal weiter entfernt aufhalten würden. Zumindest werden diejenigen auf ihre Kosten kommen, die dem dumpfen, völlig undynamischen und wenig differenzierten Klang von alten HK-Filmen auf Tape nachtrauern. Der Originalton ist zwar ein wenig lebendiger, vor allem wenn die Hintergrundgeräusche und die lautere Musik mit in die Gesamtwertung einbezieht, dafür ebenfalls dünn und nicht sehr sauber, weil sich Rauschen breit macht. Gerade bei der Musik gibt es prägnante Unterschiede zwischen Originalton und deutscher Version, die teils andere Soundtracks einspielt. Ach bei den deutschen Untertiteln gibt es nicht sehr viel Positives zu berichten: Das Timing ist mitunter schwierig, so dass man in einigen schnelleren Wortwechseln besser nicht mitlesen sollte. Die Orthografie hätte die zumindest eines Probelaufe bedurft, zu viele Fehler sind noch vorhanden (z.B. Umlaute werden falsch dargestellt).
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Extras
Extras
  • Trailer (6:26 Min.)
  • Galerie (16 Bilder)
 Die Galerie kann man eigentlich knicken, da die 16 Bilder direkt aus dem Film stammen und ziemlich kleinformatig sind. Hinter dem Menupunkt "Trailer" verstecken sich gleich vier Stück ("The Rules Of The Game", "A Lamb In Despair", "Troublesome Night 6", "Ungrateful Tink"), wobei man diese leider nicht einzeln anwählen kann. Die Trailer entsprechen übrigens genau jenen, die auch auf der Universe-DVD zu finden sind, womit nun klar sein dürfte, woraus die deutsche Disc gebaut wurde. Auch das Coverdesign erweckt den Eindruck einer Schnäppchen-DVD.
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Fazit
Gut, aber hätte sogar noch ein wenig besser sein können. Auch wenn sich die Story am Anfang etwas zerfasert und nicht so recht auf den Punkt zu kommen scheint, weil ein Problemchen nach dem anderen in den Mittelpunkt gerückt wird, so finden all diese (nicht sehr tief greifenden) Subplots später wieder zusammen. Anders als durchgestylte Triaden-Filme der letzten Zeit ist es dem Regisseur hier wichtig, das Geschehen auf der Straße zu dokumentieren, zu zeigen, was der Eintritt einer stark freundschaftlich verbundenen Clique in die Welt des Verbrechens für jeden Einzelnen von ihnen bedeutet und wie es die Gruppe zersplittert und letztlich auffrisst. Da ist zwar auch von Ehrenkodex die Rede und rituelle Bestrafungen werden vollführt, statt John Woo-reifer Shootouts gehen die verfeindeten Parteien aber mit herkömmlichen Waffen in Massengetümmeln aufeinander los. Die jungen Darsteller sind durchweg gut eingesetzt und besonders drei Rollen stechen durch guten Einsatz oder Charisma hervor (David, Ann und Boss Shing), kreieren die Dramatik der Geschichte und sorgen für Action als auch für einfühlsame Momente. Hier liegt dann auch der Hase im Pfeffer: Während die Geschichte sich weitestgehend nachvollziehbar entwickelt (was man leider für das letzte Drittel gar nicht mehr behaupten kann), sind kitschige Momente, beispielsweise in denen sich die frischen Gangster um ihren vom neuen Boss einstmals zum Krüppel geschlagenen Freund kümmern, hoffnungslos deplatziert. Hier haben wir leider wirklich Soap Opera-Niveau erreicht, wenn auch nur für kurze Zeit, was durch den fürchterlichen Musikeinsatz unterstrichen wird. Allein deswegen ist "Rules Of The Game" fürs große Kino eher ungeeignet, als interessantes Stück Action gelingt es ihm aber sicherlich, seine Zuschauer zu unterhalten. Noch dazu prangt das große Category III-Rating auf dem Film, was für einige brutale, explizite Momente sorgt, z.B. die grausame Folterung mit China-Böllern, auch wenn andere wiederum etwas zu kurz kommen (Anschlag auf Shing) und den Eindruck erwecken, hier wäre schon von vornherein entschärft wurden.
Die DVD ist so ein Fall, die ich mir nicht in den Schrank stellen würde. Bild- und Ton liegen wie auch das fast fehlende Bonusmaterial unter Durchschnitt und der Film haut mich nicht so von den Socken, dass er die halbherzige DVD rechtfertigt.



Bilder der DVD




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