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KR 2003
Originaltitel:Cheonnyeon ho
Alternativtitel:Ten Hundreds Years Lake
aka. Thousand Years Old Lake
Länge:88:17 Minuten (ungekürzt)
Freigabe:ab 16 Jahre
Regie:Kwang-hoon Lee
Buch:Hong Ju-ri
Kamera:Yue Lu
Musik:Dong-jun Lee
Darsteller:Jun-ho Jeong, Hyo-jin Kim, Hye-ri Kim; Won-seok Choi, San Ho, Shin-il Kang, Shin-il Kang, Han-garl Lee
Vertrieb:e-m-s
Norm:PAL
Regionalcode:2



Inhalt
Vor eintausend Jahren wurde der letzte der bösen Hexer vernichtet und sein Geist in einen alten See verbannt. Seit dieser Zeit besteht das große Königreich Shilla. Doch das Land wird von blutigen Bürgerkriegen überschattet und Königin Chinsong muss um das Fortbestehen der Dynastie bangen. Ihr treuester Gefolgsmann ist General Biharang, der aber ihre heimliche Liebe nicht erwidert, denn seine Liebe gilt dem einfachen Bauernmädchen Jaunbie. Als diese auf Befehl der Königin ermordet werden soll, springt sie auf der Flucht in den verfluchten See. Besessen von dem Geist des alten Hexers kehrt sie zurück ... und ihr Durst nach Rache ist unstillbar.

