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| Paranoia, Angst, Isolation: In naher Zukunft zweifelt Programmierer Simon J (Jeremy Sisto) langsam an seinem Verstand. Wer stellt ihm Tag für Tag leere Päckchen in die verschlossene Wohnung? Und was hat es mit den plötzlichen Todesfällen in seinem Appartementblock auf sich? Antworten liefern ihm weder seine bizarren Nachbarn noch das sadomasochistische Computerspiel, das in die Realität aller Beteiligten übergreift. In einem surrealen Wettlauf gegen die Zeit sieht sich Simon stattdessen mit einem lebensbedrohlichen Virus konfrontiert. Und wird so zur Hauptfigur in einem kafkaesken Albtraum mit sehr realen Konsequenzen. |
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| Format | 1.78:1 (anamorph) |
| Norm | PAL |
| Die Bilder des Filmes sind nur spärlich ausgeleuchtet, so scheint es. Der Kontrast ist trotz Aussparung von Schatten und der insgesamt düsteren Optik bestens ausgeprägt. Gesichter schimmern aus dem Dunkel hervor in einem fahlen Gelbton und doch hat man nicht das Gefühl, etwas innerhalb der Schatten zu verpassen, weil die Szenerie dieses getrübte, schmutzige Bild fast fordert. Wobei analoge Defekte natürlich nicht auftreten und die Kompression auch nicht auffällt. Die Farbwahl ist gedämpft, denn mehr als bräunlich-gelbe Töne gibt es stilbedingt nicht zu sehen. Auch der harte Kontrast verhilft zu dieser trostlosen Atmosphäre. Dabei ist die Schärfe trotz schwieriger Passagen mindestens immer gut, meist sogar sehr gut. Einige Nahansichten von Gesichtern lassen uns Details bis in die letzte Pore erkennen und die dunklen Szenen weisen trotzdem eine gute Kantenschärfe auf. Somit entspricht es, sieht man von leichtem Rauschen und der von Perfektion nur ein Stück weit entfernten Schärfe ab, ein großartiges, anamorphes Bild. | |
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| Formate | Dolby Digital 5.1 (Deu, Eng), DTS 5.1 (Deu) |
| Sprache | Deutsch, Englisch |
| Untertitel | Deutsch |
| Schon das hervorragend klare Klangbild auf den Stereolautsprechern ist sehr erfreulich, weil man eine Unmenge kleiner Effekte dort draufgeladen hat, die sich mit hervorragender Dynamik ausbreiten und einen wohligen Klang erzeugen. Dabei ist der Einsatz von hohen Tönen, die so sauber sind, dass man von einer Erzeugung per Computer ausgehen kann, oftmals gleichzeitig mit einem tiefen Basston verbunden. Dieser wird stets von neuem gefordert, macht sich innerhalb der Musik bemerkbar, aber auch durch Umgebungsgeräusche. Somit bekommt man schon hier einen wuchtigen, brillanten Ton geboten, aber auch die hinteren Lautsprecher sind dauerhaft im Einsatz, meisten durch einen sich vorsichtig annähernden, wechselhaften Geräuschpegel. Aber es geht hierbei nicht nur darum, den Raumton dauerhaft einzusetzen, sondern auch, ihn sinnvoll zu nutzen und die Geräusche gut ortbar und sinnvoll zu gestalten. So sind es immer wieder kleine Raffinessen, die das tonale Geschehen interessant machen. | |
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| Extras |
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| Der englische Audiokommentar (wahlweise mit dt. Untertiteln) mit dem Regie- und Drehbuchautor Jeff Renfroe und Marteinn Thorsson ist schon eine amüsante Sache, die zudem noch viele Hinweise auf das gibt, was man im ersten Durchlauf vielleicht übersehen hat, aber das Making Of kann man nur als extrem gelungen betrachten. Wichtig sind hier nicht gerade die Bilder, die einige Einblicke hinter die Kulissen geben, sondern die Vertonung durch die Regisseure, die eine ziemlich surrealistische Stimmung kreieren. Zwar gibt's hier keine deutschen Untertitel mehr, aber die gut 20 Minuten sind trotzdem absolut sehenswert. Weiterhin hat man Zugriff auf 12 Minuten Deleted Scene mit Untertiteln, zu denen man sich einen Audiokommentar zuschalten kann. Zuletzt darf noch Darsteller Udo Kier von einem sehr ungewöhnlichen Ort aus einige Meinungen zum Film bekunden, natürlich in Deutsch. | |
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| Wie kann man "One Point Zero" nur erklären, ohne zuviel davon Preis zu geben? Optisch wie inhaltlich lehnt er sich vielleicht an den SciFi-Epos "Avalon" an, bei dem das krankhaft gelbliche Bild ebenso zur Anwendung kam wie das Thema Computertechnologie und deren Auswirkung auf die von ihr abhängige Menschheit, die ihre Menschlichkeit zu verlieren droht. Nur ist "One Point Zero" wesentlich spannender, klaustrophobischer und wegen ausbleibender Längen auch actionreicher. Wir verfolgen den zunehmenden Wahnsinn des Computerspezialisten Simon, der sich von seiner Umgebung bedroht fühlt und sich mit jedem Tag seltsamere Gewohnheiten anlegt, die er sich selbst nicht erklären kann. Die beiden Regisseure und gleichzeitig Drehbuchautoren haben es geschafft, mit Hilfe einer aus dem B-Movie-Sektor rekrutierten Creme de la Creme-Darstellerriege (neben allerlei bekannten Gesichtern die Veteranen Lance Henriksen und Udo Kier) und einem unglaublich düsteren Schauplatz, eine im Vergleich zur futuristischen Ausrichtung der Geschichte doch recht rustikale Mietswohnung, ein abgeschottetes, gut funktionierendes Szenario zu kreieren, das mit intelligenter Nervennahrung auf uns wartet, noch anspruchsvoller als das zitierte "The Matrix", der uns trotz tiefergehender Fragestellung die Antworten doch auf dem Silbertablett serviert. Das passiert hier nicht, selbst bis nach dem Schlusspunkt bietet die gesellschafts- und vor allem medienkritische Handlung um isolierte Individuen genügend Gesprächsstoff und Ansatzpunkte für Interpretationen. Zwar kann man nicht behaupten, dass Rad neu erfunden zu haben, "One Point Zero" verpackt die bekannten Ansätze aber verdammt gut und bietet genau das, was man sich von einem guten Thriller erhofft. Wer diesen meisterhaften Ausblick auf eine technisierte, entfremdete Welt nicht verpassen möchte, der ist mit der technisch hervorragenden und mit gutem Bonus ausgestatteten DVD von Koch bestens beraten. |
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![]() | Koch Media bringt 8 neue Titel im August |
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