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JP 1997
Originaltitel:Kuro no tenshi Vol. 1
Alternativtitel:Black Angel, The
Länge:106:29 Minuten (ungekürzt)
Freigabe:keine Jugendfreigabe
Regie:Takashi Ishii
Buch:Takashi Ishii
Kamera:Kazuto Sato
Musik:Goro Yasukawa
Darsteller:Riona Hazuki, Reiko Takashima, Jinpachi Nezu, Kippei Shiina, Miyuki Ono, Yoshiyuki Yamaguchi, Hideo Murota, Shingo Tsurumi, Ren Osugi, Daisuke Iijima, Noriko Hayami
Vertrieb:I-On
Norm:PAL
Regionalcode:0



Inhalt
Die kleine Ikko wird Zeugin, wie ihre Eltern brutal ermordet werden. Nur die Hilfe einer geheimnisvollen Killerin rettet auch sie vor dem gewaltsamen Tod. Ikko wird in die USA gebracht, wo sie in der Obhut des lokalen Yakuzaclans aufwächst. Herangereift zu einer hübschen, jungen Frau kehrt sie nach Japan zurück, um als "Black Angel" gnadenlose Rache an den Mördern ihrer Eltern zu nehmen.

Bild
Format1.78:1 (anamorph)
NormPAL
 Die Vorlage für diese DVD sieht in den ersten Momenten recht gut aus, besitzt ausgesprochen kräftige Farben mit einem halbwegs gelungenen Kontrast und ein klares Bild, welches fast gänzlich ohne analoge Störungen auskommt (diese sind punktuell und höchst selten anzutreffen). Später bildet sich aber oft ein leichter Grünstich auf Gesichtern heraus und das Bild scheint schon mal digital komprimiert gewesen zu sein, denn die auftretenden Kompressionsfehler sind höchst alarmierend. Vielleicht stand als Master nur eine DVD aus dem asiatischen Raum zur Verfügung, die dann neu gemastert wurde. So sind in jeder noch so kleinen Bewegung nachschleifende Säume zu sehen, das Bild verpixelt, die Schärfe ist lediglich durch eine Nachbearbeitung noch auf gutem Niveau. Wobei der Detailbereich nur noch befriedigende Ergebnisse erbringt und nur selten "hervorblitzt". Wir sehen zusätzlich stehendes Rauschen und immer wieder Aliasing-Effekte, also Treppenbildung an Konturen. Man schaue sich nur einmal das Kachelmuster an der Tür ab Minute 10:55 an. Dadurch hat man manchmal den Eindruck auf einen überscharfen LCD-Schirm zu schauen oder das Bild nach der Verschlimmbesserung durch eine High Def-Interpolation zu sehen. Wer sich den Film dagegen auf einem TV-Gerät Marke "Küchenglotze" gibt, der wird bis auf ein etwas unstetiges Bild in Bewegungen von alldem kaum etwas mitbekommen. Aber in solchen Fällen muss man auch nicht mehr darüber diskutieren, ob DVDs eine anamorphe Abtastung benötigen.
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Ton
FormateDolby Digital 5.1 (Deu), Dolby Digital 2.0 (Jap)
SpracheDeutsch, Japanisch
UntertitelDeutsch
 Beim deutschen Ton hat man sich anscheinend bemüht, einen möglichst authentischen Upmix zu erzeugen. Die Rears funktionierend meist unterstützend und geben vor allem gut platzierte Fragmente des Scores wieder. Einige Chancen zur Raumtonentwicklung abseits der Dauerbeschallung aus den Rückkanälen hat man gut genutzt, beispielsweise hallende Dialoge auf dem Flughafen oder Fahrgeräusche eines Autos. Insgesamt wird damit ein doch belebtes Klangbild geschaffen, auch wenn die Auflösung des Tones nicht über durchschnittliche Eindrücke hinwegkommt. Zumindest aber besser als der japanische Stereoton, der ein wenig zu sehr plärrt, dafür aber auch eine bessere Abmischung zugunsten der Umgebungsgeräusche bietet. Es gibt wieder deutsche Untertitel, von denen man nicht erwarten sollte, dass sie sonderlich gut zur deutschen Synchro passen. Diese, das muss ich leider sagen, ist passagenweise sehr emotionslos und unpassend umgesetzt, was mitunter störend auf die den Film einwirkt.
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Extras
Extras
  • Trailer (1:03 Min.)
  • Storyboardvergleich
