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USA 1987
Originaltitel:Cop
Länge:106:12 Minuten (ungekürzt)
Freigabe:ab 16 Jahre
Regie:James B. Harris
Buch:James B. Harris, James Ellroy
Kamera:Steve Dubin
Musik:Michel Colombier
SFX:Larry Fioritto, Bill Myer
Darsteller:James Woods, Lesley Ann Warren, Charles Durning, Charles Haid, Raymond J. Barry, Randi Brooks, Steven Lambert, Christopher Wynne, Jan McGill, Vicki Wauchope, Melinda Lynch, Dennis Stewart
Vertrieb:MGM/Sony Pictures
Norm:PAL
Regionalcode:2,4



Inhalt
In einem Apartment in Los Angeles wird die grausam verstümmelte Leiche einer Frau gefunden. Sergeant Hopkins wird mit der Auflösung des Falls beauftragt. Im Laufe seiner Ermittlungen findet er heraus, dass der Mord in eine Reihe bisher unaufgeklärter Verbrechen an insgesamt 16 Frauen passt. Er trifft sich daraufhin mit Sheriff Haines, der die Untersuchungen in den letzten vier Fällen führte. Während des Gespräches erhärtet sich sein Verdacht, dass Haines mehr weiß, als er zugeben will ...

Bild
Format1.85:1 (anamorph)
NormPAL
 Die Farben hat man anscheinend etwas von ihrer Blässe zu befreien versucht, was in einer halbwegs guten Qualität resultiert. Die Farben sind aber trotzdem noch nicht besonders strahlend oder gar frisch, vielleicht weil man das Gefühl bekommt, dass ein dunkler Schleier über dem Bild liegt, und sie tragen meist einen traurigen Braunton oder Gesichter sind leicht rotstichig. Bei der Schärfe muss man sich fast immer mit Durchschnittlichem, also mit wenig plastischen Szenen zufrieden geben. Man kann zwar nicht behaupten, dass Objekte aus dem Fokus geraten, für eine gute Wertung fehlt hier aber noch eine Menge. Bildrauschen existiert je nach Szenerie unterschiedlich stark, bei älteren Werken dieses Schlags ist man aber einen gewissen Grad an Grobkörnigkeit gewohnt, so dass die feine Bildbewegung nach kurzer Zeit schon nicht mehr stört. Auch Defekte erkennt man nur stellenweise und die Kompression bleibt unauffällig, was aber immer noch keine Gesamtwertung von 4 Punkten zulässt.
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Ton
FormateDolby Digital 2.0
SpracheDeutsch, Englisch, Französisch
UntertitelDeutsch für Hörgeschädigte, Englisch für Hörgeschädigte, Französisch, Holländisch, Griechisch, Bulgarisch
 Verdammt, der deutsche Ton ist leblos, schwachbrüstig und lässt sämtliche Höhen vermissen. Das ist schade, da dadurch der gesamte Film wesentlich älter wirkt, als er ist. Schließlich ist auch die Musik zurückhaltend und kann sich selten merklich entfalten, weil kein Raum für Dynamik oder natürliche Klänge offen bleibt. Der Originalton ist ähnlich und zudem nicht besonders gut verständlich innerhalb der Dialoge. Nur bei der französischen Spur kommen die Dialoge deutlicher weg, wofür dort aber die Geräuschkulisse des Hintergrundes sehr steril bleibt. Bei allen drei Sprachversionen bleiben die Fähigkeiten des Stereotones fast gänzlich außen vor, so dass man eher den Eindruck eines Monotons bekommt. Die DVD bietet 6 verschiedene Untertitel, beim Deutschen und Englischen sogar für Hörgeschädigte. 2 Punkte mit Abwärtstendenz.
 ++----

Extras
Extras
 MGM bietet das übliche, glanzlose, starr und stille Hauptmenu mit den bekannten Symboliken für Sprach-, Untertitel- und Kapitelwahl. Sonst gibt es gar nichts, außer 0 Punkte.
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Fazit
"Der Cop" könnte einer unter vielen sein - ein fesselnder, aber insgesamt auf ausgetretenen Pfaden wandelnder Cop-Thriller - wäre da nicht der wieder einmal überaus sympathische James Woods, der dem harten Polizisten eine interessante, ein wenig selbstverliebte Charakterseite verschafft. Lt. Hopkins ist engagiert, stets übereifrig und von seinen Kollegen eher ignoriert, gleichzeitig ein kleiner Sherlock Holmes und überaus praktisch denkender Mensch, der noch dazu zu seinem weiblichen Klientel aus dem horizontalen Gewerbe ein anfangs faires Verhältnis aufbaut, von dem er sich später mehr verspricht. Es macht einfach unheimlich viel Spaß, Woods' Spiel zuzuschauen, wie er anstatt ruhm- und anerkennungssüchtig nur um sein eigenes Wohl bedacht ist und sich so herrlich vom brutalen Cop Movie absetzt. Diese Einmann-Show funktioniert bis zum Schluss bestens durch eine Kombination aus leichter Komödie (Woods muss sich mit einer etwas weltfremden Feministin herumschlagen, die er liebevoll auf den Arm nimmt), ernstem Serientäter-Thriller, dem nach mitfiebert, bis man auf ein unerwartetes, auch abruptes Ende stößt. Dazwischen werden sogar die blutigen Schauplätze des Killers mit leicht ironischem Unterton serviert, als ob alles nur ein Spiel wäre. Das gefällt mir sehr, denn egal ob man nun düstere, gut inszenierte Action erwartet oder einfach die Mimik und den Einsatz des Hauptdarstellers verfolgen möchte, man wird bei beidem nicht enttäuscht.
Wegen dem Fehlen jeglichen Bonusmaterials wird die DVD aber für die meisten uninteressant bleiben, obwohl der Film es definitiv nicht verdient hätte. Auch Bild und besonders der Ton bleiben hinter den Erwartungen zurück.



Bilder der DVD




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