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UK 2003
Originaltitel:Capital Punishment
Länge:83:22 Minuten (ungekürzt)
Freigabe:keine Jugendfreigabe
Regie:Adrian Vitoria
Buch:Steven Kendall, Tony O'Leary
Kamera:Mark Hamilton
Musik:Henry Olsen
Darsteller:Sam Callis, Richard Driscoll, Deborah Sheridan-Taylor, Laura Carter, Perry Benson, Mickey Toomey, Tony O'Leary, John Day, Jeremy Parrock
Vertrieb:e-m-s
Norm:PAL
Regionalcode:2



Inhalt
Drei Londoner Ex-Boxer wollen ein neues Leben beginnen - jeder auf seine Art und Weise. Dave wird Taxifahrer, Russell kriminell und Gary drogenabhängig. Doch die so gegensätzlich eingeschlagenen Wege stellen die Freundschaft des Trios bald auf eine harte Probe. Da Dave Russell Geld schuldet, soll er für ihn einen Fahrerjob übernehmen. Er muss feststellen, dass er als Drogenkurier benutzt wird und will aus der Sache aussteigen. Als Dave auch noch Zeuge eines Mordes wird, eskaliert die Situation ...

Bild
Format1.85:1 (anamorph)
NormPAL
 Ein penetrantes Rauschen begleitet den gesamten Film über, den die Kompression nicht so recht zu meistern weiß. Das resultiert in einem kleinen Pixelsturm, der vor allem auf hellen Flächen bestens ersichtlich ist. Ansonsten machen sich die Tücken einer kleineren Produktion bemerkbar: Die Schärfe schwankt ein wenig zwischen gut und befriedigend, weil der Rauschfilter, der sich durch leichtes Schleppen in Bewegungen bemerkbar macht, dem Geschehen ein wenig die Details raubt. Die Farben sind britisch kühl, machen aber einen passenden Eindruck. Einzig der Schwarzwert mag nicht gefallen, da Schatten zu blass aussehen. Mehr als 3 Punkte sind es daher bei weitem nicht, denn von einer neuen Produktion ist in beinahe allen Bereichen mehr zu erwarten.
 +++---

Ton
FormateDolby Digital 2.0 (Deu, Eng), Dolby Digital 5.1 (Deu)
SpracheDeutsch, Englisch
Untertitel-
 Den Ton gibt es jeweils in Deutsch und Englisch als Dolby Surround, im Deutschen sogar als Dolby Digital 5.1, wobei kaum Unterschiede zwischen diesen technisch verschiedenen Tonarten auffallen. Es gibt ohnehin nur wenige Momente, die sich merklich von einer Stereoakustik trennen. Die Dialoge im Deutschen sind vergleichsweise dominant, die Geräuschkulisse drum herum aber auch nicht sonderlich aufregend oder klanglich herausragend. Somit ein guter Stereoton mit lausigen Surroundfähigkeiten, die mal für kurze Zeit, z.B. in einer Szene, in der die Kamera aus der Sicht eines Folteropfers blickt und sich eine dumpf schallende Sprache hinzumischt, hervorsticht. Der englische Ton kratzt etwas, besitzt dafür aber einen sehr schönen englischen Akzent und eine sehr viel lebendigere Abmischung der Dialoge.
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Extras
Extras
  • Originaltrailer (1:44 Min.)
  • Bildergalerie (1:18 Min.)
  • Weitere DVDs:
    • Evil (2:00 Min.)
    • Savage Messiah (1:52 Min.)
    • Cube Zero (1:45 Min.)
 Einzig die Bildergalerie ist hier von Interesse, da sie einige interessante Fotos der Darsteller im stilvollen s/w-Look zeigt. Der Rest sind Trailer.
 +-----

Fazit
Obwohl es anfangs so scheint, als ob sich der sehr britische "Capital Punishment" (Haupthandlungsort London) in die Richtung des modernen Gangsterthrillers mit hohem Unterhaltungsfaktor entwickelt, bei dem zwischen all den Taxifahrern, ehemaligen Boxern und Gelegenheitskriminellen eigentlich nur noch ein Vinnie Jones fehlen könnte, arbeitet sich die Geschichte alsbald auf TV-Niveau herunter, vielleicht weil's an der Einfachheit der Erzählung liegt, der irgendwie das Salz in der Suppe fehlt. Gut sind die Ansätze, das Milieu mal nicht als vor Coolheit und Härte triefendes Haifischbecken zu charakterisieren, sondern die Geschichte von einer seltsamen Freundschaft ausgehen zu lassen, die sich zu einer Feindschaft entwickelt. Dabei steht der bodenständige, rechtschaffende Taxifahrer Dave seinem früheren Freund und jetzigem Drogendealer (im großen Stile!) Russell gegenüber, der ihn nachdringlich, letztlich sogar mithilfe erpresserischer Methoden versucht, in seine Organisation zu integrieren. "Capital Punishment" ist über weite Teile mit interessanten Details gespickt, z.B. dem aufbrausenden Russell, der seine Feinde unbarmherzig und mit leidenschaftlichem Sadismus zur Strecke bringt oder seinem drogenabhängigen Partner, der im Grunde alles vermasselt, so dass kernige, dem Mafia-Thriller-Genre gebührende Charaktere aufgestellt werden, die sich höchstens dahingehend unterscheiden, dass hier keine Nobelgangster sondern Leute der Unterklasse zu Werke sind, deren Methoden aber nicht minder brutal sind (und auch so gezeigt werden). Nur lässt das zum Drama übergehende Endstück den Film langsam ausplätschern, was mir weniger gut gefallen hat. Hier wird zwar noch einmal versucht, über die mittlerweile auseinander brechende Dealer-Bande einige explizite Szenen und ein wenig Nervenkitzel zu integrieren, mit dem Ableben vieler Charaktere geht aber auch die Bindung zum Zuschauer ein wenig verloren.
Leichte Unschärfen und ein stetiges Rauschen beim Bild sowie eine fehlende Tonausbreitung im Raum machen die deutsche DVD zur durchschnittlichen Angelegenheit, die mit einem Trailer und einer Galerie ausgestattet ist.



Bilder der DVD




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