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HK 2004
Originaltitel:Sei mong se jun
Alternativtitel:Sei Mong Seh Jung
aka. Si wang xie zhen
Länge:94:44 Minuten (ungekürzt)
Freigabe:SPIO/JK geprüft, strafrechtlich unbedenklich
Regie:Oxide Pang Chun
Buch:Oxide Pang Chun, Pak Sing Pang
Kamera:Decha Srimantra
Musik:Payont Permsith
SFX:The Post Bangkok
Darsteller:Ekin Cheng, Anson Leung, Michelle Mee, Race Wong, Rosanne Wong
Vertrieb:Koch Media
Norm:PAL
Regionalcode:2



Inhalt
Die junge Kunststudentin und Hobbyfotografin Jiney (Race Wong) ist besessen vom Anblick toter Menschen und Tiere, seitdem sie einen tödlichen Autounfall beobachtet hat. Auch vor ihrer besten Freundin Jas (Rosanne Wong) kann sie ihre Leidenschaft nicht verbergen. Diese fürchtet sogar, dass Jiney zu einer zwanghaften Mörderin werden könnte. Als den beiden ein Snuff-Video zugespielt wird, eskaliert die Situation. Und Jiney findet sich bald in derselben Folterkammer wieder, in der zuvor vor ihren Augen ein wahnsinniger Killer sein Opfer zu Tode gequält hat.

