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HK 1979
Originaltitel:Guang Dong tie qiao san
Alternativtitel:Canton Iron Kung Fu
aka. Cantonen Iron Kung Fu
aka. Cantonese Iron Kung Fu
aka. Iron Fist of Kwangtung
Länge:83:10 Minuten (ungekürzt)
Freigabe:ab 16 Jahre
Regie:Chiu Lee
Darsteller:Fei Kao, Ka-Yan Leung, Hua Chung Ting, Chung Wang
Vertrieb:CMV-Laservision
Norm:PAL
Regionalcode:0



Inhalt
Hokou, eine kleine Stadt im Bezirk Kanton, ist ein blühender Handelsposten für alle Waren, die aus dem Norden kommen. Liu Wan Chin ist ein angesehener Handelsmann mit einem der größten Warenlager in der ganzen Provinz. Gleichzeitig ist er aber auch der Chef einer gut organisierten Gangsterbande, die nicht nur alles, was durch Hokou kommt kontrolliert, sondern darüber hinaus auch Überfälle auf besonders interessante Karawanen verübt - bis Lin Wan Tai, ein vornehmer Geschäftsmann, Lius Treiben ein Ende setzen will ...

Bild
Format2.35:1 (anamorph)
NormPAL
 Zwar anamorph, aber nicht sonderlich scharf. Die meiste Zeit wird man mit einem durchschnittlichen Bild für einen derart alten Eastern bedient, in einigen Szenen läuft aber der Hintergrund aus dem Fokus und Bildbereiche werden matschig. Es geht aber nicht so weit, dass es die Bewertung der Bildqualität beeinflussen würde. Schließlich existieren keine Doppelkonturen und sichtbare Nachschärfungen sind auch nicht da. Bei den Farben erreicht man gute Werte, wenn auch die hervorragende Sättigung der Celestial-DVDs, die in dieser Hinsicht als Referenz gelten, bei weitem nicht erreicht werden. Der Kontrast überstrahlt leicht und die Kompression fällt immer wieder mal durch Blockbildung auf, vor allem in Bewegungen kommt man selten ohne aus, die DVD rettet sich aber noch auf drei Punkte. Die Defekte der Vorlage wurden nicht bearbeitet. Unzählige kleine Kratzer und punktuelle Störungen tummeln sich manchmal gleichzeitig im Bild, an anderen Stellen wiederum ist das Bild verhältnismäßig sauber.
 +++---

Ton
FormateDolby Digital 2.0 Mono
SpracheDeutsch, Englisch
UntertitelDeutsch für nicht synchronisierte Szenen
 Der deutsche Monoton kratzt nicht, ist aber ein wenig dumpf und die Stimmen der damaligen Synchronisation sind sehr überdeckend. Knackser hört man nicht, ein Rauschen ist auch nicht merkbar, aber es gibt natürlich keine großartigen Merkmale bei diesem alten Ton. Manchmal führt der Einsatz von lauten Stimmen zu Verzerrungen, die Musik bleibt davon aber unbeeinträchtigt. Was man vielleicht erst nach einiger Zeit mitbekommt, in Szenen, die kaum Hintergrundlärm enthalten, ist ein elektrisches Brummen ähnlich einem Trafo unter Last, das einigen Geräuschen folgt. Das nervt mitunter und fällt besonders dann auf, wenn man Kopfhörer aufsetzt. Für einige wenige Dialogfetzen, die keine Synchronisation besitzen, schaltet sich der englische Untertitel ein und ausblendbare deutsche Untertitel werden aktiv. Dieser ist etwas spitzer, sonst aber gleichauf mit der deutschen Variante. Das elektrische Pumpen fehlt hier aber, so dass ich dafür noch einen Punkt mehr vergeben würde.
 +-----

Extras
Extras
  • Vorspann der dt. Fassung (2:15 Min.)
  • Vor- und Abspann der US-Videofassung (2:09 Min.)
  • Trailer zu "Der Rikschamann" (2:47 Min.)
  • Eastern Collection:
    • Galerie (6:07 Min.)
    • Trailer (1:40 Min.)
 Wie schon bei der "Herschell Gordon Lewis Collection" existiert auch für die Eastern Collection eine kombinierte Bildergalerie mit interessantem Material. Zusätzlich noch ein extra angefertigter Kombi-Trailer, der zwar lustig ist, wobei mir einzelne Trailer lieber gewesen wären. Außerdem hat man noch den Vorspann der dt. Fassung und Vor- und Abspann des US-Tapes mit drauf gepackt, wobei die schlimm beschnittene Vollbildfassung des Tapes echt bedauerlich ist.
 +-----

Fazit
Wäre "Die blutigen Krallen des Leoparden" nicht mitunter so schön trashig, würde er sicherlich in der Masse klassischer Kung-Fu-Filme untergehen. Schon zu Beginn wird einfach aus Spaß geprügelt, der spätere Bösewicht ist eine herrlich überzogene Karikatur von einem sinistren Schergen, der ein paar Arbeiter auf die Bühne bittet, die sich dort bereitwillig totschlagen lassen, es darf geposed werden, was das Zeug hält und ein trottliger, sich selbst weit überschätzender Dorfdepp bekommt verdienterweise von allen Seiten auf die Mappe. Besonders drollig wird es neben leichtem Comedy-Einschlag aber, wenn der Leopard seine Krallen ausfährt: Neben Genre erprobten Schwusch-Klatsch-Poff-Geräuschen grollt ein Tiger im Hintergrund, das Anspannen von Muskeln knarzt wie ein überzogener Ledergürtel und die Zwischendialoge sind herrlich sinnfrei und blöde. Irgendwie dämlich, aber schön zugleich. Es ist anzunehmen, dass das damalige Synchrostudio keinen blassen Schimmer hatte, was hier wirklich gesprochen wurde, so dass man auf Teufel komm raus eindeutschte. Bei den Choreografien bekommt man nichts Außergewöhnliches zu sehen, trotz 16er Freigabe sind blutige Wunden aber doch existent und es scheint, als ob nichts Wesentliches gekürzt wurde. Unfreiwillige Komik und eine hauchdünne Geschichte, bei der es schlicht um die gewaltsame Übernahme eines Geschäfts geht, sorgen vielleicht dafür, dass es den einen oder anderen Eastern-Fan abschreckt, für mich ist der ganze Quatsch aber gute Unterhaltung gewesen.
Die CMV-Scheibe hätte einer Restauration in einigen Szenen bedurft, aber machen wir uns nichts vor: Wir dürfen glücklich sein, diesen Titel überhaupt auf einer deutschen DVD begrüßen zu dürfen, was bei Betrachtung des US-Vorspannes noch deutlicher wird. Der deutsche Ton ist leicht fehlerhaft und es gibt ein paar kleinere Extras mit auf DVD, die in einer schicken, kleinen Buchbox steckt und dank einer 16er Freigabe auch im freien Handel erwerbbar sein dürfte.



Bilder der DVD




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