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UK, FR 2003
Originaltitel:Young Adam
Länge:93:44 Minuten (ungekürzt)
Freigabe:ab 16 Jahre
Regie:David Mackenzie
Buch:Alexander Trocchi, David Mackenzie
Kamera:Giles Nuttgens
Musik:David Byrne
SFX:Tony Auger, Simon Carr
Darsteller:Ewan McGregor, Tilda Swinton, Peter Mullan, Emily Mortimer, Jack McElhone, Therese Bradley, Ewan Stewart, Stuart McQuarrie, Pauline Turner, Alan Cooke, Rory McCann
Vertrieb:Alamode/Alive
Norm:PAL
Regionalcode:0
DVD-Start:29.08.2005 (Kauf)



Inhalt
Der junge Joe (Ewan McGregor), ein Herumtreiber und gescheiterter Schriftsteller, heuert auf dem Lastkahn des bodenständigen Les (Peter Mullan) und seiner rätselhaften Frau Ella (Tilda Swinton) an. Eines Nachmittags entdecken Joe und Les die Leiche einer jungen Frau, die auf dem Wasser treibt. Ein Unfall? Ein Selbstmord? Oder sogar Mord?
Der Polizei geht ein Verdächtiger ins Netz, aber bald wird klar, dass Joe mehr über die ertrunkene Frau weiß, als er zugeben möchte. Inzwischen bahnt sich eine leidenschaftliche Affäre zwischen Joe und Ella an. Der alte Kahn schwimmt mit seiner explosiven Fracht einer ungewissen Zukunft entgegen.