Bild
Format1.78:1 (anamorph)
NormPAL
 Beim anamorphen Transfer hat sich Koch Media sichtlich Mühe gegeben. Der Kontrast befindet sich dank seines satten Schwarzwertes auf einem durchaus guten Niveau, wirkt aber überwiegend etwas zu steil, überstrahlt helle Flächen und verschluckt einige Details in dunklen Szenen. Dafür ist die Schärfe etwas besser ausgefallen und überzeugt vor allem im Bereich Kantenschärfe, welche zwar etwas auf Naschschärfung schließen lässt, dadurch aber mehr Plastizität erreicht. Im Detailbereich fällt das Ganze allerdings etwas ab, was unter anderem an dem Auftreten von Rauschmustern liegt, welche dafür sorgen, dass das Bild nicht konstant scharf erscheint. Die Farbgebung überzeugt ebenfalls und wird stillbedingt etwas verfremdet wiedergegeben und wirkt überwiegend recht kühl. Hin und wieder erscheinen die Farben dafür aber sehr kräftig und sind sogar von natürlicher Natur. Die Kompressionen arbeiten sauber und Blockrauschen fällt kaum auf. Defekte und Verschmutzungen sind der Vorlage ebenfalls fremd und ein Nachziehen in schnellen Bewegungen konnten wir ebenfalls nicht ausmachen.
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Ton
FormateDolby Digital 5.1 (Deu, Kant), DTS 5.1 (Deu)
SpracheDeutsch, Kantonesisch
UntertitelDeutsch
 Soundtechnisch dürfen wir zwar kein brachiales Surroundgewitter erwarten, dafür aber eine atmosphärische Abmischung im Musikbereich. Zwar dominiert hier wie so oft der Frontbereich und auch der Score erscheint überwiegend kräftig in den vorderen Kanälen, sodass ein stimmiger Raumklang nur selten ertönt und lediglich der auf die Rears gelegte Score etwas für Atmosphäre und Stimmung sorgt. Ansonsten bleibt es im Effektbereich aber dezent und nur selten finden sich Umgebungsgeräusche in den hinteren Kanälen wieder, wobei hin und wieder die Möglichkeit bestand. Der deutsche DTS 5.1 Track klingt insgesamt nur lauter, ohne dabei dynamischer zu erscheinen, wobei die Lautstärke an einigen Stellen zu leichtem Dröhnen führt, die die Qualität nicht unbedingt verbessert (beispielsweise Klavierspiel zu Beginn). Optional zum Originalton, welcher ebenfalls in Dolby Digital 5.1 vorliegt, lassen sich noch deutsche Untertitel hinzuschalten. Leider kann man die Tonspuren während des Hauptfilmes nicht wechseln.
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Extras
Extras
  • Originaltrailer (1:51 Min.)
  • Making Of (12:31 Min.)
  • Deleted Scenes (7:33 Min.)
  • Weitere DVDs:
    • Hongkong Crime Scene (2:07 Min.)
    • Narco (1:59 Min.)
    • Tamara (2:11 Min.)
    • The Drone Virus (1:15 Min.)
    • Deal (2:09 Min.)
    • Mortuary (2:34 Min.)
    • Freeze Frame (2:17 Min.)
    • Lost (2:20 Min.)
 Das Making Of versucht sehr, den Film an den Mann zu bringen, indem uns zuerst die Geschichte vorgestellt wird. Das beinhaltet viele unnütze Informationen und Szenen, die man bereits kennt, aber auch Darsteller- und Regisseur-Interviews, während denen noch ein paar Details entlockt werden, auch wenn es nur wenig ist. Zuletzt sind noch Deleted Scenes mit dem deutsch untertitelten Audiokommentar des Regisseurs, der sich meist zu Beginn einschaltet, und der Trailer einsehbar. Weil das Making Of so schwach ist, nur 1 Punkt.
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Fazit
Das zweite Gruselabenteuer um die Fototechnik innerhalb kürzester Zeit, das ich mir angeschaut habe. Während Interner Link"Shutter" gut und gern ein wenig von Interner Link"The Eye" beeinflusst war, gehen dessen Schöpfer, die Pang Brothers mit ihrem neuesten Werk "Ab-Normal Beauty" einen ganz anderen Weg als den der Herzattacke mittels langhaariger Mädchen oder urplötzlicher Schocks. So seltsam es auch klingen mag, es gibt keine Geister hier, keine Erscheinungen, die man nicht auch einer "natürlichen" Fehlleitung des rationalen Wahrnehmens anhängen kann. "Ab-Normal Beauty" ist Asien-Psychothriller in Bestform, was ich nach der Hälfte des Filmes sicherlich noch nicht gesagt hätte. Bis dahin müssen wir mit anschauen, wie die leidenschaftliche Fotografin Jiney den Reiz des Todes auf dem Abzug erforscht, wie sie sich von allem abkehrt, selbst von ihrer besten Freundin und immer fiebriger ihrem Drang nach dem Makabren nachgeht, bis sie kurz vor dem Nervenzusammenbruch, ja sogar dem Wahnsinn steht. Sehr emotional, teilweise unheimlich geht es vor und als Jiney einem Schüler und seiner aufdringlichen Art und Weise eine Abfuhr erteilt: Sie zwingt ihn, sich übergossen mit roter Farbe auf dem Boden von ihr ablichten zu lassen. Man glaubt schon, dass ihre Ankündigung, sie befürchte selbst einmal einen Mord zu begehen, um ihre Sucht zu befriedigen, den nächsten Teil frei nach dem Slasher-Prinzip bestimmen würde. Aber weit gefehlt, allein die stilistische Komponente, die im künstlichen Blitzlichtgewitter einen sonderbaren, teils hysterischen Trip mixt, der mit Soundcollagen hämmernder Industrial-Musik unterstrichen wird, lässt mehr vermuten. So dreht sich ab der 60. Minute dann auch alles um das Thema Snuff, weil Jiney ein derartiges, undeutbares Video einer grausamen Tötung zugeschickt bekommt. Der Übergang dazu erfolgt stufenlos, es wird aber noch eine Spur abgedrehter und greller, wenn zum Ende hin jenes Konzept, welches in stark an Interner Link"8mm" erinnert, zu Ende geführt wird.
Handwerklich ist "Ab-Normal Beauty" wie immer top, allein die Optik des Filmes überzeugt jederzeit, doch ob sich das Wagnis der Gebrüder Pang auszahlt, sich inhaltlich trotz Einbringung bewährter Ideen doch etwas zu überschlagen, müsst ihr selbst entscheiden. Meine Empfehlung dazu sei gegeben. Die DVD dazu ist technisch sauber umgesetzt und bietet in der hier vorgestellten SPIO/JK-geprüften Fassung auch den kompletten Film. Denn aufgepasst: Es wird auch eine gekürzte Fassung vertrieben, erkennbar am Siegel "keine Jugendfreigabe".



Bilder der DVD




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