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D 1978
Originaltitel:Zwei himmlische Töchter
Alternativtitel:2 himmlische Töchter
Länge:6 Folgen je ca. 60 Minuten (ungekürzt)
Freigabe:ab 12 Jahre
Regie:Michael Pfleghar
Buch:Joseph Bonaduce (als Joe Bonaduce), Walter Kempley, Michael Pfleghar
Kamera:W.P. Hassenstein (als Peter Hassenstein)
Musik:Heinz Kiessling
Darsteller:Ingrid Steeger, Iris Berben, Klaus Dahlen, Herta Worell, Winni Riva, Heinz Schubert, Dieter Hildebrandt, Peer Augustinski, Theo Lingen, Horst Jüssen, Elisabeth Volkmann, Wichard von Roell, Ferdy Mayne, Harald Leipnitz, Eddie Constantine, Dunja Rajter, Anton Diffring, Ivan Rebroff, Barbara Valentin, Ulrich Beiger, Rainer Brandt, Michael Brennicke, Daniel Emilfork, Hans Gottschalk, Anita Höfer, Helmut Holger, Ingeborg Lapsien, Manfred Lichtenfeld, Luis Rico, Renato Salvatori, Josef Schwarz, Peter W. Staub, José Villasante, John Waddell, Raphael Wilczek, Charles Williams, Kurt Zips
Vertrieb:e-m-s/Anolis
Norm:PAL
Regionalcode:2



Inhalt
Als ein älterer Fan ihrer Show stirbt, vermacht er den beiden Tänzerinnen Kiki und Chantal sein Flugzeug, liebevoll "Emma" genannt. Von dem anrüchigen Ruf ihres Berufs genervt, beschließen die beiden ihre eigene Fluglinie "Donnerflug" zu gründen. In dem in der Flughafen-Osteria arbeitenden Kellner Tino finden sie auch gleich einen willigen (und vorallem billigen) Piloten. Da allerdings keiner der drei so richtig Ahnung vom Fliegen hat, schiebt die Flughafen-Feuerwehr bald Überstunden, die Glaserei lebt nur noch von der Lieferung der Airport-Glasscheiben und die Männer im Tower tragen grundsätzlich Schutzhelme.

1. Ein Bulle nach Pamplona
Mit einem geerbten Flugzeug gründen die ehemaligen Tänzerinnen Kiki und Chantal das Unternehmen "Donnerflug". Wenn ihr Pilot Tino startet, lehrt er die Männer im Tower das Fürchten. In Spanien winkt dem bankrotten Trio ein Geschäft: Es soll für 10000 Mark einem Kampfstier zu einer Auktion fliegen.

2. Ein Sarg nach Leech
Die Inhaber und gleichzeitigen Mitarbeiter des Unternehmens "Donnerflug" begrüßen einen mysteriös und unheimlich wirkenden Kunden in ihren wenig feudalen Räumen. Dieser Herr Boris Leech erteilt ihnen den recht lukrativen Auftrag, seinen toten Bruder Ivan in das Stammhaus der Leech auf einer entlegenden Insel zu bringen. Der Flug dorthin verläuft sehr dramatisch. Auch in dem Haus der Leech geht es nicht weniger spannend zu. Alles dreht sich um einen Schatz...

3. Ein Cowboy nach Spanien
Alt-Western-Star Slim Nesbit chartert das Flugzeug von Kiki und Chantal. Er will zu Filmaufnahmen nach Rom. Zimmerwirtin Frau Krause muß das Geld für den Treibstoff vorstrecken, will dafür aber mitkommen. In Rom stellen sie fest, daß das Filmprojekt ein Schwindel ist.

4. Eine Prinzessin nach Hofenstein
Mörderische Thron-Intrigen machen dem kleinen Fürstentum Hofenstein schwer zu schaffen. Potentielle Attentäter bedrohen das Leben der regierenden Prinzessin. Um sie zu schützen, soll die "himmlische Tochter" Kiki als echte Prinzessin ausgegeben werden - denn die beiden sehen sich täuschend ähnlich. Natürlich geht es dabei nicht ohne Verwicklungen ab.

5. Ein Tenor nach Paris
Bei Mama Riva, die sich ein wenig um die Crew der "Donnerfluggesellschaft" kümmert, erscheint ein Rechtsanwalt. Er will das Testament anfechten, durch das die Tänzerinnen Chantal und Kiki Eigentümerinnen der Gesellschaft geworden sind. Nachdem er jedoch Einblick in die Geschäftsbücher genommen hat, verläßt er fluchtartig das Lokal, verschafft dem Pleiteunternehmen aber noch Opernsänger Lorenzo als Chartergast. Lorenzo landet allerdings mit der alten Propellermaschine nicht direkt am gewünschten Zielort Paris...

6. Eine Show durch Europa
Das Donnerflug-Team ist für den Transport der heruntergekommenen Varieté-Truppe von Murray Lord verantwortlich. Kein Zuckerschlecken, das Ganze! Kiki, Chantal und Tino müssen die Künstler betreuen. Und überall, wo die Artisten auftauchen, ist Falschgeld im Umlauf, weshalb auch zwei Geheimagenten mitreisen.