Bild
Format2.35:1 (anamorph)
NormPAL
 Kühle und fahle Farben bestimmen viele Szenen des Filmes, einfach, weil es gut zur Szenerie passt. So fehlen oftmals die Rotanteile, dass diese aber nicht gänzlich ausbleiben, zeigen einige andere Tagszenen mit Naturaufnahmen oder ein bräunlicher Filter unter Deck. Nachtaufnahmen sind dann schnell sehr stark sepiagetönt und fast farblos (28. Minute, Rummelplatz). Der Kontrast ist einer der Faktoren, warum es nicht mehr Punkte gibt. Nicht selten sind es sehr dunkle Aufnahmen, die bewusst schattig und undurchdringlich gehalten werden und auch keinen wirklich befriedigenden Schwarzwert erzeugen. Auch die Schärfe ist mitunter nicht perfekt. Es sind zwar weder Anzeichen von Nachschärfungen auszumachen, noch kann man von Unschärfe sprechen, es fehlt aber an Detailzeichnung. Die Kompression zeigt deutliche Defizite, wenn es um die Darstellung von großen Wasseroberflächen oder schwarzen Flächen geht, aber auch unter normalen Bedingungen sieht man sie arbeiten. Hier ist dann auch ein deutliches Rauschen ersichtlich, was die Qualität auf durchschnittliches Niveau drückt. Einige andere Szenen sind wiederum etwas milchig geraten, wobei auch qualitativ sehr annehmbare Passagen vertreten sind.
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Ton
FormateDolby Digital 2.0, Dolby Digital 5.1
SpracheDeutsch, Englisch
UntertitelDeutsch
 Ebenso wie das Hauptmenu nur sehr leise ertönt, ist auch der Surround-Anteil am Gesamtton sehr gering. Es gibt mal sanfte musikalische Bewegung auf den hinteren Lautsprechern, es klingt aber noch zu dünn, um wirklich von Raumklang sprechen zu können. "Young Adam" ist schlichtweg ein Dialogfilm, dem es nur darauf ankommt, die Front ordentlich zu benutzen. Hier muss man aber auch leichte Abstriche machen, denn die Dialoge sind auch nicht sonderlich ansprechend abgemischt, erklingen dünn und etwas fad, was vielleicht zum Film passen mag, nicht aber zu den technischen Anforderungen an einen aktuellen Film. Es ist also nicht sonderlich wichtig, ob nun Stereo oder Dolby Digital angewählt wurde. Das sollte man aber vor dem Film entscheiden, denn eine Durchwahl des Tones oder der Untertitel sind während des Filmes nicht mehr möglich. Schaltet man dann im Hauptmenu um und springt per Tastendruck zurück an die Stelle des Filmes, sind die angewählten Optionen aber nicht eingestellt, erst ein Neustart des Filmes bewirkt das. Diese Nutzereinschränkung entscheidet die Wertung zwischen 3 und 4 Punkten nach unten. Beim englischen Ton sind keine Beeinträchtigungen der Dialoge feststellbar, hier muss man aber schon die Ohren spitzen, um dem (wahrscheinlich authentischen) Slang folgen zu können.
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Extras
Extras
  • Trailer (1:49 Min.)
  • Making Of (7:53 Min.)
  • Ewan McGregor liest Trocchi (1:41 Min.)
  • Soundtrack (51:04 Min.)
  • Bio-/ Filmografien:
    • David MacKenzie (1 Seite)
    • Jeremy Thomas (4 Seiten)
    • Ewan McGregor (3 Seiten)
    • Tilda Swinton (2 Seiten)
    • Peter Mullan (2 Seiten)
    • Emily Mortimer (1 Seite)
    • Alexander Trocchi (3 Seiten)
  • Alamode Film Trailer:
    • Heimliche Spiele (2:02 Min.)
    • Liebe mich, wenn du dich traust (1:54 Min.)
    • Hundstage (1:54 Min.)
    • Marebito (1:43 Min.)
    • Shandurai und der Klavierspieler (1:38 Min.)
    • Palindrome (1:51 Min.)
VerpackungKeepCase
 Wer die Filmmusik mag, wird bei den Extras einen Luftsprung machen: Sämtliche Lieder (insgesamt über 50 Minuten) sind auf der DVD anwählbar, während im Hintergrund ein Standbild mit Titelinformationen angezeigt wird. Zur Buchvorlage des Filmes werden einige Angaben im kurzen Making Of gemacht, bei dem verschiedenste Darsteller und der Regisseur kurze Äußerungen abgeben dürfen. Es folgen dann kleinere Extras wie Trailer und Biografien, u.a. zum Autor der Romanvorlage Alexander Trocchi, sowie kurze Passagen aus jenem Buch, die von Ewan McGregor vorgetragen werden. Sämtliche Extras sind deutsch untertitelt und in ein stilistisch ansprechendes Menu verpackt.
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Fazit
An den Docks Schottlands Mitte des letzten Jahrhunderts herrscht grauer, harter Alltag, was "Young Adam" durch seine elegische Stimmung bestens ausdrücken kann. Selbst die Eroberungen des Herzensbrecher Adam, der jede sich ihm bietende Mitfickgelegenheit nutzt, sei es die Frau seines Chefs oder seines Vermieters, lösen sich nicht von der bedrückenden Stimmung, die sich noch verschärft, als man die unglückliche Geschichte um Adams aufreizende Ex Cathie, die alsbald im Kanal schwimmt, erfährt. Mag man glauben, dass der stille Adam, der sich ständig mit neuen Frauengeschichten brüsten könnte (es aber nicht tut), bald Mittelpunkt einer persönlichen Tragödie ist? Ich möchte nicht mehr verraten, als es der Einleitungstext auch tut, aber besonders der Gewissenskonflikt gegen Ende, ob es Adam erträgt, das Leben eines Unschuldigen aufs Spiel zu setzen, ist ein Höhepunkt dieses Werks. Auch wenn mir Hauptdarsteller Ewan McGregor höchst unsympathisch ist, legt er hier doch eine bemerkenswerte Leistung ab, wie man es im Grunde von der gesamten führenden Darstellerriege behaupten kann. Das und die klassische, zurückhaltende Erzählweise, die sich allein auf einige schöne Landschaftsaufnahmen und die sehr präzise gezeichneten Charaktere stützt, machen "Young Adam" wider Erwarten doch zu einem sehr spannenden Unterfangen, das mit jeder Minute an Interesse gewinnt und auch meine anfänglichen Zweifel auslöscht. Denn mit Phantastik im Sinne von Horror hat "Young Adam" nur wenig zu tun, er ist eine sehr lebensnahe Schilderung von tragischen Vorfällen.
Das Bild schafft die Einstufung "gut" nicht ganz, der Ton auch nicht, wobei Letzteres wegen der Dialoglast der Erzählung nicht sonderlich schlimm ist. Beim Bonusmaterial überzeugt vor allem der ausführliche Soundtrack.



Bilder der DVD




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