Wicked-Vision-Index

Login 18er Bereich

Registrieren

Startseite und Neuigkeiten Reviews
• Filmberichte
• DVD/HD-Reviews
• Bildvergleiche
• Literatur
• Hörspiele Weitere, medienbezogene Informationen
• Hidden Features
• Schnittvergleiche
• Videocover
CN 2001
Originaltitel:Ziri
Länge:106:32 Minuten (ungekürzt)
Freigabe:ab 16 Jahre
Regie:Xiaoning Feng
Darsteller:Fu Dalong, Wang Xuewei, Anna Dzenilalova, Chie Mieta
Vertrieb:I-On
Norm:PAL
Regionalcode:0



Inhalt
August 1945: Auf den Schlachtfeldern der Mongolei tobt eine der größten Offensiven der sowjetischen Armee gegen die japanischen Landstreitkräfte. Eine kleine russische Einheit gerät in der Nähe eines Dorfes in einen Hinterhalt. Losgelöst von ihrer Truppe kämpfen der chinesische Kriegsgefangene Yang und die russische Soldatin Najia um ihr Überleben. Zusammen mit der jungen Japanerin Akiyok als Geisel versucht die Gruppe einen Weg zurück zu ihrem Bataillon zu finden. Es wird ein Marsch durch die Hölle des Krieges.

Bild
Format2.15:1 (anamorph)
NormPAL
 Am Kontrast sieht man, dass das Ausgangsmaterial von einer Kinorolle stammen könnte. Es gibt zu viele dunkle Stellen im Bild und die Farben wollen oftmals auch nicht so recht leuchten, obwohl man sich durchaus vorstellen kann, wie farbprächtig das Original gewesen sein muss. Zu den negativen Seiten zählt auch leichtes Helligkeitsflackern, das in einigen Szenen wirklich nervt, ein paar Defekte zu viel und ein minimales Rauschen, wobei dies aber eher in Bewegungen sichtbar wird, also kaum ein echtes Problem darstellt. Dabei ist die Auflösung des anamorphen Transfers wirklich gut geworden, wobei leider auch der Eindruck von Nachschärfung entsteht, weil die Details in Bewegungen leicht schwimmen. Die Kompression führt immer wieder zu Blockbildung und -rauschen.
 +++---

Ton
FormateDolby Digital 5.1
SpracheDeutsch, Mandarin
UntertitelDeutsch
 Zu Beginn hört man noch das deutliche Rauschen des Originaltons, innerhalb der ersten Kriegssequenz stellt sich aber heraus, dass beide Tonmodi mit ein paar Fehlern zu kämpfen haben. Der deutsche Ton weiß vor allem die Stereofront besser für Bewegungen zu nutzen, hängt in der Räumlichkeit aber minimal hinterher. Trotzdem ist der Klang etwas dicker und heller, was vor allem daran liegt, dass bei der deutschen Spur Schussgeräusche und Explosionen auf die hinteren Lautsprecher hinzugemischt wurden. Diese klingen ordentlich und sorgen dafür, dass die Gesamtwertung noch auf 4 Punkte klettert. Die Kämpfe sind ein echtes Klangerlebnis mit guten Basseinsätzen, knatternden Gewehrsalven und schallenden Explosionen, der Teil des O-Tons, der darunter liegt, ist aber im Vergleich zur Mandarin-Spur leiser abgemischt, um seine Schwächen wie Übersteuerungen und das leicht dumpfe Gefühl nicht so stark durchdringen zu lassen. Das resultiert aber auch in einem Verlust an Umgebungsgeräuschen. Bei der deutschen Synchro muss man wieder einmal Abstriche machen, denn zum einen besitzen die Russen im Film den selten dämlichen Klischee-Akzent und nicht alle Spracheinsätze werden übersetzt. Das fällt dann auf, wenn im Hintergrund des Bildes der Feldwebel sich die Lungen ausschreit, die deutsche Spur ihn aber mundtot macht. Abgesehen davon noch gut.
 ++++--

