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JP 1999
Originaltitel:Saimin
Alternativtitel:Hypnotist, The
Länge:109:17 Minuten (ungekürzt)
Freigabe:ab 16 Jahre
Regie:Masayuki Ochiai
Buch:Yasushi Fukuda, Masayuki Ochiai, Keisuke Matsuoka
Kamera:Osamu Fujiishi
Musik:Kuniaki Haishima
SFX:Yuuichi Matsui
Darsteller:Goro Inagaki, Miho Kanno, Takeshi Masu, Ken Utsui, Yuki Watanabe, Shigemitsu Ogi, Kenta Satoi, Noborou Shirai, Tadao Nakamura
Vertrieb:e-m-s/Anolis
Norm:PAL
Regionalcode:2



Inhalt
Drei Selbstmorde, die scheinbar nichts miteinander zu tun haben, passieren am selben Tag. Eine junge Athletin rennt so lange, bis ihre Unterschenkelknochen brechen und aus den Beinen herausragen. Ein junger Bräutigam erhängt sich vor der Hochzeitsgesellschaft mit seiner Krawatte. Und ein älterer Herr springt nach der Geburtstagsfeier seiner Frau aus dem Fenster. Der ermittelnde Detektiv Sakurai steht vor einem Rätsel, denn bis auf die zwei Tatsachen, dass jedes der Opfer wohl noch etwas von einem "grünen Affen" erzählte, bevor es sich umbrachte, gibt es keinerlei Verbindungen. Daher wendet er sich an den Psychologen Saga Toshiya, der von Hypnose ausgeht.
Als es zu weiteren Selbstmorden kommt, bei denen die Bezeichnung "grüner Affe" fällt, und eine junge Frau namens Yuka in der Fernsehshow "Contact" mehrfach den "grünen Affen" erwähnt, scheint man in dem Hypnotiseur Jissoji den Schuldigen gefunden zu haben. Er ist dafür bekannt, dass er gut aussehende Frauen auf der Bühne hypnotisiert, um sie anschließend - immer noch unter seinem Einfluss - in seinem Hotelzimmer zu vergewaltigen.

Doch steckt er wirklich hinter dem "grünen Affen" oder ist hier eine weitaus fürchterlichere Macht für die Morde verantwortlich?

