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IT 1974
Originaltitel:Polizia chiede aiuto, La
Alternativtitel:Coed Murders
aka. What Have They Done to Our Daughters?
aka. Police Want Help, The
Länge:87:02 Minuten (ungekürzt)
Freigabe:Keine Jugendfreigabe
Regie:Massimo Dallamano
Buch:Ettore Sanzò, Massimo Dallamano
Kamera:Franco Delli Colli
Musik:Stelvio Cipriani
Darsteller:Giovanna Ralli, Claudio Cassinelli, Mario Adorf, Franco Fabrizi, Farley Granger, Marina Berti, Paolo Turco, Corrado Gaipa, Micaela Pignatelli, Ferdinando Murolo, Salvatore Puntillo, Eleonora Morana, Sherry Buchanan, Roberta Paladini, Luigi Antonio Guerra
Vertrieb:Koch Media
Norm:PAL
Regionalcode:2



Inhalt
Ein junges Mädchen wird nackt erhängt in einer Dachbodenwohnung aufgefunden. Der vermeintliche Selbstmord stellt sich bald als vorgetäuscht heraus. Commissario Valentini (Mario Adorf) und seine Kollegin werden auf den Fall angesetzt. Bei ihren spannenden Ermittlungen kommen sie einem Verbrechernetz auf die Spur, das Minderjährige zur Prostitution anbietet.

