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KR 2002
Originaltitel:Pido nunmuldo eobshi
Länge:116:04 Minuten (ungekürzt)
Freigabe:ab 16 Jahre
Regie:Seung-wan Ryoo
Buch:Jin-wan Jeong, Seung-wan Ryoo
Kamera:Yeong-hwan Choi
Musik:Jae-kwon Han
Darsteller:Do-yeon Jeon, Hye-yeong Lee, Jae-yeong Jeong, Goo Shin, Doo-hong Jung, Seong-Yong Kye
Vertrieb:I-On
Norm:PAL
Regionalcode:0



Inhalt
Sujin (Do-yeon Jeon) und Kyong-Son (Hye-yeong Lee) - zwei Frauen, zwei gescheiterte Existenzen. Vom Schicksal zusammengeführt planen sie einen großen Coup: Eine Tasche mit viel Geld soll ihrem Leben wieder den nötigen Schwung geben. Ihr Plan das Geld zu erbeuten erscheint bombensicher, doch dummerweise sind die beiden Frauen nicht die einzigen Halunken die groß abkassieren wollen. Eine wahnwitzige, gefährliche, blutige und actionreiche Jagd nach der Beute beginnt ...

Bild
Format1.78:1 (anamorph)
NormPAL
 Das Bild spielt eigentlich in der Oberliga mit, wären da nicht leichte Fehler im Detail. Auf Kratzer trifft man nur äußerst selten, das Ghosting fällt auch nur in Bewegungen durch leichtes Ruckeln auf, aber das Bild wirkt leicht grünstichig. Das bemerkt man weniger an den Gesichtern als an den Schatten, die leicht grünlich wirken, ansonsten aber einen ordentlichen "Schwarz"wert aufweisen, wobei starke Rot- oder Blauwerte trotz allem nicht fehlen. Die Detailschärfe ist eigentlich fast immer sehr gut, kleinere Ausnahmen sind durchaus verschmerzbar. Die Kompression sorgt ein wenig für Blockrauschen, kann in harten Szenenübergängen oder schnellen Bewegungen wie der anfänglichen harten Aufblende aber auch mal sichtlich ausfallen, wobei dies nicht allzu häufig auftritt. Somit wirkt das Bild bis auf die nicht ganz natürliche Farbgebung recht frisch, gut detailliert und stellt einen der besseren Transfers von Filmen aus Asien dar, auch wenn es zu fünf Punkten noch lange nicht reicht.
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Ton
FormateDolby Digital 5.1
SpracheDeutsch, Koreanisch
UntertitelDeutsch
 Schade, dass man die Vorteile der beiden vorliegenden Sprachvarianten nicht verbinden konnten. Beim Originalton sind es die Dialogstimmen, die nervigerweise auch über die hinteren Lautsprecher mit eingespeist sind und so ein leichtes Hallen erzeugen, beim deutschen Ton die verhältnismäßig sterile Abmischung, die vergleichsweise wenige Umgebungsgeräusche durchlässt und so etwas negativ auffallen. Beide klingen ordentlich in den Dialogen und bieten, sobald die Musik einsetzt neben wenigen Effekten auch einen guten Raumklang, der sogar mit guten Basseffekten aufwarten kann. Im Deutschen, übrigens mit brauchbarer Synchronisation, dominieren zu Beginn die tontechnisch eher langweiligen Dialogszenen, während es zum Ende hin immer öfter zu Actionszenen kommt, die dann auch Bewegung in die Bude bringen. Zu 4 Punkten reicht es, zu einem rumpelnden Dynamikfeuerwerk oder einem besonders warm klingenden, glasklaren Ton aber nicht.
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Extras
Extras
  • Deleted Scenes (12:34 Min.)
  • TV-Spots (0:38 Min.)
  • Musikvideo (5:32 Min.)
  • Highlights (14:36 Min.)
  • Interviews:
    • Seung Wan-Ryoo (2:59 Min.)
    • Hye-Yeong Lee (2:24 Min.)
    • Jae-Yeong Jeong (2:57 Min.)
    • Doo-hong Jung (1:50 Min.)
    • Seung-Beom Ryu (3:46 Min.)
  • Trailer (1:55 Min.)
  • Trailershow:
    • Black Angel (1:03 Min.)
    • Black Angel 2 (1:10 Min.)
    • Casshern (1:59 Min.)
    • Mucha Sangre (1:31 Min.)
    • Save The Green Planet (2:14 Min.)
    • Scarlet Letter (2:19 Min.)
