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D, IT 1972
Originaltitel:Gli Orrori del Castello die Norimberga
Alternativtitel:Blood Baron, The
aka. Chambers of Torture
aka. Thirst of Baron Blood, The
aka. Torture Chambers of Baron Blood, The
Länge:93:51 Minuten (ungekürzt)
Freigabe:ab 16 Jahre
Regie:Mario Bava
Buch:Vincent Fotre
Kamera:Antonio Rinaldi, Mario Bava (uncredited)
Musik:Stelvio Cipriani
SFX:Franco Tocci
Darsteller:Joseph Cotten, Elke Sommer, Antonio Cantafora, Massimo Girotti, Rada Rassimov, Umberto Raho
Vertrieb:e-m-s
Norm:PAL
Regionalcode:2



Inhalt
Der junge Amerikaner Peter Kleist reist zu seinen Verwandten nach Österreich. Dort besucht er den alten Stammsitz seines berüchtigten Ahnherren Baron Otto von Kleist, das "Schloß des Teufels", das gerade in ein Hotel umgebaut werden soll. Peter ist im Besitz eines altes Dokuments, das er in Amerika unter seinem Familienbesitz gefunden hat: Es ist die Anleitung zu einer Beschwörung, mit der angeblich der tote Baron ins Leben zurück geholt werden kann. Voller Übermut führt er nachts gemeinsam mit der Studentin Eva die Beschwörung durch, doch aus dem Spaß wird tödlicher Ernst: Der finstere Baron - ein von Brandwunden entstellter wandelnder Leichnam - kehrt aus dem Totenreich zurück ...