Bild
Format2.35:1 (anamorph)
NormPAL
 Hier hat sich Koch Media sichtlich Mühe bei der Restauration dieses Filmklassikers gegeben und so präsentiert sich dieses anamorphe Widescreens-Bild sehr farbenfroh und kräftig, auch die Schärfe kann hierbei zu überzeugen wissen. Insgesamt vielleicht nicht ganz so scharf wie erhofft, erscheint das Bild aber überwiegend plastisch, dem Alter entsprechend angenehm und wirkt in Nahaufnahmen stellenweise sogar recht detailliert. Der Kontrast schwächelt hierbei aber etwas und bietet uns einen nicht so guten Schwarzwert, welcher oftmals etwas ins Gräuliche tendiert. In anderen Szenen wird der Kontrast dann wieder zu steil und überstrahlt überwiegend in hellen Flächen oder verschluckt in dunklen Sequenzen nötige Details. Bildrauschen kann man nur selten ausfindig machen und hin und wieder fallen stehende Rauschmuster unangenehm auf. Störend ist das aber nicht wirklich. Defekte sowie Verschmutzungen oder Kratzer in der Vorlage waren natürlich nicht zu vermeiden, jedoch bleibt das Bild überwiegend störungsfrei. Hin und wieder huschen ein paar Defekte durch das Bild und zu Beginn sind des Öfteren leichte Laufstreifen zu erkennen, dies trübt aber zu keiner Sekunde den Sehgenuss. Unangenehm fällt hierbei jedoch das stärkere Nachziehen in schnellen Kameraschwenks auf, dabei arbeiten die Kompressionen angenehm ruhig im Hintergrund und Blockrauschen ist kaum auszumachen.
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Ton
FormateDolby Digital 2.0 (Mono)
SpracheDeutsch, Italienisch, Englisch
UntertitelDeutsch
 Der deutsche Ton klingt dumpf und verzerrt in den Dialogen etwas, ist dafür aber weitestgehend störungsfrei. Der italienische Track weist ein dezentes Rauschen auf und klingt leiser in den Dialogen. Am schlechtesten schneidet hierbei die englische Monospur ab, welche dumpf und kratzig ist und zudem noch durch ein Brummen begleitet wird. Optional lassen sich deutsche und englische Untertitel hinzuschalten.
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Extras
Extras
  • 8seitiges Booklet von Christian Kessler
  • Deutscher Trailer (2:38 Min.)
  • Italienischer Trailer (3:45 Min.)
  • Britischer Trailer (3:28 Min.)
  • Bildergalerie (19 Bilder)
  • DVD-Credits
 Viel Bonusmaterial wird uns hier zwar nicht geboten, aber neben dem deutschen, italienischen und englischen Trailer, welche zudem eine anamorphe Abtastung erfahren haben, gibt es noch eine Bildergalerie, sowie ein 8seitiges Booklet mit Hintergrundinfos von Christian Keßler, sowie ein paar Bilder. Hier wäre ein etwas ansprechendere Design zwar schön gewesen, aber auf den Inhalt kommt es an. Leider war es das dann auch schon an Bonusmaterial.
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Fazit
"La Polizia chiede aiuto", wie er im Original heißt, ist eine grandiose Mischung aus Poliziotti und Giallo, wartet mit einigen sehr harten Effektszenen auf, sowie mit gut gemachter Action und einer tollen Motorrad-Verfolgungssequenz. Aber das ist nur ein Teil von dem, was "Der Tod trägt schwarzes Leder" wirklich zu bieten hat. Zum einen ist es die gesamte Thematik um Kindesmissbrauch und Prostitution, welche einen fesselt und zum anderen ist es der hervorragenden Regie von Massimo Dallamano ("Das Geheimnis der Grünen Stecknadel" 1972) , sowie der Kameraführung von Franco Delli Colli (Interner Link"Die Nacht der blanken Messer" 1975) zu verdanken, dass "Der Tod trägt schwarzes Leder" so ein stimmungsvoller und bedrückender Thriller geworden ist. Allein die brisante Thematik des Kindesmissbrauchs ist es, was den Zuschauer des Öfteren schlucken lassen dürften. Obgleich man hier auf plakative Darstellungen von Gräueltaten oder sexuellen Handlungen verzichtet, bleibt man dennoch im Bezug auf den Kindesmissbrauch oft wie gelähmt vor dem Fernseher sitzen. Massimo Dallamano tut gut daran, die Untaten der Verbrecher nicht zu zeigen, sondern schockt den Zuschauer mit Tonbandaufnahmen, in denen man hört, wie die Männer die jungen Mädchen missbrauchen. Eines der Mädchen ist die Tochter eines Komissares und man denkt in diesem Moment, dass der Komissar (überzeugt gespielt von Mario Adorf) das Gesetz selbst in die Hand nimmt und sich rächt, aber Massimo Dallamano driftet hierbei nichs ins typische Hollywood-Actionkino ab, sondern zeigt lieber einen Adorf, der voller Trauer fast vergeht. Ja man spürt förmlich seine unmächtige Wut, die ihn ihn steckt, das Gefühl als Vater versagt zu haben. Zudem wird uns hier nicht gerade ein Happy End geboten, welches deutlich zeigt, dass Kinderprostitution nicht so einfach beizukommen ist, wie man es sich vielleicht wünschen würde. Bleibt noch der meisterhafte Soundtrack von Stelvio Cipriani (Interner Link"Blindman" 1972, Interner Link"Ohne Dollar keinen Sarg" 1966) zu erwähnen, welcher die trostlose Stimmung des Films passend untermauert.

Erstmalig völlig ungeschnitten und aufwendig restauriert, gehört "Der Tod trägt schwarzes Leder" in jede Sammlung italienischer Filmliebhaber. Die deutsche DVD bietet eine gute Bildqualität, ohne wirklich nennenswerte Mängel und einen soliden deutschen Monoton. Die Extras sind zwar etwas mager, dafür spendiert man uns wieder ein recht hübsche Umverpackung in Form eines komplett in rot gehaltenen Media-Books mit Schuber. Auf den ersten Blick schaut es etwas billig aus, weiß aber beim häufigeren Betrachten durchaus zu gefallen. Dennoch schade, dass man in letzter Zeit komplett auf die alten Original-Artworks verzichtet. Aber abgesehen davon ist die DVD uneingeschränkt zu empfehlen.



Bilder der DVD




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