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DK 2002
Originaltitel:Gamle mænd i nye biler
Alternativtitel:Old Men in New Cars: In China They Eat Dogs II
aka. I kina spiser de hunde 2
aka. Alte Männer in neuen Autos
Länge:92:30 Minuten (ungekürzt)
Freigabe:ab 16 Jahre
Regie:Lasse Spang Olsen
Buch:Anders Thomas Jensen
Kamera:Henrik Kristensen
Musik:George Keller
SFX:Lasse Spang Olsen, Imagination Production, Digital Film Lab
Darsteller:Kim Bodnia, Nikolaj Lie Kaas, Tomas Villum Jensen, Brian Patterson, Torkel Petersson, Iben Hjejle, Jens Okking
Vertrieb:e-m-s
Norm:PAL
Regionalcode:2



Inhalt
Harald (Kim Bodnia) ist kaum aus dem Knast entlassen, da geht der Ärger auch schon los. Vor den Toren wartet bereits die örtliche Balkanmafia, um ausstehende Schulden einzutreiben. Und dann muss Harald auch noch erfahren, dass sein Ziehvater Munken im Krankenhaus im Sterben liegt - Leberversagen. Bevor es mit Munken zu Ende geht, möchte er jedoch seinen unehelichen Sohn Ludvig kennen lernen. Leider sitzt Ludvig in Schwedens Top-Hochsicherheits-Gefängnis, denn er hat fünf Frauen um die Ecke gebracht. Doch das erfahren Harald und seine Kumpel Martin und Peter erst, nachdem sie Ludvig durch eine wahnwitzige Aktion befreit haben. Das Chaos nimmt seinen Lauf ...