    • Six Ways To Sunday (1:53 Min.)
    • Sympathy For Mr. Vengeance (1:42 Min.)
    • The Long Lunch (3:44 Min.)
    • Tough Luck (1:36 Min.)
    • Una de Zombies (1:58 Min.)
    • Unborn But Forgotten (1:42 Min.)
 Das Bonusmaterial ist durchwachsen. Einige Extras sind schwierig einzuschätzen, wie die Deleted Scenes, die mit Originalton ohne Untertitel auskommen müssen. Hier werden verschiedenste Szenen gezeigt, die die Handlung füllen und daher zu Recht entfernt wurden, aber auch einige Elemente, die witzige Nebenstränge der Geschichte detaillieren. Auch die Highlights bieten nicht viel, da nur Szenen aus dem Film in diesem 15minütigen Feature vorgestellt werden. Das ist nur dahingehend interessant, dass ein Sepiafilter über dem Bild liegt, was dem visuellen Stil eine besondere Note verleiht. Nun folgen die echten Extras, unter denen sich ein schnulziges Musikvideo befindet, das ich nicht so recht dem Film zuordnen kann, aber auch kurze TV-Spots und interessante, wenn auch kurze Interviews mit dem Regisseur und vier Darstellern, die sowohl im koreanischen Ton, als auch mit deutschem Overdub anwählbar sind. Natürlich sind wieder eine umfangreiche Trailershow und ein kultiger Trailer Bord, der u.a. noch einmal geschnittenes Material enthält. Das Hauptmenu ist wieder einmal sehr schön und mit dem fetzigen Soundtrack unterlegt worden. Hier wäre der komplette Soundtrack sicherlich sehr interessant gewesen.
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Fazit
Zum Thema Vergleiche: Wer gern etwas wie Interner Link"Snatch" oder Interner Link"Pulp Fiction" sehen möchte, der sollte sich genau diese Filme ansehen. Denn wer diese, ihrer damaligen Zeit vorauseilenden Titel nennt, möchte doch den Eindruck erwecken, hier ähnlich innovative, gut geschriebene und schwer unterhaltsame Figurenkonstellationen präsentiert zu bekommen. Streicht man das "innovativ", trifft es das recht gut. Dem koreanischen "No Blood No Tears" fehlt die Gnade der frühen Geburt, so dass Teile oder gar die ganze Geschichte erahnt werden könnte, das sollte es aber schon gewesen sein mit der Kritik. Denn zu zeitverschobenen Handlungssträngen, etwas extravaganten Charakteren, minimalen Anteilen von Humor und peppigen, visuellen Einlagen, die sich durch kräftigen Einsatz eines Musik-Jingles anbahnen, kommt das Geheimrezept "Martial Arts" hinzu. Keine Bruce Lee verdächtigen Scharmützel, aber doch solide inszenierte Kloppereien, die sich gut ins temporeiche Gesamtbild einpassen. Dabei gehen nicht nur kantige Männergesichter zu Bruch, auch das vermeintlich schwächere Geschlecht wird zerledert. Aber Entwarnung, denn es bieten sich zwei Protagonistinnen an, die es satt haben, dass sie stets untergebuttert werden und mit dem Coup ihres Lebens endlich zurückschlagen. Zwar fehlt letztlich der Überraschungsmoment in der Geschichte, ihre sehr abwechslungsreichen Elemente, die das Ziel, der bevorstehende Interessenkonflikt zwischen den verschiedenst motivierten Gaunertrüppchen, vielleicht ein wenig verwässern, lassen die Spielzeit aber verdammt zügig verschreiten. Richtet euch noch darauf ein, dass der Mix ein Wilder ist, so dass sich Mord und Totschlag die Klinke mit Trottelkomik in die Hand geben und auch leicht dramatische Töne angeschlagen werden. Langweilig wird's damit zumindest nicht!
Auch wenn das Bonusmaterial wegen der fehlenden Übersetzung beim Making Of nicht so umfangreich ausfällt, kann man die DVD doch wegen des guten Bildes und Tones empfehlen.



Bilder der DVD




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