Bild
Format1.85:1 (anamorph)
NormPAL
 Japanische Horrorfilme auf deutschen DVDs sind selten ein Beispiel für hervorragende Auflösung und Tiefenschärfe. Auch "Hypnosis" fehlt es an Details, Kanten verschwimmen bei reinen Farben, z.B. der anfänglichen Hypnose vor blutrotem Umhang und in Bewegungen ruckelt es leicht wegen Ghosting. Keine guten Ausgangsbedingungen, das schlimmste ist meiner Meinung nach aber die fahle Farbgebung. Der berüchtigte Schleier liegt hier drüber, der Schwarz in ein dunkles Grau und die Szenerie so oft in ein äußerst langweiliges, tristes Licht rückt. Einige Szenen sehen dadurch so aus, als ob man in einer Bar voller Raucher auf einen Fernseher schaut, andere wiederum halbwegs natürlich. Verschmutzungen bleiben hier aus, aber ein minimales Rauschen ist schon mit dabei, wobei das weniger stört.
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Ton
FormateDolby Digital 5.1 (Deu), Dolby Digital 2.0 (Jap)
SpracheDeutsch, Japanisch
UntertitelDeutsch
 "Hypnosis" klingt eher wie ein reiner Dialogfilm als dass er besondere Surround-Effekte zu bieten hätte. Schade, einige Geräusche hätten einer kräftigeren und bewegteren Abmischung bedurft, z.B. ein Donnergrollen oder die Musik, wenn es darum geht, den Zuschauer zu überraschen. Die hinteren Lautsprecher sind zwar nicht völlig still, der japanische Stereoton erreicht aber fast dieselbe Leistung. Die deutsche Synchronisation ist recht ordentlich geworden und sehr viel deutlicher als das Original, auch ohne dass dadurch andere gute Eigenschaften des Tones verloren gehen. Es gibt aber weder kräftige Bässe noch dynamische Einsätze. So kann man zwar nicht an der Klangqualität an sich mäkeln, es fehlt aber das, was man sonst so im Heimkino erwartet. Die deutschen Untertitel sind sehr weit entfernt vom Gesprochenen und irritieren nur, wenn man parallel den deutschen Ton laufen lässt. Sie orientieren sich möglicherweise am Originalton und sollten daher auch nur dort verwendet werden.
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Extras
Extras
  • Kapiteleinleger
  • Trailer (1:10 Min.)
  • Bildergalerie (20 Bilder)
 Das Bonusmaterial ist für eine Anolis-DVD eher schwach ausgefallen. Der Trailer ist dabei und eine Bildergalerie, die aber wegen ihrer Bildauswahl direkt aus dem Film wenig gefällt.
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Fazit
Wenn man irgendwo die Bezeichnung "Mainstream"-Horror über "Hypnosis" liest, dann trifft es das schon ganz gut. Will man einfach nur pure Unterhaltung mit guten Effekten und einigen Gruselszenen sehen, so ist man hier richtig. Der Gorefan wird bei den einfallsreichen Selbstverstümmelungsaktionen und expliziten Freitodvarianten seine helle Freude haben - aber mal ehrlich, die Art, wie uns die Geschichte dazwischen präsentiert wird, ist doch etwas taktlos. Wäre das Drehbuch doch etwas konsequenter, würde die nervige Gehilfin des Ermittlers herauslassen, einige Gespräche kürzen und die Grundstimmung etwas düsterer und vor allem ernster gestalten, wäre doch schon viel gewonnen. Aber zum einen sind fast schon trashige Einlagen vorhanden, zum anderen werden wir mit den naivsten Tricks des Horrors belastet, die manchmal zünden, manchmal aber auch lächerlich wirken (Stichwort: Wetter auf Abruf). Das sind Dinge, über die man beim Anschauen vielleicht gar nicht nachdenkt, die im Nachhinein aber mit dem Gedanken aufkommen können, dass das ungemein interessante Thema, Menschen durch Hypnose zu manipulieren, um sie per "Knopfdruck" in eine Suizidmarionette zu verwandeln, doch sicherlich noch etwas mehr zu bieten haben könnte. Amüsiert hat mich der Film trotz alledem, nicht zuletzt wegen der immer wieder auftretenden Fälle, mit der die Polizeitruppe sich herumschlagen muss (must-see-Moment: Mann wäscht sich Gesicht über Gasflamme), ist aber ein typisches Beispiel für japanischen Horror, der sich weniger um die Motive des Täters dreht als um seine Verfolgung und die Ermittlungsarbeit. Zum Ende schreitet die Geschichte sogar ins Übersinnliche fort und bietet "Ringu" erprobte Szenen, die vielleicht für kleinere Gänsehautattacken sorgen. Insgesamt gut, aber doch noch etwas zu oberflächlich gestaltet. Falls das Thema übrigens mal eine Aufwärmung oder gar ein Remake erfahren sollte, wäre es ratsam, sowohl dem Bösen eine neue Bezeichnung zu verpassen ("der grüne Affe" klingt nur beim ersten Mal mysteriös, dann eher wie eine Figur aus "Monty Python") und die Alieneinlage, die im Deutschen noch etwas verschärfter klingt, etwas zu entschärfen.
Der Eintrag Nummer 24 aus der Anolis Series ist von der DVD-Umsetzung her betrachtet eher unrümlich, der Film erweckt aber wegen seiner Effekte und dem packenden Thema vielleicht eure Aufmerksamkeit.



Bilder der DVD




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