Bild
Format1.85:1 (anamorph)
NormPAL
 Bis auf die Detailschärfe ist das Bild auf erwartet hohem Niveau. Fast alle Aufnahmen wirken im Detail leicht unscharf, einige sind dann aber doch fast sehr gut. Das Bild wirkt frisch und angenehm, trotz der etwas gestutzten Farbsättigung, die eigentlich nur für den knallig orangefarbenen Pullover von Harald eine Ausnahme machen. Das Rauschen ist nur schwach ausgeprägt, die Kompression zeigt sich nicht und es gibt natürlich keine Verschmutzungen.
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Ton
FormateDolby Digital 2.0, Dolby Digital 5.1
SpracheDeutsch, Dänisch
UntertitelDeutsch
 Beim Originalton merkt man deutlich, dass mehr aus dem Raumton gemacht wird. Sowohl beim Musikeinsatz als auch innerhalb von Umgebungsgeräuschen sind die Rückkanäle besser und kräftiger genutzt, was man im Deutschen leider größtenteils verpasst. Die deutsche Synchro klingt etwas sauberer, zugleich auch steriler bei den Stimmen. Wie man es nimmt, beide Sprachfassungen besitzen in der 5.1-Variante einen sehr harmonischen, mitunter auch gut dynamischen und klaren Klang, der bis auf ein dezentes Rauschen der deutschen Tonspur keine Fehler erkennen lässt. Der O-Ton hat aber in fast allen Belangen leicht die Nase vorn, beispielsweise beim Basseinsatz, der etwa in der 21. Minute deutlich drückender ausfällt, oder auch bei der Dynamik, der er ein wenig aufbrausender agiert und die hinteren Lautsprecher stärker anspricht. Vergleicht einfach mal den Schusswechsel und die anschließende Verfolgungsjagd beim Banküberfall. Die beiden Stereospuren sind nach kurzem Testhören ähnlich gut, werden aber bei vorliegender 5.1-Spur nicht wirklich benötigt.
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Extras
Extras
  • Audiokommentar von Lasse Spang Olsen
  • Behind The Scenes mit opt. Audiokommentar (10:15 Min.)
  • Storyboard-Video (3:15 Min.)
  • Originaltrailer dt. (2:00 Min.)
  • Originaltrailer dän. (1:51 Min.)
  • Bildergalerie (16 Bilder)
  • Weitere DVDs:
    • The Machinist (0:55 Min.)
    • Der Typ vom Grab nebenan (1:30 Min.)
    • Cowgirl (2:15 Min.)
    • Ginger Snaps 3 (1:53 Min.)
    • This Girl's Life (1:56 Min.)
    • Cube Zero (1:45 Min.)
 Der Regisseur legt einen astreinen Audiokommentar für diese DVD vor. Es macht ihm vor allem Spaß, die Actioneinlagen zu kommentieren, da der wohl ursprünglich aus dem Stuntgewerbe kommt, aber auch zwischendrin kommt mit diesem Deutsch untertitelten Extra keine Langeweile auf. So erfährt man beispielsweise, dass Olsen unbedingt seinen alten Ami-Schlitten verkaufen wollte und ihn deswegen im Film unterbringt, dass er gern die Krankenschwester im nächsten Film umbringen würde und er mit Freuden eine seiner Mitarbeiterinnen (wohl eine Unbeliebte) in einer Sequenz mit Kopfschuss abserviert. Auch das Making Of besitzt deutsche Untertitel und zeigt die Entstehung verschiedener Stuntszenen des Films. Dazu lässt sich wieder ein Audiokommentar des Regisseurs zuschalten (optional mit Untertitel). Das Storyboard-Video vergleicht anhand des Gefängnisausbruchs die gezeichneten Vorlagen mit dem Endprodukt per Splitscreen-Technik. Zuletzt bekommen wir noch eine kleine Bildergalerie und diverse Trailer. Die DVD hat ein ziemlich gelungenes, farbenfrohes Hauptmenu bekommen, in dem der gelbe Miniflitzer von einem Menupunkt zum nächsten leitet.
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Fazit
Wer hätte gedacht, dass sich hinter "Old Men In New Cars" die Fortsetzung zum kultigen "In China essen sie Hunde" versteckt? Tut es nicht, denn nur die deutsche Namensgebung macht aus dem eigentlich Prequel ein Sequel. Daher ist es auch nicht verwunderlich, dass Lasse Spang Olsen nicht wirklich versucht, einen richtigen Anschluss zu finden, denn sowohl der abermals arg malträtierte Vuk als auch die Besetzung der russischen Mafia haben ihren Weg zurück in diesen Film gefunden, obwohl sie eigentlich schon gestorben waren. Schön so, denn bis auf Haralds Bruder sind alle wieder mit dabei und man fühlt sich sofort wohl in der großen, bekannten Familie. Auch inhaltlich beschreitet Olsens Fortsetzung stilistisch gleichartige Wege, denn wieder einmal geht es darum, dass der aufbrausende, frisch aus dem Knast entlassene Harald, der übrigens mehrere Mal im Film mit seinen Tobsuchtsanfällen konfrontiert wird und kurz darauf wieder wütet, seine zwei Köche und den gebeutelten Gastarbeiter Vuk zusammentrommelt, um einem alten Freund einen Gefallen zu tun. Das mündet in rabenschwarzer Gangster-Comedy, die beim besten Willen keiner für bare Münze nehmen darf. Harald schießt unversehens Leute über den Haufen, es stapeln sich Leichen in der Kühlkammer, der Frauenmörder Ludvig, der das Quartett fortan begleitet und wohl die Rolle von Haralds Bruder übernehmen soll, murkst kaltschnäuzig Frauen ab, zeigt darauf aber kindliche Reue und wird letztlich von einer völlig überdrehten Suizid-Kandidatin gezähmt. Und natürlich Vuk, der abermals dermaßen kaputt geht, dass es einem Leid tun kann. Während einer Flugzeugentführung bekommt er nicht nur ein Teil des Flügels auf den Kopf, sondern gleich einen ganzen Krankenwagen, bis er nur noch ein Geschöpf aus Gips und Mullbinde ist. Ich habe mich mit den komplett "over the top" angelegten Charakteren, den vielen derben Witzen und der reichlich vorhandenen Action mindestens so herrlich amüsiert wie bei "In China essen sie Hunde", auch wenn der Originalitätsfaktor ein wenig vor die Hunde geht. Im letzteren Bereich konnte man sich mit einer ordentlichen Verfolgungsjagd nach einem Banküberfall und einem ziemlich gut aussehenden Tiefflug über einer Stadt sogar deutlich steigern, obwohl ich schon beim Original sehr zufrieden war. Wer sich also am umwerfenden Original erfreut hat, der wird sich auch hier wieder bestens unterhalten können, auch wenn schon leichte Abnutzungserscheinungen auftreten, weil man eigentlich nichts neues sieht. Trotzdem absolute Pflicht!
Mit der e-m-s-DVD liegt man hinsichtlich der technischen Umsetzung richtig. Zwar keine Blockbuster-Qualität, dafür aber ansprechend. Beim Bonus gibt es zumindest ein Making Of und einen Audiokommentar.



Bilder der DVD




Druckbare Version
Hammerhart - Too Fat Too Furious (2 Disc Collector's Edition)
IMDb.com OFDb.de



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