Bild
Format1.85:1 (anamorph)
NormPAL
 Restauriert und für diese Edition anamorph codiert, erscheint "Baron Blood" im neuen Glanze, kann aber nicht ganz so überzeugen wie z.B. Interner Link"Die Stunde wenn Dracula kommt" oder Interner Link"Eine Handvoll blanker Messer". Dies liegt vor allem an der etwas schwachen Schärfe, welche das Bild leider nur bedingt plastisch erscheinen lässt. Überwiegend weich und nur wenig detailliert zeigt sich dieser Transfer, welcher zwar kaum sichtbares Rauschen offenbart, welches anscheinend durch diverse Filter eliminiert wurde, dafür aber nur befriedigende Werte in der Detailschärfe offenbart. Zudem wirkt der Kontrast teilweise etwas zu steil und neigt in dunklen Szenen dazu Details zu verschlucken. Die Farben sind zufriedenstellend und meist recht kräftig, wirken aber nicht immer sehr natürlich. Hierbei gehen wir mal von einem Stilmittel des Regisseurs aus. Die Kantenschärfe neigt zu leichten Überstrahlungen und hin und wieder unschöne Treppenmuster, was auf eine künstliche Nachschärfung schließen lässt. Die Kompressionen arbeiten überwiegend ruhig im Hintergrund, leichte stehende Rauschmuster und etwas Blockrauschen sind aber hin und wieder im Hintergrund auszumachen. Dafür bleibt der Transfer recht sauber und zeigt nur selten Kratzer oder Verschmutzungen auf der Vorlage. Störend fällt hier allerdings das teilweise deutliche Nachziehen in schnellen Kameraschwenks auf. Insgesamt reicht es aber für drei gute Punkte. Mehr ist wegen der etwas zu schwachen Schärfe einfach nicht drin.
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Ton
FormateDolby Digital 1.0 (Mono)
SpracheDeutsch, Englisch, Italienisch
UntertitelDeutsch
 Tonal wissen alle drei Monospuren nur bedingt zu gefallen und es fällt schwer, sich für einen auszusprechen. Die deutsche Monospur stammt aus dem Jahre 1995 und wurde für RTL2 produziert. Eine grauenhafte Synchronisation, welche von der e-m-s nachträglich auf 70er Jahre Flair getrimmt wurde, was das Ganze ein wenig erträglicher macht. Insgesamt kämpfen alle drei Tonspuren mit einem recht dumpfen Klang, wobei die englische Spur am dumpfesten erscheint und durch recht starke Schwankungen in den Dialogen kaum verständlich, geschweige den genießbar ist. Schade eigentlich, denn in der englischen Synchronisation spricht Elke Sommer sich selber. Da kann man sich schon eher der deutschen TV-Synchro hingeben, welche zumindest in den Stimmen und Geräuschen deutlich klarer wirkt und zudem in den Dialogen kaum verzerrt. Ebenfalls recht dumpf und zudem etwas rauchig ist die italienische Sprachfassung ausgefallen, welche aber um Welten besser ist als der englische Track und die beste Alternative zur deutschen Synchro darstellt. Optional lassen sich deutsche Untertitel hinzuschalten, welche scheinbar auf dem englischen Dialogbuch basieren.
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Extras
Extras
  • 8seitiges Booklet
  • DVD-Einleitung von Elke Sommer (0:17 Min.)
  • Mario's Scream Queen: Ein Interview mit Elke Sommer (31:42 Min.)
  • Dokumentation: The Castle of Horrors (16:13 Min.)
  • Original Kinotrailer (2:11 Min.)
  • Bildergalerien:
    • Aushangfotos (10 Bilder)
    • Poster (7 Bilder)
    • US-Pressbook(12 Bilder)
    • Diverses (8 Bilder)
  • Biografien / Filmografien:
    • Elke Sommer
    • Mario Bava
  • Mario Bava: "All the Colors of the Dark"
  • Weitere Trailer:
    • Blutige Seite (1:58 Min.)
    • The Blob (2:16 Min.)
    • Die Schlangengrube und das Pendel (3:05 Min.)
 Auch hier hat sich die e-m-s wieder bemüht, so viel wie möglich an Bonusmaterial für ihre Mario Bava-Reihe aufzutreiben, was ihnen sichtlich gelungen ist. Neben einem erneut sehr informativen Booklet, dieses mal wieder von Bava-Experte Tim Lucas, zwei Bio- und Filmografien, dem Original-Kinotrailer, drei weiteren Trailer aus dem Hause e-m-s, sowie einer umfangreichen Bildergalerie mit zahlreichen Aushangfotos, Plakatmotiven und Pressefotos, wurde neben einer DVD-Einleitung durch Elke Sommer, exklusiv für diese Edition in diesem Jahr ein Interview mit der symphatischen Schauspielerin produziert. Mit dem Titel "Mario's Scream Queen: Ein Interview mit Elke Sommer" dürfen wir der gebürtigen Berlinerin knapp 32 Minuten zuhören, was sie zu erzählen hat und das ist eine ganze Menge. Sehr redefreudig antwortet sie auf Fragen aus ihrer gesamten Karriere, welche von Uwe Huber gestellt wurden. Besonders lustig ist hierbei ihre Meinung über Klaus Kinski. In der knapp 16minütigen Dokumentation "The Castle of Horrors, welche von Nocturno Cinema in Italien produziert wurde, kommen Biograf Alberto Pezzotta, Filmkritiker Stefano Della Casa, Regisseur Lamberto Bava, sowie Roy Bava und Joe Dante zu Wort und erzählen ein wenig über Bava und seine Filme. Ein durchaus interessantes Featurette, welches neben obligatorischen Lobeshymnen auf den Meister immer noch recht informativ ausgefallen ist. Die Interviews für diese Doku wurden in Italiensch geführt und liegen optional Deutsch untertitelt vor. Zum Schluss finden wir noch die bekannte Werbung für das "All the Colors of the Dark"-Buch von Tim Lucas.
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Fazit
Die Story an sich - ein böser Geist wird aus dem Totenreich beschworen und treibt fortan sein Unwesen - bietet scheinbar nichts Neues und erscheint als eine geradlinige Fortführung typischer italienischer Horror-B-Pictures der 60er Jahre. Was den Film jedoch aus dem Durchschnittsbereich hervorhebt, ist (einmal wieder) Mario Bavas visuelles Talent, das hier in barocken Bildern schwelgt und wieder einmal die schönsten Licht- und Schatteneffekte aus der Ausleuchtungs-Trickkiste zaubert. "Gli Orrori Del Castello Di Norimberga" bietet gleichermaßen kurzweiliges wie atmosphärisches Grusel-Entertainment und war Bavas letzter Exkurs in gotische Horrorgefilde.

Trotz kleiner Schwächen in der Bild- und Tonqualität darf dieser Mario Bava-Klassiker in keiner guten Horrorfilmsammlung fehlen. Und auch wenn die DVD technisch nicht mit anderen in der "Mario Bava Edition" der e-m-s mithalten kann, macht dieses Manko das liebevoll zusammen getragene Bonusmaterial sowie die hübsche Umverpackung wieder wett.



Bilder der DVD




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