  • Interview Takashi Ishii (44:49 Min.)
  • Trailershow:
    • Eko Eko Azarak - Wizard Of Darkness (2:06 Min.)
    • Eko Eko Azarak - Birth Of Wizard (1:33 Min.)
    • Eko Eko Azarak - The Dark Angel (2:10 Min.)
    • Sympathy For Mr. Vengeance (1:46 Min.)
    • Flower & Snake (1:51 Min.)
    • Black Angel 2 (1:14 Min.)
    • Casshern (2:03 Min.)
    • Dummy (1:55 Min.)
    • Ghost (1:40 Min.)
    • Undead (2:30 Min.)
    • Zebraman (1:37 Min.)
    • Scarlet Letter (2:23 Min.)
    • No Blood No Tears (1:56 Min.)
    • Six Ways To Sunday (1:57 Min.)
    • Unborn But Forgotten (1:46 Min.)
    • Save The Green Planet (2:18 Min.)
 Neben üblichen Extras wie Trailer und der riesigen Trailershow (u.a. mit der Vorschau auf Interner Link"Black Angel 2"), ist es erfreulich, ein sehr langes Interview mit Regisseur Takashi Ishii vorzufinden, das eigens von I-On erstellt und deutsch übersetzt worden ist. Hier werden mehr Fragen beantwortet als in manch doppelt so langen Audiokommentar, was wohl zu gleichen Teilen am sehr interessierten Interviewer wie auch am erzählfreudigen, selbstkritischen Ishii liegt. Außerdem findet man einen Storyboard-Vergleich auf der DVD, bei dem man mehrere Szenen auswählen kann, in denen dann gleichzeitig fertige Szene und Entwurfsskizzen zu sehen sind. Die Skizzen hätten dabei ruhig noch etwas größer werden können, genügend Platz ist noch vorhanden. Im einfachen, gefallenden Menu hat man wieder einen Teil des Soundtracks untergebracht.
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Fazit
Warum muss denn gerade der Name "Kill Bill" auf dem Cover zum Vergleich herangezogen werden? Völliger Unsinn, "Black Angel" ist weitaus weniger mundfertig vorgekaut, verlangt dem Zuschauer durch die vielen Parallelhandlungen vielleicht sogar ein wenig mehr ab als der später entstandene Hollywood-Blockbuster und ist trotz alledem in seiner Liga ein hervorragender Yakuza-Rachethriller geworden. Zweifellos sind Actioneinlagen, Pistolenduelle und der gewohnt ruppige Umgang innerhalb der Organisationen zu einem ereignisreichen, aufregenden Film geworden, der auf der anderen Seite aber inhaltlich wie optisch ein wenig experimentierfreudig zugange ist, vielleicht, weil er als Low Budget-Produktion entstand, die ein wenig Improvisationskunst voraussetzt. Neben ungewohnt räumlicher Bildführung überrascht da vor allem, dass Ishii die Geschichte nicht nur als bloßen Rachegrund heranzieht, sondern mit ihr die Figuren und ihr Schicksal entwickelt. Das macht die mitunter äußerst brutale Unterhaltung - bei Gewalt gegenüber Frauen wird kein Unterschied zum meist unterlegenen männlichen Part gemacht - sehr abwechslungsreich. Etwas launisch kann das auch sein, denn zwischen Folter und stets hervorragend inszenierten Attentate finden so viele Details Platz, dass man gern an die Vielfalt eines Miike-Films erinnert wird, wenn auch hier alles eine Spur geradliniger abläuft. So erfreut man sich im insgesamt düsteren, gern als Neo-Noir-Film bezeichneten Genrewerk auch mal an einer dynamischen Tanzeinlage oder hochstilisierter, fast schon überzeichneter Gewalt, die dann zumindest den Bogen zu Tarantinos zitierten Meisterwerk spannt. Für mich ist "Black Angel" ein die westlichen Sehgewohnheiten forderndes, erstklassiges Action-Drama geworden, dass mit kleineren Längen eine gewisse Grundstimmung und -spannung erhalten kann.
Die neue deutsche DVD ist leider kein Highlight, weil das Bild nun mal nicht wirklich gut gefällt. Dafür hat es aber das Interview in sich. Der Film hat meinen uneingeschränkten Zuspruch.



Bilder der DVD




Druckbare Version
Black Angel 2
Black Angel
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