Bild
Format2.35:1 (anamorph)
NormPAL
 Es gibt nicht viel, was man dem frischen Bild anlasten kann. Es wird eine teils hervorragende Schärfe erreicht mit guten bis sehr guten Details. Selbst in dunklen Szenen sind Hautporen noch als solche zu erkennen und es gibt eigentlich nur wenige Stellen, die nicht optimal sind, weil man dem Bild doch ein wenig durch Nachschärfung auf die Sprünge helfen musste, was immer wieder erkennen lässt, dass hier doch kein auf Hochglanz getrimmtes Werk vorliegt. Dafür muss man aber auch mit einem feinen Rauschen auskommen, dass zu etwas Unruhe im Bild führt, aber nicht störende Ausmaße annimmt oder gar Auswirkungen auf die Arbeit der Kompression hat. Die lässt sich selbst in schwierig zu verarbeitenden Szenen nicht aus der Ruhe bringen und stellt dort immer noch die Details bestens dar. Das Bild an sich zeigt keinerlei Verschmutzungen und ist mit einem guten Kontrast, der manchmal etwas zu kräftig wirkt, und einer saftigen Farbgebung ausgestattet, die für dieses Genre gern noch etwas farbintensiver sein dürfte. Das stört aber nicht wirklich, denn die starken, klaren Farben werden jeden Fantasy-Fan mehr als zufrieden zu stellen. Einzig eine etwas unstetige Bewegung einiger Bildteile in Schwenks fällt bei intensiver Betrachtung auf, wodurch es insgesamt nicht mehr ganz zur sehr guten Gesamtnote reicht.
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Ton
FormateDolby Digital 5.1
SpracheDeutsch, Koreanisch
UntertitelDeutsch
 Beide Tonspuren vermögen etwa Gleiches zu leisten. Die Musik ist der Hauptauslöser für Aktivität auf den hinteren Lautsprechern, der Film gehört aber zu den besser Abgemischten, die auch bemüht sind, Umgebungsgeräusche und Effekte zu platzieren, was im Vergleich zu Referenzen noch ein wenig zu selten geling, insgesamt aber schon ein räumliches Gefühl erzeugt. Mitunter gibt es Passagen, z.B. Kampfgetümmel, die noch etwas direkter und differenzierter ausfallen könnten, der Klang ist aber geprägt von Klarheit und einem guten Basston. In allen Bereichen ist noch etwas mehr möglich, man darf aber trotzdem von einem guten Erlebnis im Tonbereich ausgehen. Die deutschen Untertitel sind anfangs noch kurz etwas asynchron, fangen sich aber und zeigen dann in etwa die deutsche Übersetzung an.
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Extras
Extras
  • Making Of (28:11 Min.)
  • Bildergalerie (80 Bilder)
  • Storyboard (5:28 Min.)
  • Originaltrailer:
    • Deutsch (1:43 Min.)
    • Koreanisch (1:57 Min.)
  • Teaser (1:52 Min.)
  • TV Spots (1:26 Min.)
  • Weitere DVDs:
    • Oldboy (2:26 Min.)
    • Cube Zero (1:45 Min.)
    • Ginger Snaps 3 (1:53 Min.)
    • Evil (2:00 Min.)
    • Memento Mori (2:41 Min.)
    • Wishing Stairs (1:59 Min.)
    • Flying Dagger (3:01 Min.)
 Ein umfangreiches Making Of zum Film gibt es in der Cine Magic Asia-Kollektion leider viel zu selten. Umso schöner, dass man hierfür eins gefunden hat, das in verschiedene Bereiche unterteilt ist und mit einer kurzen Rekapitulation der Handlung beginnt. Es folgen Aufnahmen vom Dreh, die hauptsächlich die akrobatisch anspruchsvolle Arbeit an den Stahlseilen zeigen und ein wenig weiteres Material vom Set. Die wichtigen Stellen des fast halbstündigen Making Ofs sind deutsch untertitelt. Ebenso verhält es sich mit den Storyboards, bei dem die Zeichnungen mit Originaltext und Untertiteln angezeigt werden. Neben für mich eher wenig interessanten Extras wie Teaser, TV-Spots und den Trailern, gibt es zuletzt noch eine umfangreiche Bildergalerie mit Set-Aufnahmen und vor allem Design-Vorlagen zu entdecken.
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Fazit
Eine tragische Romanze, ein verwunschener Wald voller Zauber und uralter Kräfte, wilde Schwertkämpfe mit exzellenter Drahtseilakrobatik, ein von Rebellen bedrohtes Königreich und dem Schicksal ergebener Held - das alles sind Elemente, die in Variation ihrer Wertigkeit immer wieder für Fantasy-Highlight aus dem asiatischen Raum sorgten und auch "Legend Of The Evil Lake" bedient sich dieser Zutaten, um erfolgreich, spannend und kurzweilig zu sein. Der sehr einfache Plot überzeugt eher durch die sehr eigene Atmosphäre, durch wuchtige, mitunter sogar monumentale Action und die dichte Gefühlswelt, die aber noch nicht überladen ist, als durch ein besonders verwinkeltes Drehbuch. Das findet man in diesem Bereich sowieso eher selten, denn auch das koreanische Werk ist Kino fürs Auge mit beseeltem Hintergrund. Manch einer erfreut sich an der puren Action, die verziert ist durch herrlichste Blutfontänen und zumindest im ersten Kampf einer Unzahl an sehr real wirkenden, abgeschlagenen Gliedmaßen, andere an der geisterhaften Umgebung, die der vom roten Mondlicht getränkte, dichte Wald rund um den verwunschenen See erzeugt. Sicherlich ist beides wegen den vielen magischen Tricks, die in bester Effektmanier umgesetzt worden, sehr sehenswert, bei der Charakterzeichnung bekommt man aber nur die üblichen Schemata von Helden, Antagonisten, verwunschenen, hilflosen Seelen und verdammten Nebenrollen zu sehen, die nicht so aufgesetzt wie vielleicht in einem westlichen B-Movie sind, sich aber immer wieder an die gleiche, für Kenner solcherlei Filmkunst mittlerweile mehr als bekannte Linie hält. Das schmälert aber den stimmigen Eindruck des Films nur wenig, der mit viel Aufwand in Sachen Kostümen, unheimlichen Sets und Effekten aufwarten kann, wenn auch von der Effektpalette im Mittelteil etwas weniger Gebrauch gemacht wird. Besonders die kunstvolle Optik, die in vielerlei Kamerafahrten vor ideenreicher Kulisse arbeitet, macht den Film zu einem Highlight und zieht gleich mit dem opulenten Score, der mitunter etwas zu sehr dem westlichen Vorbild von schwülstigen Orchesterklängen nacheifert. Auch dieser Punkt hat nur bedingt Einfluss, mit einigen filigraneren, traditionellen Klängen wären einige Szenen aber vielleicht genauso gut, vielleicht sogar besser ausgefallen.
Die DVD hat mich durch gutes Bild und Ton ebenso wie der Film überzeugt. Schön ist es, dass diese Fantasy-Perle auch ein wenig Bonusmaterial spendiert bekommen hat.



Bilder der DVD




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