Extras
Extras
  • Making Of (14:05 Min.)
  • Trailer (3:07 Min.)
  • Trailershow:
    • No Blood No Tears (1:56 Min.)
    • Scarlet Letter (2:23 Min.)
    • Casshern (2:03 Min.)
    • Dummy (1:55 Min.)
    • Zebraman (1:37 Min.)
    • To Catch A Virgin Ghost (0:54 Min.)
    • Six Ways To Sunday (1:57 Min.)
 Das wie immer gerenderte Menu ist diesmal im Stile des Computerspiel "Medal Of Honour" gehalten. Das Making Of, was gleich zu Begin 2 Minuten aus dem Film zeigt, beschäftigt sich vor allem um die allgemeine Thematik "Krieg", wobei sich verschiedene Personen dazu äußern. Aber auch Szenen vom Set sind enthalten, beispielsweise wie der Regisseur die Stuntszene im brennenden Sack selbst ausführt, weil es für andere zu gefährlich sei. Respekt! Insgesamt ist dieses Featurette aber weniger Wert, als es die Spielzeit vermuten lässt, weil zu viele Filmszenen als Lückenfüller missbraucht werden. Weitere Extras gibt es nicht, dafür diverse Trailer.
 +-----

Fazit
"Es schien so, als wären nur noch wir drei auf dieser Welt am Leben. Wir wussten nicht, was in der Welt geschah." (Najia)

"Purple Sunset" stellt sich nach anfänglichem Geböller als ruhiger Antikriegsfilm heraus. Als Kriegsfilm im Sinne der dargebotenen Action taugt er nämlich nicht viel. Zwar wird ein Panzerkampf mit guter Ausstattung betrieben und an Komparsen fehlt es auch nicht, die Effekte taugen aber gar nichts. Selbstmordkommandos laufen gut sichtbar seitlich hinter den Panzer, bevor dieser nach einem merklichen Schnitt explodiert, abstürzende Flugzeuge bekommen ihre Explosion auch stümperhaft hintendran geklebt und und und. Glücklicherweise verzieht sich die Geschichte um die zwei Kriegsflüchtlinge und ihre junge Geisel bald ins Hinterland, wo Kampfhandlungen keine besondere Rolle mehr spielen. Hier wirft der Film die Thematik um Vertrauen und Zusammenhalt des ungleichen Trios auf, zeigt ihren Überlebenskampf in der Wildnis und geht immer wieder kritisch mit der Frage nach dem Sinn des Scharmützels um. Dies wird eingebettet in teils wunderschöne Landschaftsaufnahmen, aber auch denkwürdige Szenen, die die Entwicklung der Charaktere beschreibt, wie sie sich einander annähern und eine freundschaftliche Beziehung über die Bedeutung ihrer Nationalität hinweg aufbauen. Mitunter fällt hier die verbesserungswürdige Leistung einiger Darsteller und Nebendarsteller auf, besonders stören mich hier aber abgenutzte, pathetische Szenarien, die man in modernen Filmen entweder anders angehen oder komplett auslassen sollte, da sie zu stark vorhersehbar sind. Sie stören die Dramatisierung des Geschehens, wirken unpassend (siehe der letzte Angriff der Überlebenden gegen die Japaner mit dem gepanzerten Fahrzeug) oder einfach nur unglaubwürdig (Überleben der Feuerwalze). Davon abgesehen ist die Intention des Regisseurs, die beiden geschichtlich verfeindeten Länder Japan und China über die Zusammenkunft der drei während der letzten Tage des Zweiten Weltkrieges darzustellen und der Versuch, sie zu versöhnen, Anerkennung und einen Blick wert.
Die deutsche DVD ist ok, durch das kontrastschwache und stellenweise flackernde Bild wird aber viel verschenkt. Wie immer umringt die DVD ein Pappschuber.



Bilder der DVD




Druckbare Version
IMDb.com OFDb.de



Alle Bilder und Texte sind Eigentum des jeweiligen Rechteinhabers

Copyright by Wicked-Vision 2000-2013/Designed by Daniel Pereé 2000-2013.