Bild
Format1.33:1 (Vollbild)
NormPAL
 Ich bin etwas vorsichtiger geworden, was DVD-Umsetzung von TV-Klassikern angeht, denn nach den katastrophalen Editionen wie z.B. "Anna" aus dem Hause ZDF und Universal oder aber Interner Link"Jason King" von Koch Media hatte ich erst einmal den Kaffee auf. Um so erfreulicher war es, dass einer meiner Lieblingsserien aus den späten 70er Jahren in einer doch noch überraschend guten Qualität auf DVD gepresst wurde. Klar, man sieht der Serie ihr Alter an, aber zumindest in diesem Fall hatte ich ausnahmsweise mal nicht das Gefühl, dass meine VHS-Kopien bessere waren, als die DVD-Umsetzung.
Die Anolis-DVDs weisen zwar auch typische altersbedingte Mängel auf, insgesamt gesehen wird uns aber ein ausgesprochen guter Transfer geboten. Die Farben sind überwiegend natürlich, vielleicht eine Spur zu blass und auch der Kontrast weiß durchaus zu gefallen, obgleich der Schwarzwert hier mehr ins Gräuliche tendiert und einige helle Szenen etwas zu steil wirken (hier sollte man aber bedenken, das überwiegend im Studio gedreht wurde). Mit der Schärfe ist es so eine Sache: sie ist der eigentliche Schwachpunkt im Transfer, wie auch die teilweise recht starken stehenden Rauschmuster. Das Rauschen ist über die gesamte Laufzeit der Folgen zu bemerken und beeinträchtigt die Schärfe in einigen Szenen deutlich. Aber auch hier darf man sagen, dass ich lieber etwas Bildrauschen habe, als ein durch Filter geglättetes, unnatürliches Bild, welches dann auch noch als "Digital remastered" angepriesen wird. Hier wirkt der Transfer sogar noch recht scharf und vor allem in Nahaufnahmen der Gesichter ist die Detailschärfe überraschend gut ausgefallen. Defekte und Verschmutzungen sind hierbei natürlich nicht wegzudenken und auch hin und wieder zu bemängeln. Die Kompressionen arbeiten recht sauber und es lassen sich keine Kompressionsartefakte erkennen, lediglich leichtes Nachziehen in schnellen Kameraschwenks kann man erkennen. Hier tat Anolis gut daran, pro DVD nur zwei Folgen auf die DVD zu packen, um die beim Restaurieren erlangte Qualität durch unnötige Kompressionsartefakte zu beinträchtigen.
 +++---

Ton
FormateDolby Digital 2.0
SpracheDeutsch
Untertitel-
 Die deutsche Monospur klingt recht sauber und weder Rauschen noch anderweitige Störungen fallen hier negativ auf. Die Dialoge sind gut verständlich und auch die Musik erklingt überraschend klar. Leichtes Kratzen und Verzerrungen in den Dialogen sind hierbei normal und stören nicht wirklich. Für ein Monoton ein ordentliches Klangbild.
 ++----

Extras
Extras-
VerpackungKeepCases im Schuber
 Leider spendierte uns Anolis hier keinerlei Bonusmaterial.
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Fazit
Es gibt Serien, die verlieren einfach nie ihren Charme. Eine davon ist die 70er Jahre Kult-Serie "Zwei himmlische Töchter" mit dem Team der legendären "Klimbim-Reihe um Sexbombe Ingrid Steeger und Iris Berben. Alberner, total überdrehter Slapstick-Spaß, der sich zu keinem Zeitpunkt ernst nimmt und auch nicht ernst genommen werden will. Vollgepackt mit den bekanntesten Star der deutschen Comedy-Riege gefällt mir die hirnrissigste Blödelei trotzdem noch und keiner der leider nur sechs produzierten Folgen fällt in irgendeiner Form ab. Hier ist meine persönliche Lieblingsfolge "Ein Sarg nach Leech", welche nicht nur für eine TV-Produktion tolle Schlosskulissen bietet, sondern auch ganz im Stil von "Alle Mörder sind schon da" inszeniert wurde und dabei für so einige Schenkelklopfer sorgt. Aber auch Folgen wie "In Cowboy Spanien" oder "Ein Bulle nach Paplona" bieten genügend Spaß in ihrem einstündigen Konzept, dass der geneigte Zuschauer ums Schmunzeln einfach nicht herum kommen wird. In "Ein Bulle..." darf Ingrid Steeger sich auch noch mal so richtig sexy zeigen und einem Stier mit einer heißen Striptease-Einlage ordentlich einheizen.
Mit Sicherheit wird der naive Humor heute nicht mehr jedem Zuschauer gefallen und viele, die sich die Serie als Kind angeschaut haben, werden heute nur noch kopfschüttelnd vor dem Fernsehen sitzen. Dennoch, "Zwei himmlische Töchter" gehört zum Besten was Deutschland seinerzeit zu bieten hatte und vereint nicht nur die wichtigstes Comedy-Stars, sondern zeigt, dass Sketche auch im längeren Format funktionieren können. Vergleicht man "Zwei himmlische Töchter" oder "Klimbim" mit den heutigen Produktion von PRO 7 oder SAT.1, merkt man sofort, woher die heutigen Comedians ihre Inspiration haben. "Zwei himmlische Töchter" ist zeitlos und ich bin mir sicher, dass ich auch in zwanzig Jahren noch über die Serie lachen kann.

Die 3er Box bietet eine dem Alter entsprechend ordentliche Bild- und Tonqualität, was in Anbetracht der Unmengen an anderen, oftmals miserablen TV-Serien-Umsetzung ein kleines Wunder darstellt. Leider vermissen wir hier schmerzlich Extras in Form von Interviews, oder älteren "Klimbim"-Ausschnitten. Die 3 DVD-Edition im stabilen Schuber wird in drei einzelne Amarrays ausgeliefert und beinhaltet zumindest jeweils einen Kapiteleinleger. Für Fans eine Pflichtkauf und die Gelegenheit, ihre Lieblingsserie endlich für einen fairen Preis in die Sammlung zu integrieren.



Bilder der DVD




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