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USA, D, UK 2002
Originaltitel:Teknolust
Länge:78:53 Minuten (ungekürzt)
Freigabe:ab 16 Jahre
Regie:Lynn Hershman-Leeson
Buch:Lynn Hershman-Leeson
Kamera:Hiro Narita
Musik:Klaus Badelt, Mark Tschanz
SFX:Megan I. Carlson, Alonzo Addison, Stephanie Schwab, Gregory Moulinet
Darsteller:Tilda Swinton, Jeremy Davies, James Urbaniak, John O'Keefe, Karen Black, Al Nazemian, S.U. Violet, Josh Kornbluth, Thomas Jay Ryan, Howard Swain, Diana Demar, John Pirruccello, Abigail Van Alyn, Dick Bright
Vertrieb:Sunfilm
Norm:PAL
Regionalcode:2



Inhalt
Sexy Cyberspace: Auf der Suche nach künstlicher Intelligenz gelingt es einer Biogenetikerin aus ihrer eigenen DNA drei Replikanten anzufertigen. Zum Überleben benötigen die Cyber-Drillinge jedoch das Y-Chromosom, das nur im männlichen Samen vorkommt. Der mutigste Klon wird losgeschickt, um Männer zu verführen und das Lebenselixier einzusammeln. Der Kontakt mit ihr führt bei den ’Opfern’ zu merkwürdigen Nebenwirkungen und bald schaltet sich das FBI ein, das einen Anschlag mit Bio-Waffen vermutet. Die Situation gerät nach und nach außer Kontrolle, als es auch die beiden anderen Klone in die reale Welt hinaus zieht ...

Bild
Format1.78:1 (anamorph)
NormPAL
 Das Bild besticht von Beginn an durch seine gute bis sehr gute Umsetzung, weil man die High Definition-Aufnahmetechnik heranzog, die herrlich plastische Bilder aufnimmt. Das liegt zum großen Teil an den übernatürlichen und sehr reinen Farben, die man mit Vorliebe in den Tönen Rot, Grün und Blau (die Bedeutung dürfte jedem Technikinteressierten sofort klar sein) einsetzt. Bei der Schärfe wird durchweg eine gute Leistung geboten, der Detailgrad pendelt manchmal aber leicht nach unten, wobei dies nicht sonderlich ins Gewicht fällt. Etwas deutlicher dürfte das leicht pumpende Rauschen sein, das deutliches Blockrauschen enthält, letztlich aber wird man auch hier nicht wirklich enttäuscht. Einzig der Kontrast ist manchmal nicht perfekt, da das Bild stellenweise zu hell ausfällt. Trotzdem erfreut man sich immer wieder an hellen und detailreichen Bildern, die sehr plastisch und nur wenig verfälscht erscheinen.
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Ton
FormateDolby Digital 5.1
SpracheDeutsch, Englisch
UntertitelDeutsch
 Der englische Ton macht einen wesentlich besseren Eindruck, wenn es um den Basseinsatz geht, bereits nach 5 Minuten fällt hier das wärmere und vollere Klangbild auf, dass durch einen kräftigeren Bass aufwarten kann. Dabei ist auch die deutsche Variante vom Klang her sehr gut und wird von vielen synthetischen Elementen bereichert wird, die vor allem im Musikbereich einen guten Raumklang erstellen. Dagegen stehen die Geräusche der Front, die nicht annähernd diese Qualität erreichen. Zwar verdeckt die gute deutsche Synchronisation so einiges, bei der Aufnahme des Originaltons muss man aber schon einige Kompromisse eingegangen sein, weil mitunter leichte Verwehungen hörbar sind. Aber das ist nur selten hörbar, die meiste Zeit über herrscht Klarheit und Reinheit, wenn auch die Front etwas zu beherrschend im Sound ist. Dafür werden immer wieder gute Surround-Effekte mit angenehmer Beweglichkeit aufgefahren, die den sonst starren Eindruck etwas auflockern.
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Extras
Extras
  • Audiokommentar
  • Original Trailer (1:59 Min.)
  • Bio-/Filmografien:
    • Tilda Swinton (9 Seiten)
    • Jeremy Davies (6 Seiten)
    • Lynn Hershan Leeson (7 Seiten)
 Die DVD wartet mit einem angenehm zu lauschenden Audiokommentar der Multimedia-Wissenschaftlerin und Regisseurin Lynn Hershman-Leeson auf, der zwar in Englisch ist, dafür aber bestens verstanden werden kann. Die weiteren Extras sind zwar etwas kurz, es wurde aber Wert darauf gelegt, die drei Biografien aussagekräftig zu gestalten und nicht nur eine simple Abhandlung des künstlerischen Schaffens runterzurattern.
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Fazit
"Teknolust" erfüllt weder die Erwartungen an schlüpfrige Geschichten zu hämmernden Festivalitäten noch werden Bullettime-Effekte und SciFi-Spirenzchen geboten. Das in den vier Hauptrollen durch Tilda Swinton gleich besetzte Werk ist ein sanfter Versuch, den Werdegang vom künstlichen Geschöpf zum vollwertigen menschlichen Wesen auf leicht amüsante, aber auch hintergründige Art zu erforschen. An sich eine ganz interessante Sache, die durchaus ernsthaft anhand der glücklosen Computerexpertin und ihren drei Cyber-Zöglingen verfolgt wird, die die Welt, den Dschungel, so sagen sie, erforschen möchten. Neben der prägnant farbenfrohen, immer wieder sehr künstlich wirkenden Bildgestaltung sticht auch die Geschichte hervor, eine deutliche Krimiparodie ohne einen einzigen expliziten Witz. Vielmehr entsteht warme, ein wenig schräge Situationskomik, die im experimentalen Gesamtbild aber ein wenig blass aussieht, vielleicht weil die Gesamtthematik (Vereinsamung) doch etwas ernstere Töne anspielt. Alles läuft etwas sonderbar, wie auf einer anderen Welt ab, die sich nicht mehr um dröge Details kümmern muss, sondern längst eine ganze eigene Physik mit künstlerischem Umfeld erschaffen hat. So ist es nicht wichtig, dass jeder der Charaktere irgendwie eine Schraube locker hat, Hauptsache man kann ihnen während ihres Streifzuges durch die budgetbedingt eingeschränkten, aber sehr gut gewählten Sets und ihren sonderbaren Aktivitäten zuschauen. So würd ich "Teknolust" als probierfreudiges, futuristisches Gefühlskino beschreiben, für das ich mich nicht erwärmen kann und an den ich mich eigentlich nur erinnern werde, weil er aus der Masse heraussticht, nicht aber, weil ich mich sonderlich gut unterhalten gefühlt hätte. Das mag für euch nicht zutreffen, deswegen empfehle ich bei Interesse, einfach mal reinzuschauen.
Die Sunfilm-DVD bringt den Film in einer technisch guten Fassung zu uns und enthält zusätzlich einen Audiokommentar.



Bilder der DVD




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